Citroen C3 Aircross 2017 Fahrbericht Peugeot
Citroen C3 Aircross 2017 Fahrbericht
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Citroen C3 Aircross 2017 Fahrbericht 13 Bilder

Citroen C3 Aircross

Unterwegs mit dem neuen Kompakt-SUV

Mit dem C3 Aircross will Citroën die Mini-SUV-Klasse aufmischen. Das Rezept dazu: Individualität und Fahrspaß. Ob das klappt, klärt der Fahrbericht, wir waren mit zwei Motorisierungen unterwegs.

Bei den kompakten SUV der 4,2-Meter-Klasse herrscht gerade Goldgräberstimmung, die Hersteller drängeln sich um die abgesteckten Claims. Wer da wie Citroën ziemlich spät dahergeritten kommt, muss sich schon anstrengen, um auch in der ersten Reihe mitspielen zu dürfen. Deshalb lautet das Rezept beim neuen C3 Aircross vor allem: Individualität. Dass es da mit ein paar peppigen Farbkombinationen (es gibt über 80) alleine nicht getan ist, scheint klar. Und so besinnen sich die Franzosen auf ihre alten Stärken, bei Design und technischer Umsetzung in andere Richtungen zu denken.

Anbauteile im SUV-Look

Schürzenverkleidungen mit Unterfahrschutz-Look, schwarze Radhausverbreiterungen – wie man einen Pkw als SUV verkleidet, ist inzwischen bekannt. Beim C3 Aircross hat Citroën die Schminke noch etwas dicker aufgetragen, verzichtet aber auf die charakteristischen Airbumps des C4 Cactus. Damit ist das Thema Offroad im Prinzip abgehandelt, denn weder die geringe Bodenfreiheit (175 Millimeter) noch der ausschließlich erhältliche Frontantrieb sprechen dafür, nennenswerte Ausflüge abseits befestigter Wege zu wagen. In der Optionsliste gibt es zwar noch eine 890 Euro teure Möglichkeit, mittels der „Grip Control“ getauften Traktionskontrolle verschiedene Fahrprogramme vorzuwählen. Doch das bringt letztendlich nur sehr begrenzten Mehrwert, wenn die Straßen enden und dürfte wohl auch bei den wenigsten Kunden auf der Einkaufsliste stehen. In der Optionsliste austoben darf man sich als künftiger C3 Aircross-Fahrer dennoch, schon die Klimaanlage kostet Aufpreis.

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Je nach Wunsch des Kunden bringt der Aircross auch innen viel Farbe ins Spiel.

Als designierter Nachfolger des C3 Picasso betont der Aircross das Thema Minivan. Zu spüren ist das bei der ansehnlichen Kopffreiheit, aber auch bei der Variabilität der Sitzkonfiguration. Um 15 Zentimeter lässt sich die Rücksitzbank verschieben (ab Ausstattung Feel), die umklappbare Beifahrerlehne erlaubt eine durchgehende Ladungslänge von 2,4 Metern, damit lässt sich beim nächsten Ikea-Besuch einiges anfangen. Im Bestreben, vorgestanzte Normen zu verlassen, sind die Innenraum-Gestalter teilweise über das Ziel hinausgeschossen. Die schicke Formensprache mit extravaganten Details (die Lüfterdüsen!) hat ein paar Ungereimtheiten zu bieten. An Stelle des Handbremshebels im Bratpfannenformat hätte eine zusätzliche Ablage mehr Praxisnutzen, die Bedienung der Klimatisierung über ein Untermenü des Touchscreens führt gleichfalls nicht zu ständigem Jubel.

C3 Aircross ist ein Kurventalent

Und wo wir gerade beim Nörgeln sind: Selten hat man konturlosere Sitze erlebt, die Schaumstoffmöbel, egal ob in der ersten oder zweiten Reihe, lassen die Passagiere bei Kurvenfahrt haltlos durch die Kabine purzeln. Was ein bisschen schade ist, denn Kurve kann der C3 Aircross richtig gut. Auf eine nennenswerte Rückmeldung der Lenkung muss zwar verzichtet werden, doch die Präzision lässt kaum etwas zu wünschen übrig. Gemeinsam mit dem gut abgestimmten Fahrwerk, das einen feinen Spagat zwischen straffer Kurvenlage und guter Federung hinlegt, ist bei engagierter Fahrweise ordentlich Musik drin. Das Vorurteil von der schaukeligen Sänfte aus Frankreich kann man komplett zu Grabe tragen.

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Viel SUV-Verkleidung, doch echte Geländetalente hat der Aircross nicht.

Starker Diesel und mittlerer Benziner, unsere Auswahl beim ersten Aufeinandertreffen mit dem C3 Aircross. Der Dreizylinder-Benziner mit 110 PS fand sich in der (empfehlenswerten, kostet 1.500 Euro) Kombination mit dem sechsstufigen Automatikgetriebe ein. Das setzt den Turbomotor gut in Szene, arbeitet ruckfrei und nachvollziehbar. Der Aircross fühlt sich damit beileibe nicht untermotorisiert an, sondern kann flott bewegt werden. Wer auch in heutigen Zeiten lieber dieselt, bekommt mit dem per Adblue gereinigten 1,6-Liter-Diesel eine ebenfalls stimmige Motorisierung.

Der Benziner ist die beste Wahl

Doch gerade der Diesel könnte von einem Automatikgetriebe stark profitieren, das ist jedoch nicht im Angebot. Denn die Abstufung der Sechsgang-Schaltung ist etwas grob gerastert, speziell zwischen dem zweiten und dritten Gang klafft eine spürbare Lücke, weshalb man sich in diesem Bereich auf hohe Drehzahl, wenig Durchzug oder sehr häufiges Schalten einstellen muss. Dass der Hebel ziemlich knorpelig und undefiniert durch die Schaltgasse zu wuppen ist, macht diesen Umstand nicht schöner. So bleibt der Dieselmotor eine Empfehlung für häufigere Langstreckenfahrten, ansonsten ist der kleine Turbobenziner mit Automatik die harmonischere Lösung für den Alltag.

Der neue Citroën C3 Aircross kann auf der Hersteller-Homepage bereits konfiguriert und beim Händler bestellt werden. Die Auslieferung beginnt im November.

Fazit

Der C3 Aircross ist eine interessante Bereicherung bei den Kompakt-SUV, bietet für seine Größe erstaunlich viel Platz und Wandlungsfähigkeit. Kurvenfreude kommt ebenfalls auf und der Reisekomfort nicht zu kurz. Die Preise sind jedoch selbstbewusst, viele Nettigkeiten kosten extra.

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Die Citroën-Modell-Offensive im SUV-Segment geht weiter.

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