Fünf Kleinwagen, fünf unterschiedliche Ansätze: Der Vergleichstest zeigt, welche Modelle in welchen Bereichen überzeugen und wo es Schwächen gibt.
Preis-Leistungs-Sieger: Dacia Sandero
Der Dacia Sandero zeichnet sich durch seinen günstigen Preis und seine Wirtschaftlichkeit aus. Mit einem Einstiegspreis von rund 13.300 Euro bietet er eine erschwingliche Option für preisbewusste Käufer. Der Einliter-Turbobenziner verbraucht im Test 5,7 Liter auf 100 Kilometer und erreicht auf der Eco-Runde 4,9 Liter. Das Platzangebot und der Kofferraum sind großzügig. In den Bereichen Komfort und Fahrdynamik gibt es jedoch Verbesserungspotenzial: Die Federung ist straff, das Handling weniger präzise.
Alleskönner: Skoda Fabia
Der Skoda Fabia überzeugt mit einem großzügigen Raumangebot, das an frühere Golf-Generationen erinnert. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Ausstattung durchdacht – von variablen Ladeböden bis hin zu praktischen Halterungen im Innenraum. Auch fahrdynamisch zeigt der Fabia gute Leistungen: Der Dreizylinder-Turbobenziner arbeitet effizient (6,1 l/100 km im Test) und das Fahrwerk bietet eine ausgewogene Kombination aus Komfort und Agilität. Ein Kritikpunkt sind die verlängerten Bremswege aufgrund der Trommelbremsen hinten.
Hyundai i20: Viel Ausstattung, wenig Dynamik
Mit einem Testwagenpreis von rund 28.920 Euro gehört der Hyundai i20 zu den teureren Modellen im Vergleich. Er bietet umfangreiche Ausstattungsmerkmale wie ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, Klimaautomatik und zahlreiche Assistenzsysteme. Das Getriebe agiert jedoch träge und beeinträchtigt die Dynamik. Die Sitze sind komfortabel und die Verarbeitung solide, doch die Fahrleistungen bleiben angesichts des Preises hinter den Erwartungen zurück.
Mitsubishi Colt: Komfortabel, aber nicht spritzig
Der Mitsubishi Colt basiert auf dem Renault Clio und bietet eine komfortable Abstimmung sowie ein ansprechendes Interieur. Mit einem Verbrauch von 6,3 Litern im Test liegt er im oberen Bereich des Vergleichs. Das Handling ist solide, der Antrieb jedoch weniger dynamisch – trotz eines gut abgestuften Sechsganggetriebes.
Opel Corsa: Tradition trifft auf Herausforderungen
Der Opel Corsa bietet innovative Matrix-Leuchten, zeigt jedoch Schwächen beim Platzangebot im Fond und beim Fahrverhalten. Das Fahrwerk und die Lenkung wirken weniger souverän. Positiv hervorzuheben sind der niedrige Verbrauch von 5,8 Litern im Test und die Leistungsentfaltung des Dreizylinders.
