Freibrennen: Schützt oder schadet es dem Motor?

Technische Hintergründe zum Durchblasen
Schützt oder schadet es dem Motor?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.02.2026
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Mercedes-AMG GT, Motor, Hitzeentwicklung
Foto: Mercedes

Das Freibrennen beschreibt das gezielte Fahren unter Volllast, um Rückstände im Motor zu beseitigen. Dabei wird der Motor über einen längeren Zeitraum mit maximaler Leistung betrieben, was zu einer Erhöhung der Betriebstemperatur führt. Diese Hitze hilft, Kondensat und Verbrennungsrückstände zu verdampfen oder zu verbrennen.

Rückstände im Motor

Kurzstreckenfahrten führen oft dazu, dass sich Kondensat im Motoröl ansammelt. Dieses Wasser vermischt sich mit dem Öl und bildet eine Emulsion, die als Ölschaum sichtbar wird. Dieser Schaum kann sich an verschiedenen Stellen im Motor absetzen und langfristig Schäden verursachen. Auch Verbrennungsrückstände, die sich an Brennräumen und Injektoren ablagern, können die Motorleistung beeinträchtigen. Das Freibrennen wird oft als Lösung für diese Probleme angepriesen.

Kann Freibrennen Schäden verhindern?

Die Theorie hinter dem Freibrennen ist, dass die hohen Temperaturen Rückstände lösen und verbrennen. Besonders bei Dieselfahrzeugen mit Partikelfiltern kann dies sinnvoll sein, da die Regeneration des Filters eine Abgastemperatur von über 550 Grad Celsius erfordert. Doch die Methode birgt auch Risiken: Unsachgemäßes Freibrennen kann Bauteile wie den Turbolader überhitzen und beschädigen.

Sicherheit und Vorsichtsmaßnahmen

Das Freibrennen sollte nur unter bestimmten Bedingungen durchgeführt werden. Der Motor muss vorab schonend warmgefahren werden, um Schäden zu vermeiden. Nach der Volllastfahrt ist es wichtig, den Motor langsam abzukühlen, beispielsweise durch eine längere Fahrt mit geringer Last. Dies verhindert, dass sich die Hitze staut und Bauteile beschädigt werden.

Fazit