Andrea Kimi Antonelli hat in Montreal ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Der Mercedes-Youngster gewann auch den Kanada-Grand-Prix und machte damit seinen vierten Formel-1-Sieg in Folge perfekt. Eine solche Serie hat es in der Königsklasse bislang nicht gegeben.
Der Weg zum Erfolg war allerdings alles andere als gemütlich. Über weite Strecken entwickelte sich ein heißes teaminternes Duell mit George Russell. Doch in Runde 30 war Russells Rennen abrupt beendet. Ein technischer Defekt zwang den Briten zum Ausrollen, und ebnete Antonelli den Weg, die Kontrolle endgültig zu übernehmen. In der WM-Wertung hat sich das Duell damit deutlich verschoben: Russell fehlt nach Kanada bereits ein Polster von 43 Punkten auf den 19-jährigen Italiener.
Hinter dem Sieger sorgte Lewis Hamilton für das Ferrari-Highlight des Wochenendes. Platz zwei war sein bestes Saisonresultat. Dabei wurde aber deutlich, woran es bei Ferrari hapert: Auf den Geraden mangelt es weiterhin an Power beim Verbrenner. Das machte sich besonders im Vergleich zu Max Verstappen bemerkbar, der mit dem Red Bull immer wieder herankam, obwohl Hamilton in den Kurven deutliche Vorteile hatte.
Einen bitteren Nachmittag erlebten dagegen McLaren und Audi. Ihre Entscheidung vor dem Start ging nach hinten los. Aus Sorge vor zunehmendem Regen setzten beide Teams auf Intermediates, doch die Bedingungen gaben diese Wahl nicht her. Vor allem Lando Norris und Oscar Piastri, die von den Positionen drei und vier ins Rennen gegangen waren, verloren dadurch früh jede realistische Chance auf ein Spitzenergebnis. Bei Piastri wurde es kurz darauf noch schlimmer. Der Australier räumte Alexander Albon im Williams ab und kassierte eine Zehn-Sekunden-Strafe. Teamkollege Norris musste in Runde 39 seinen MCL40 mit Getriebeproblemen abstellen.






