Porsche 911 Langstrecke/Rallye Dino Eisele
Dangel 812 Sport-Prototyp
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Dangel 812 Sport-Prototyp 19 Bilder

Einstieg in den historischen Motorsport

Porsche 911 - der Wagen für Rennstrecke, Rallye und Alltag

Am vertrautesten erscheint natürlich der 1965er Porsche 911 - mit einem Preisschild von 65.000 Euro gleichzeitig das teuerste Gefährt des Trios.

Für den Gegenwert eines praktisch nackten Cayman S gibt es hier allerdings auch jede Menge Technik und Zubehör sowie ein Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten.

Ob Alltag oder Rennstrecke - der Porsche 911 macht alles klaglos mit

Das beginnt mit der im Lieferumfang enthaltenen, leisen Auspuffanlage und damit verbundener Straßenzulassung: Wer möchte, kann mit dem mintgrünen Renn-Elfer jeden Tag den Nachwuchs zur Schule fahren oder die Gattin zum Einkaufen schicken - keine Bange, die Mechanik ist erwiesenermaßen robust.

Weil das spartanische und mit dem von der FIA vorgeschriebenen Überrollkäfig ausgestattete Cockpit zudem über einen zweiten Rennsitz samt Gurten, einen Wegstreckenzähler (Retro-Trip) sowie eine Intercom-Helmanlage verfügt, lässt sich der Porsche auch bei Rallyes einsetzen: Zulässig ist praktisch das gesamte Spektrum von der Flatterschalfahrt um den Kirchturm über engagierte Gleichmäßigkeitsveranstaltungen und böse Langstreckenrallyes bis hin zu Europameisterschaftsläufen auf Bestzeit.

Pokalsammler - der Porsche 911 ist ein Siegertyp

Das bevorzugte Revier aber ist natürlich die Rundstrecke, wo der Wagen seit dem Aufbau als Rennauto 1993 unter verschiedenen Fahrern regalweise Pokale eingefahren hat. "1998 beispielsweise hat Armin Zumtobel damit die GTM gewonnen, 2006 haben Paul Bender und Max Schell den Gesamtsieg des FHR-Langstreckencup geholt", sagt Verkäufer Peter Gollais von Royal Falcon Classic Cars.

Für den künftigen Besitzer wurde der Porsche noch einmal gründlich auf Vordermann gebracht: "Das Auto hat eine komplette technische Revision bekommen", erklärt Gollais, "unter anderem wurden der Motor gewartet, die Vergaser gereinigt und die Fahrwerksbuchsen erneuert."

Klingt Vertrauen erweckend, also los auf den kleinen Kurs. Der einst vom norddeutschen Motorenspezialisten Manfred Rugen aufgebaute Zweiliter-Sechszylinder erwacht mit diesem wütenden Schrei, der einem auch nach hunderten von Malen noch einen Schauer über den Rücken jagt. Einmal warmgefahren überrascht er mit einem extrem breiten nutzbaren Drehzahlband: Bis 4.500 Touren ist zum Einkaufen, darüber dreht der Boxer blitzartig bis 7.500, wo ziemlich genau 200 PS die rennfertigen 1.002 Kilogramm vehement aus der Kurve schieben.

Das Fünfganggetriebe lässt sich sauber schalten, die Bremsanlage ist zwar kraftaufwendig, aber fein dosierbar. Das Fahrwerk ist für die Langstrecke recht weich abgestimmt, wodurch sich der Porsche trotz des kurzen Radstands überaus gutmütig gibt. Insgesamt macht dieser Renn- Elfer genau das, was er soll - und vor allem macht er Spaß.

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