Die aktuelle Rückrufaktion betrifft die Hochvoltbatterie des Ford Kuga PHEV. Ein Herstellungsfehler in einer oder mehreren Batteriezellen verursacht interne Kurzschlüsse. Diese Fehler lösen eine thermische Entlüftung der Batterie aus, die im schlimmsten Fall Brände verursacht. Betroffene Fahrzeuge zeigen im Fehlerfall die Warnmeldung "Stop Safely Now" im Kombiinstrument an. Trotz des Problems funktionieren die 12-Volt-Zubehörgeräte, die Lenkung und die Bremssteuerung weiterhin.
Betroffene Fahrzeuge und Zahlen
In Deutschland sind 56.040 Fahrzeuge betroffen. Weltweit beläuft sich die Zahl auf 166.989 Einheiten. Die betroffenen Modelle entstanden zwischen dem 2. August 2019 und dem 28. November 2023. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht die Rückrufaktion unter der Referenznummer 15919R. Bisher meldeten Nutzer sieben Vorfälle, die glücklicherweise ohne Unfälle oder Personenschäden ausgingen.
Handlungsempfehlungen für Halter
Ford rät Haltern der betroffenen Fahrzeuge, die Hochvoltbatterie nicht über 80 Prozent zu laden und ausschließlich den Standardmodus "Auto EV" zu nutzen. Dieser Modus sorgt dafür, dass das Fahrzeug primär mit dem Benzinmotor fährt. Eine Hotline unter der Nummer 0221 – 9999 2999 bietet betroffenen Kunden weitere Informationen. Sobald eine technische Lösung verfügbar ist, informiert Ford die Halter und bittet sie, einen Termin in einer Ford-Werkstatt zu vereinbaren.
Rückrufhistorie des Ford Kuga PHEV
Der aktuelle Rückruf ist nicht der erste, der den Ford Kuga PHEV betrifft. Bereits 2020 traten Probleme mit der Hochvoltbatterie auf, die zu einem vollständigen Ladestopp führten. Damals tauschte Ford die betroffenen Batterien komplett aus. Auch in den Folgejahren rief Ford das Modell immer wieder zurück, um Softwareprobleme und mechanische Defekte zu beheben. Diese Serie von Problemen beeinträchtigte das Vertrauen vieler Kunden in das Modell.
Perspektive und Ausblick
Ford arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an einer Lösung des aktuellen Problems. Ingenieure entwickeln ein Software-Update für das Batteriesteuergerät, das gefährliche Abweichungen in den Zellen erkennt. Stellt das System einen Fehler fest, tauscht Ford das gesamte Batteriepaket aus. Das Unternehmen plant, die Lösung bis Mitte 2026 bereitzustellen. Bis dahin bleibt Haltern nichts anderes übrig, als die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen.





