Ferrari V12 neu gedacht: Y‑Form mit zwei Kurbelwellen

47 Sek. 25.03.2026
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Ferrari V12 neu gedacht: Y‑Form mit zwei Kurbelwellen

Ferrari hat beim USPTO ein Patent für einen Zwölfzylindermotor angemeldet, der die klassische V‑Anordnung (60 bis 180 Grad Bankwinkel) aufbricht. Im Mittelpunkt stehen zwei getrennte Sechszylinderbänke, die unabhängig arbeiten: Jede Bank besitzt eine eigene Kurbelwelle, setzt auf Vierventiltechnik und jeweils einen Turbolader – konzeptionell eher zwei Reihen‑Sechser als ein traditioneller V12.

Die Motorblöcke stehen in etwa 45 Grad zueinander. Vorn öffnet sich das "V", nach hinten laufen die Schenkel zusammen; von oben ergibt sich eine Y‑Form. Verbunden sind die Aggregate über eine oben geführte Abgasanlage: Beide Abgasstränge münden per Klappensteuerung in ein gemeinsames Endrohr. Zusätzlich sind Kühl- und Schmierkreisläufe gekoppelt, um einen abgeschalteten Verbrenner warmzuhalten und Emissionen beim Wiederstart zu senken.

Auch das Packaging spielt eine Rolle: Das Layout soll Aerodynamik und Bauraum eines Sportwagens unterstützen – vorne breit, am Heck schlank, mit mehr Freiraum für die Karosserieform. Der Motor kann weiter nach vorn rücken, was Schwerpunkt und Platz fürs Fahrwerk begünstigt; genannt werden liegend angeordnete Dämpfer.

Entscheidend: Die Sechszylinder treiben die Räder nicht direkt an. Das Patent beschreibt einen seriellen Hybrid mit Generatoren an jedem Motor. E‑Motoren übernehmen den Vortrieb über ein Getriebe mit festem Übersetzungsverhältnis; Mehrgangbox oder Kupplung sind nicht vorgesehen. Der Hubraum bleibt offen.

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