Ferrari hat beim USPTO ein Patent für einen Zwölfzylindermotor angemeldet, der die klassische V‑Anordnung (60 bis 180 Grad Bankwinkel) aufbricht. Im Mittelpunkt stehen zwei getrennte Sechszylinderbänke, die unabhängig arbeiten: Jede Bank besitzt eine eigene Kurbelwelle, setzt auf Vierventiltechnik und jeweils einen Turbolader – konzeptionell eher zwei Reihen‑Sechser als ein traditioneller V12.
Die Motorblöcke stehen in etwa 45 Grad zueinander. Vorn öffnet sich das "V", nach hinten laufen die Schenkel zusammen; von oben ergibt sich eine Y‑Form. Verbunden sind die Aggregate über eine oben geführte Abgasanlage: Beide Abgasstränge münden per Klappensteuerung in ein gemeinsames Endrohr. Zusätzlich sind Kühl- und Schmierkreisläufe gekoppelt, um einen abgeschalteten Verbrenner warmzuhalten und Emissionen beim Wiederstart zu senken.
Auch das Packaging spielt eine Rolle: Das Layout soll Aerodynamik und Bauraum eines Sportwagens unterstützen – vorne breit, am Heck schlank, mit mehr Freiraum für die Karosserieform. Der Motor kann weiter nach vorn rücken, was Schwerpunkt und Platz fürs Fahrwerk begünstigt; genannt werden liegend angeordnete Dämpfer.
Entscheidend: Die Sechszylinder treiben die Räder nicht direkt an. Das Patent beschreibt einen seriellen Hybrid mit Generatoren an jedem Motor. E‑Motoren übernehmen den Vortrieb über ein Getriebe mit festem Übersetzungsverhältnis; Mehrgangbox oder Kupplung sind nicht vorgesehen. Der Hubraum bleibt offen.






