Fiat Tipo, Leser-Test-Drive Michael Orth
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Fiat Tipo, Leser-Test-Drive 8 Bilder

Der neue Fiat Tipo im Leser-Test-Drive

Leser-Test-Drive Fiat Tipo Typfrage beim Leser-Test

Im Rahmen einer Fahraktion hatten AUTO-Leserinnen und -Leser die Gelegenheit, den neuen Tipo eine Woche lang in ihrem Alltag zu testen.

Eigentlich hatte es ja mal was anderes als noch mal ein Fiat werden sollen. "Wir waren auf der Suche nach einem guten und bezahlbaren Auto mit einem Riesen-Kofferraum", sagt Danny Matischak-Schimanski. "Wir haben bei allen möglichen Marken geguckt und hatten uns schon fast entschieden", erzählt seine Frau Marlena. "Dann aber dachten wir uns: Gucken wir doch wieder mal bei Fiat, und da stand der Tipo Kombi, der jetzt bei uns vor der Tür steht." So gut sei der, da habe man, noch dazu bei dem Preis, nicht weiter überlegen müssen.

Platz für vier Menschen, zwei Hunde und Gepäck

Fiat Tipo
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Die ganze Familie inklusive der beiden Hunde findet Platz im Kombi. Einer der Hauptgründe, warum die Matischak-Schimanskis selbst einen 2019er kauften.

In etwa dasselbe sagen die beiden vom aktuellen Fiat Tipo, der sie für den AUTO-Leser-Test-Drive nun eine Woche lang durch den Familienalltag begleitet. "Das macht der klasse. Er ist funktional und bequem und hat einen hohen Nutzwert", resümiert Danny. "Aber", sagt Marlena, "das macht ihn nicht zum Nutzfahrzeug. Er sieht ja auch gut aus." Und sei weit größer, als er aussieht. "Aller Klüngel für’n Urlaub, die Erwachsenen, die beiden Kleinen im Kindersitz und dazu die Hunde. Denkt man erst nicht, aber passt. Wer da nicht alles reinkriegt, weiß nicht, wie man ein Auto packt", meint Danny.

"Und dieser neue Tipo ist ja im Prinzip derselbe Typ wie unserer, nur neu angezogen. Heißt: Er ist genauso geräumig und ohne Ende praktisch. Manches funktioniert jetzt aber etwas besser. Das neue Uconnect reagiert zum Beispiel viel schneller, und die Bedienung per Touchscreen ist kinderleicht. Da kommt jeder mit klar. So sind viele schöne Ideen eingeflossen, die den Wagen noch angenehmer machen." Eine der Ideen: die zweite USB-Ladebuchse im Fond. "Die ist genial, weil Aaron und seine Schwester Vanellope gerne mal was auf dem Tablet ansehen, wenn man länger unterwegs ist." Keine große Sache sei das, aber eben eine, die den Unterschied macht. Wie auch das Keyless-Go. "Wenn du am Supermarkt auf dem Parkplatz stehst und sofort stürmt eins der Kinder raus, bist du froh, dass du gleich hinterherkannst. Da fände ich es besser, das Auto schließt automatisch ab, ohne dass man den Knopf am Türgriff drücken muss." Aber sonst? "Bestätigt der neue Tipo Kombi unsere langjährige Erfahrung mit vielen Autos von Fiat. Nur gute Erfahrungen."

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Der neue Fiat Tipo überzeugt auch optisch.

Gute Erfahrungen mit dem Fiat Tipo hat auch Wolfgang Esser gemacht. Und zwar schon vor rund 30 Jahren: "Ich hatte", sagt er, "schon zwei Mal einen. Die bin ich beide sehr viel und gern gefahren. Den zweiten habe ich gekauft, weil ich mit dem ersten so zufrieden war und eine bessere Ausstattung wollte. Was mich am aktuellen Tipo an meine früheren erinnert, sind das großartige Raumgefühl, der sehr angenehme Ein- und Ausstieg, weil die Türen so weit öffnen, und der gute Fahrkomfort." Dagegen hatte sich Wolfgang Esser vom 100-PS-Benziner des neuen Tipo der Papierform nach nicht übermäßig viel erhofft. Und wurde überrascht. "Der Dreizylinder macht einen verdammt guten Job. Ist keine Rakete, aber vor allem bis Tempo 100 erstaunlich durchzugsstark und auch darüber sehr tapfer."

