Suzuki S-Cross Facelift 2022 Fahrbericht Suzuki
Suzuki S-Cross Facelift 2022 Fahrbericht
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Suzuki S-Cross Facelift 2022 Fahrbericht 20 Bilder
SUV

Neuer Suzuki S-Cross (2022) im ersten Test

Suzuki S-Cross (2022) im Fahrbericht Neuer Kompakt-SUV von Suzuki im ersten Check

Suzuki bringt eine neue Generation des S-Cross mit mehr SUV-Look. Jetzt konnten wir den SX4-Nachfolger erstmals fahren.

Kontinuität war, so liest man, schon dem ehrwürdigen Philosophen Aristoteles ein wichtiges Anliegen. Und diesem folgt Suzuki schon immer mit großer Konsequenz, entwickelt bestehende Baureihen weiter, statt revolutionäre Neuauflagen auf den Markt zu werfen. Der neue S-Cross ist ein schönes Beispiel hierfür. Seine Ahnenreihe geht zurück auf den SX4 aus dem Jahr 2006, dessen interessantes Design mit der hohen Kabine und der niedrigen Nase für einen eher verhaltenen Verkaufserfolg in Europa sorgte.

Eher großes Facelift als neue Generation

Fortentwickelt zum größeren, aber gestalterisch ähnlich herausfordernden SX4 S-Cross übernahm dieses Modell 2013 den Staffelstab, bekam dann 2016 eine Nasenkorrektur und zu guter Letzt einen modernisierten 1,4-Liter-Benziner unter die Haube. Was nun im Modelljahr 2022 zu den Suzuki-Händlern rollt, wird von Suzuki zwar als "neue Generation" bezeichnet, basiert aber weiterhin (Stichwort Kontinuität) auf dem bisherigen Modell.

Dafür blieb jedoch bei der Karosserie kein Stein auf dem anderen, was im Hinblick auf die Optik durchaus keine schlechte Idee war. Mit einer weiter nach oben gezogenen Front, den kräftiger konturierten Radhäusern, dem großen Kühlergrill und den robust wirkenden Anbauteilen sowie den markanten Leuchten an Front und Heck zieht nun das heute so beliebte SUV-Design auch beim S-Cross ein, der ab sofort auch auf das vorangestellte "SX4" verzichtet, um sich in der Nomenklatur von den Vorgängern abzunabeln.

Die Abmessungen des neuen S-Cross entsprechen dem Vorgänger auf den Millimeter, gleiches gilt für den Radstand. Auch die bisherige Maschine hat wurde in den neuen S-Cross übernommen, ein "Boosterjet" getaufter 1,4-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung und Turbolader, der es auf 129 PS bringt. Mit 48 Volt-Mildhybridtechnik erreicht der Vierzylinder ein maximales Drehmoment von 235 Newtonmeter.

Viele neue Assistenzsysteme

Bei den Assistenz- und Komfortsystemen hat sich hingegen einiges getan. Der neue Suzuki S-Cross kann unter anderem mit einem 360-Grad-Kamerasystem bestellt werden, es gibt einen adaptiven Tempomat mit Stauassistent, Verkehrszeichenerkennung und einen Ausparkassistenten. Außerdem ist die Smartphoneanbindung über Apple Carplay und Android Auto kabellos möglich.

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Suzuki
Bis auf das neue Multimediasystem auf dem Armaturenbord bleibt die Gestaltung des Cockpits weitgehend gleich.

Zu sehen bekommt man von der neuen Technik nur wenig, denn im Innenraum waren die Umbaumaßnahmen zurückhaltender als außen. Wichtigstes Detail ist das neue Multimediadisplay, das je nach Ausstattungslevel in sieben oder neun Zoll Bildschirmdiagonale zum Einsatz kommt und nun auf das Armaturenbord aufgesetzt ist. Neu ist außerdem das Design der Analoginstrumente, die mit einem integrierten Farbdisplay (Serie in allen Varianten) aufwarten. Der Rest der Interieurgestaltung und -möblierung entspricht dem bisherigen Modell.

Kaum Extras auswählbar

Zur ersten Ausfahrt trat der Suzuki S-Cross in der Vollausstattung an. Der Comfort+ getaufte Ausstattungsumfang ist stets mit dem Allgrip-Allradsystem kombiniert, der dem S-Cross eine Sonderstellung in seiner Klasse garantiert – bei vielen Wettbewerbern ist der für SUV eigentlich sinnstiftende Allradantrieb nicht zu haben. Zwei Aufpreis-Extras gibt es für den S-Cross Comfort+: Das Automatikgetriebe mit sechs Gängen kostet 1.500 Euro zusätzlich, Metallic-Lack kommt auf 600 Euro extra. Ansonsten ist alles an Bord, was es an Features zu verbauen gibt, unter anderem das Panorama-Glasschiebedach, Leder-Imitat auf den Sitzen und ein 360-Grad-Kamerasystem.

