Tesla Model Y, Exterieur Hans-Dieter Seufert
Tesla Model Y, Exterieur
Tesla Model Y, Interieur
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Tesla Model Y, Exterieur 17 Bilder

Tesla Model Y Beschleunigungs-Boost

Bessere Beschleunigung für 2.000 Dollar

Tesla bietet US-Kunden ein Update für Model-Y-Kunden, das die Beschleunigung des SUV verbessert.

Tesla stattet seine Fahrzeuge mit Funktionen aus, die sich teilweise nur gegen Geld freischalten lassen. Wer beispielsweise das Assistenz-Paket nicht kauft, kann es später hinzuordern – die nötige Hardware ist von Anfang an im Auto vorhanden. Auch Batteriekapazitäten hat Tesla bereits per drahtlos aufgespielter Software freigeschaltet und wieder gesperrt. Jetzt bietet der amerikanische Elektroauto-Hersteller für US-Kunden des zweimotorigen Model Y ein kostenpflichtiges Update, das die Beschleunigungszeit verbessert.

Tesla Model Y, Exterieur
Hans-Dieter Seufert
Tesla liefert das Model Y noch nicht in Deutschland aus - in den USA können Kunden jetzt gegen Aufpreis die Beschleunigungszeit des Elektro-SUV senken.

Deutliche Verbesserung

Nur noch 4,3 statt 4,8 Sekunden soll der Spurt von 0 auf 97 km/h (60 Meilen pro Stunde) nach dem Update dauern. Das Freischalten des Potentials kostet 2.000 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 1.711 Euro) und erfordert als Basis mindestens die Software-Version 2020.36. Dass es die Möglichkeit zur Freigabe von noch mehr Beschleunigungsleistung gibt, hatten Hacker schon vorher entdeckt – ein US-Software-Tuner bietet des Freischalten deshalb auch für einen geringeren Betrag an. Allerdings sperrt Tesla diese fremden Freischaltungen immer wieder.

Tesla Model 3 (2019)
Tesla
Das Model Y basiert auf dem Model 3 (Bild), für das es das Beschleunigungs-Software-Update schon gibt.

Performance light

Ein ähnliches Update hat Tesla bereits für das Model 3 angeboten. Da das Model Y auf dem Model 3 basiert, ist die neue Update-Möglichkeit keine Überraschung. Die kostenpflichtige Option soll dem Fahrer eine Art Model Y Performance light bieten: Die Performance-Variante kostet in den USA 10.000 Dollar (8.553 Euro) mehr, bietet aber über eine andere Software (inklusive einer höheren Höchstgeschwindigkeit) hinaus noch größere Räder, kräftigere Bremsen und ein abgesenktes Fahrwerk.

Das Model Y lässt sich in Deutschland zwar vorbestellen, Auslieferungen gibt es aber noch nicht. Ob Tesla der heimischen Kundschaft später auch dieses Update anbietet, und wenn ja, zu welchem Preis, ist noch nicht bekannt.

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Ja, so funktioniert Geldverdienen nun mal in der modernen Software-Wirtschaft.
Nein, ich fühle mich dabei vom Hersteller, der von mir lebt, finanziell ausgenommen.

Fazit

Tesla zeigt, wie man auf einem modernen Markt Geld verdient: Das volle Potential der bereits vom Kunden gekauften Technik gibt es nur gegen Aufpreis. Das muss man nicht mögen und wer es nicht mag, muss es auch nicht mitmachen.

Fraglich ist, ob Tesla als softwareorientierter Autohersteller auch noch andere unangenehme Eigenheiten der Software-Branche übernimmt: Tesla-Kunden befürchten seit langem, dass sie in naher Zukunft bestimmte Funktionen ihres Fahrzeugs nur noch mieten können und somit permanent dafür bezahlen müssen. Sollte sich der Markt in diese Richtung entwickeln, hat die bisher abgeschlagene Konkurrenz möglicherweise einen Hebel, es besser zu machen.

Tesla Model Y
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