Tipo schlägt sich wacker auf der Stammstrecke

Um das zu verdeutlichen, nennt Wolfgang Esser, beruflich extrem viel unterwegs, eine Zahl: "Ich fahre viel auf der Autobahn mit einem Diesel, der hat deutlich mehr als doppelt so viel Leistung wie der Fiat. Damit komme ich auf einen Schnitt von 68 km/h. Mit dem Tipo Cross sind es fast 65 – kaum langsamer! Und mit einem sehr zufriedenstellenden Fahrerlebnis." Allein einen sechsten Gang oder eine Automatik hätte er noch auf der Wunschliste. "Ein bisschen schade" findet es Wolfgang Esser, dass der Fiat, wie er es ausdrückt, "für viele unter der Wahrnehmungsgrenze rangiert. Viele haben ihn nicht so auf dem Schirm. Aber ist man einmal darauf aufmerksam geworden, ist es sehr lohnend, dem ersten Interesse nachzugehen." Weil der Tipo "kein Blender" sei. "Er versucht gar nicht erst, so zu tun, als wäre er Premium. Aber für das, was er ist, ist er sehr gut gemacht, solide gefertigt, ansprechend gestaltet – vor allem als Cross –, und für den Preis bietet er unschlagbar viel. So passt der Wagen für viele, auch ganz verschiedene Lebensentwürfe."

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Kein Blender: Der Tipo sei gut als das, was er ist, anstatt auf Premium machen zu wollen, meint Wolfgang Esser.

Nicht nur für die. "Bei uns ist es wichtig", sagt Julika, "dass die Ergonomie für uns beide passt. Und beim Tipo passt sie gut." Das will etwas heißen. Lukas Nolte ist etwa einen Viertelmeter größer als seine Partnerin. "Aber weil sich das Lenkrad und der Sitz in einem so weiten Bereich verstellen lassen, kommen wir beide damit zurecht, und die Sitze selbst gefallen mir auch richtig gut. Straff, bequem, langstreckentauglich." Wichtig für das Paar, denn beide pendeln täglich weit über 200 Kilometer – sie in die eine, er in die andere Richtung. Weshalb sich Lukas Nolte den Dreizylinder "ein bisschen sparsamer gewünscht hätte. Der Durchschnittsverbrauch lag bei mir um 6,5 Liter. Überrascht bin ich aber vom guten Durchzug, und ich als Tempomat-Fahrer freue mich, dass sogar ein Abstandsregeltempomat in dieser Preisklasse angekommen ist."

Auf den Punkt gebracht: "Ich hätte gar kein Problem, den im Alltag zu fahren." Seine Partnerin Julika ebenfalls nicht. "Ich bin jemand, der sagt, ein Auto muss ein Gesicht haben. Und ich finde, der Tipo Cross hat ein Gesicht. Er wirkt freundlich und nicht überzogen. Er sieht stimmig aus und wertig, kein Möchtegern-SUV, bei dem Plastikoptik überwiegt. Nur innen ist er mir zu dunkel gehalten." Auch Bekannte, die sie fragten, fanden den Tipo Cross in Orange durchweg schick. "Und als die den Preis hörten, waren sie verblüfft." Ein wenig schade sei, findet Lukas Nolte, dass "eine Literflasche nicht in die Türtaschen passt und das induktive Laden auf der Mittelkonsole nicht einwandfrei funktioniert, wenn das Telefon so wie meines eher klein ist". Das aber, sagen beide, "ist nur Meckern auf hohem Niveau".

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Sehr variabel sind Sitz und Lenkrad einzustellen – das passt für beide. Infotainment und Assistenten seien leicht anzupassen.
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