Hyundai i20 (2020) Hyundai
Hyundai i20 (2020)
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Hyundai i20 (2020)

Ein Kleinwagen wird erwachsen

Nach sechs Jahren Laufzeit steht beim Hyundai i20 der nächste Modellwechsel an. Die Neuauflage soll ab Herbst in der Polo-Klasse ganz oben mitspielen. Erste Fahrt im Vorserienauto.

Den neuen i20 muss man nicht an Details wie einer geänderten Leuchtengrafik identifizieren: Ein Blick genügt, der Nachfolger für den aktuellen, seit 2014 produzierten Vorgänger ist rundum als neues Modell erkennbar. Aber auch als Vorserienauto?

Völlig ungetarnt präsentiert er seine Frontpartie mit direkt an den Kühlergrill angrenzenden Scheinwerfern – typisch für alle künftigen Autos der Marke. Oder das Heck mit per Reflektorband verbundenen Rückleuchten, die weit um die Ecke reichen, und den Flanken mit den kräftigen Lichtkanten. Verpackt in subtil geänderten Proportionen – kaum länger, dafür etwas breiter und flacher –, was den i20 dynamischer erscheinen lässt.

Cockpit wird digitaler, Bedienung nicht besser

Das sieht schon alles so aus wie zur Markteinführung Anfang Oktober. Innen hingegen fällt der Blick überall auf glatte Kunststoffoberflächen, denen noch die endgültige Prägung fehlt – also doch Vorserienstand. Doch für den ersten Fahreindruck spielt das keine Rolle. Platz nehmen, Sitz und das neue Vierspeichenlenkrad in Position bringen – das passt. Der Blick fällt auf zwei 10,25 Zoll große Displays. Sie harmonieren gut mit dem modernen Ambiente, verbessern die Bedienung aber keineswegs in allen Belangen. Klarer Fortschritt: Das Smartphone koppelt sich nun auch kabellos per Apple Carplay oder Android Auto mit dem Infotainment.

Hyundai i20 (2020)
Hyundai
Cockpit mit zwei 10,25 Zoll große Displays.

Praktische Ablagen gibt es hingegen reichlich. Große Mitfahrer spüren nur auf den Fondsitzen, dass der i20 über zwei Zentimeter flacher wurde. Zuwachs gibt es im Kofferraum, in den nun 351 statt vorher 326 Liter Gepäck passen. Vorne unter der Haube stecken ausschließlich drei bekannte Benziner mit 84 bis 120 PS. Dieselmotoren bietet Hyundai im i20 nicht mehr an. Neu ist das 48-Volt-Hybridsystem. Es ist beim stärkeren der beiden Dreizylinder-Turbos stets an Bord. Sofern nicht das Doppelkupplungsgetriebe verbaut ist, koppelt eine elektronisch geregelte Kupplung den Motor im Schubbetrieb automatisch ab, ohne dass der Fahrer aufs Pedal tritt.

Gute Fortschritte bei Handling und Komfort

Im unserem Vorserienauto steckt die 100 PS-Variante ohne Mildhybrid. Der knurrige Dreizylinder treibt den Hyundai nach kurzem Zögern zügig voran. Lenkung, Schaltung und Fahrwerk reagieren erfreulich präzise, erinnern an Fiesta und Co. Auf kurvigen, renovierungsbedürftigen Landsträßchen lässt sich das Fahrwerk nicht aus der Ruhe bringen und federt selbst grobe Unebenheiten gelassen weg.

Auch beim Assistenz-Angebot orientiert sich der i20 an der Golf-Klasse. Neu sind etwa der aktive Querverkehrswarner am Heck, die automatische Bremsfunktion der Einparkhilfe hinten oder der navigationsbasierte Adaptiv-Tempomat. Manche Helfer wie der Fernlichtassistent zählen bereits zum Basisumfang. Trotzdem soll der Neue nicht mehr kosten, der Einstieg mit 84 PS auf Vorgänger-Niveau liegen. Der startet bei knapp 14.000 Euro.

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Abgesehen von den kompakten Abmessungen fühlt sich der neue i20 schon ausgesprochen erwachsen an. Beim ersten Fahreindruck mit dem Vorserienauto überzeugen vor allem das ausgewogene Zusammenspiel von Lenkung und Fahrwerk sowie der gute Komfort.

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