Plug-in-SUV im Test: BMW X1 schlägt Cupra und Renault

Plug-in-SUV im Test
BMW X1 triumphiert gegen Cupra und Renault

ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.05.2026
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Drei Plug-in-Hybrid-SUVs (Renault Rafale Hyper Hybrid E-Tech, BMW X1 xDrive 30e, Cupra Terramar VZ e-Hybrid) werden auf einem Parkplatz geladen. Zwei Personen in roten Jacken hantieren mit Ladekabeln.
Foto: ACHIM HARTMANN

Der BMW X1 30e verfügt über einen netto 14,2 kWh großen Akku, der eine elektrische Reichweite von bis zu 74 Kilometern ermöglicht. An einer 11-kW-Wallbox ist der Akku in etwa 100 Minuten vollständig geladen. Mit einer Systemleistung von 326 PS beschleunigt das SUV in 5,6 Sekunden von null auf hundert. Im Hybridbetrieb liegt der Verbrauch bei 7,3 Litern Super pro 100 Kilometer.

Der Cupra Terramar ist mit einer größeren Batterie ausgestattet, die eine nutzbare Kapazität von 19,7 kWh (brutto: 25,8 kWh) bietet. Dies ermöglicht eine elektrische Reichweite von bis zu 115 Kilometern. Zudem kann das Modell mit bis zu 50 kW Gleichstrom geladen werden, was sich für kurze Pausen auf Langstreckenfahrten eignet. Allerdings zeigen sich Schwächen bei den Übergängen zwischen Elektro- und Verbrennerantrieb sowie bei der Gewichtsverteilung.

Der Renault Rafale verwendet ein Multimode-Antriebskonzept, das mehrere Elektromotoren und einen kleinen Dreizylinder-Turbobenziner kombiniert. Seine elektrische Reichweite beträgt bis zu 90 Kilometer. Die Ladezeiten fallen jedoch länger aus: An einer haushaltsüblichen Wallbox benötigt er fast fünf Stunden für eine vollständige Ladung.

Fahrdynamik und Komfort

Im Fahrverhalten zeigt sich der BMW X1 als ausgewogen. Seine Federung sorgt für ein stabiles Fahrverhalten bei gleichzeitig akzeptablem Komfort. Die Lenkung ermöglicht ein sicheres und agiles Handling, während der Allradantrieb eine gute Traktion bietet.

Der Cupra Terramar bietet eine präzise Progressivlenkung. Bei höheren Geschwindigkeiten treten jedoch Einschränkungen auf: Das ESP greift spürbar ein, und die Traktionskontrolle arbeitet nicht immer optimal. Positiv hervorzuheben sind die Sportsitze und der Federungskomfort des adaptiv gedämpften Fahrwerks.

Der Renault Rafale punktet mit seiner Wendigkeit in städtischen Bereichen dank Allradlenkung sowie mit einer hochwertigen Innenausstattung. Der Fahrkomfort bleibt jedoch hinter den Erwartungen zurück: Unebenheiten werden nicht immer ausreichend abgefedert, und die Bremsdosierung gestaltet sich schwierig.

Alltagstauglichkeit und Kosten

Alle drei Modelle bieten Platz für Passagiere und Gepäck. Der BMW X1 verfügt über einen variabel erweiterbaren Kofferraum und eine durchdachte Bedienbarkeit, auch wenn das iDrive-System durch Touch-Bedienung ersetzt wurde.

Beim Cupra Terramar fällt die Bedienung des zentralen Touchscreens durch eine komplizierte Menüführung auf, die vom Fahren ablenken kann. Positiv sind die niedrigen Betriebskosten und die fünfjährige Garantie.

Der Renault Rafale überzeugt mit seinem Design und hochwertigen Materialien im Innenraum. Die langen Ladezeiten und die eingeschränkte Bremsperformance schränken jedoch seine Alltagstauglichkeit ein.

Fazit