Mit seinen 129 PS zählt der S-Cross nicht zu den Leistungsmonstern unter den Kompakt-SUV. Dank des verhältnismäßig geringen Gewichts (1.385 Kilo in der Endausbaustufe mit Allradantrieb und Automatik) geht es dennoch ausreichend zügig vorwärts, auch wenn er beim Ampelduell oft zweiter Sieger bleibt. Hohe Kraftanforderung quittiert der Vierzylinder mit kräftiger Brummerei, während sich die Wind- und Abrollgeräusche im Rahmen halten.

Suzuki S-Cross Facelift 2022 Fahrbericht
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Relatives Alleinstellungsmerkmal: Allradantrieb haben in dieser Klasse nur wenige Wettbewerber zu bieten.

Charakterlich passend zeigt sich die Lenkung des Suzuki S-Cross, die rückmeldungsarm, aber zielgenau arbeitet. Der durchaus passable Federungskomfort zeigt Abstimmungslücken bei langsamer Fahrt, wo der Wagen etwas unbeholfen über Unebenheiten rumpelt. Während die Bedienung insgesamt problemfrei gelingt und bis auf das Multimediasystem auf die modischen, aber haptisch fragwürdigen Touch-Schalter anderer SUV-Hersteller verzichtet wird, ist das neue Instrumentendesign nicht ganz überzeugend. Bei starker Sonneneinstrahlung sind die Ziffern und Markierungen auf dem grauen Hintergrund schlecht zu erkennen, das konnte der Vorgänger besser.

Ford Puma ST, Hyundai Kona 1.6, VW T-Roc 2.0, Exterieur
Tests

Beim Raumangebot entspricht der S-Cross auf den vorderen Plätzen dem Klassendurchschnitt, die recht komfortablen Sitze könnten allerdings etwas mehr Seitenhalt vertragen. Etwas beengt geht es auf den Rücksitzen zu, wo die Beinfreiheit für Erwachsene nur ausreicht, wenn die vorderen Passagiere ihre Sessel ein wenig nach vorne bewegen. Relativ mager ist dagegen die Kopffreiheit in Reihe Zwei, eine Folge des Panoramadachs – das lässt sich allerdings beim Comfort+ nicht abwählen, sondern ist immer verbaut. Schon bei moderater Leibeshöhe von 1,8 Metern sorgt das für Kopfkontakt am Dachhimmel, das können andere in dieser Klasse besser.

Suzuki S-Cross 2022: Die Preise

Die Preisgestaltung des neuen Suzuki S-Cross wirkt auf den ersten Blick selbstbewusst, mit 36.040 Euro steht die von uns gefahrene Topversion inklusive Allrad und Automatik in der Liste. Allerdings muss dabei auch der schon im Basismodell hohe Ausstattungsumfang berücksichtigt werden, los geht es bei 29.290 Euro für das Modell mit Frontantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe. Ein Vergleichbar durchkonfigurierter VW T-Roc liegt da bei 33.900 Euro und fährt mit dem schwächeren Einliter-TSI und 110 PS vor. Wer lieber noch auf den Vollhybrid-Antrieb warten möchte, der für die zweite Jahreshälfte angekündigt ist, kann von rund 1.000 Euro Aufpreis gegenüber dem vergleichbaren Automatikmodell des S-Cross ausgehen.

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Fazit

Der neue Suzuki S-Cross bleibt beim Grundgerüst bei der bewährten Basis des Vorgängers, tritt optisch aber dank der umfangreichen Neugestaltung der Karosserie deutlich selbstbewusster im modernen SUV-Look an. Die Auswahl wird den Kunden dabei recht einfach gemacht: Ein Motor für alle, zwei Auststattungslinien, Aufpreis-Extras gibt es praktisch keine. Der verfügbare Allradantrieb, mit dem tatsächlich auch einmal kleinere Offroadausflüge, aber auch schwierige winterliche Verhältnisse gemeistert werden können, ist ein gewisses Alleinstellungsmerkmal in dieser Klasse. Der S-Cross fährt im guten Sinne unspektakulär und komfortabel, könnte innen aber etwas mehr Platz bieten.

Technische Daten

Suzuki S-Cross 1.4 Boosterjet Hybrid ALLGRIP Comfort+
Grundpreis 36.040 €
Außenmaße 4300 x 1785 x 1580 mm
Kofferraumvolumen 430 l
Hubraum / Motor 1373 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 95 kW / 129 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 195 km/h
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