F1 Concept 2017 - Piola Animation Piola Animation
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F1 Concept 2017 - Piola Animation 30 Bilder

Formel 1-Auto für 2017

Erste Infos & Abmessungen

Die Formel 1-Ingenieure basteln am Auto für 2017. Es soll schneller, aggressiver und schwerer zu fahren sein. Die Basis ist ein Entwurf von Red Bull. auto motor und sport hat exklusive Daten und Abmessungen der F1-Renner der Zukunft.

Der Auftrag der Strategiegruppe der Formel 1 an die Ingenieure war deutlich: Wir wollen 2017 ein Auto, das um 5 Sekunden schneller ist, aggressiver aussieht und schwieriger am Limit zu fahren ist. Seit der letzten Sitzung der FIA, der FOM und der Top-Teams am 1.Juli kam noch ein Auftrag dazu. Es soll im Verkehr nicht so dramatisch Abtrieb verlieren, damit Überholen wieder einfacher wird.

Die Formel 1-Konstrukteure nahmen ihre Aufgabe schon im Dezember 2014 in Angriff. Zunächst ging es um das Konzept und die Abmessungen. Ferrari, Red Bull und McLaren reichten Vorschläge ein. Der Red Bull-Entwurf hat sich durchgesetzt. Das war die Basis.

Ab dann ging es an die Detailarbeit. auto motor und sport hat das Konzept bereits gesehen, sich in Technikerkreisen umgehört und aus Aufzeichnungen und unserem Gedächtnisprotokoll von Spezialist Giorgio Piola das Auto zeichnen lassen, das 2017 der Formel 1 ein neues Gesicht geben soll.

Formel 1-Auto für 2017 mit 45 Zentimeter-Schlappen

Die Studie ist noch nicht endgültig. Details wie Freiheiten bei Leitblechen oder Finnen auf der Bodenplatte standen bis Anfang Juli noch gar nicht fest. Die Forderung, dass die Autos nicht so sensibel auf Turbulenzen reagieren dürfen, wird im Bereich des Frontflügels und des Unterbodens auch noch deutliche Modifikationen nach sich ziehen.

Die Technikdirektoren wurden aufgefordert, bis zum GP Ungarn Lösungen anzubieten. "Es geht dahin, dass der Frontflügel einfacher wird und weniger zum Gesamtabtrieb beiträgt, der Unterboden dafür mehr", verrät ein Ingenieur.

Bei den groben Abmessungen wird sich zum Urkonzept von Red Bull nicht mehr viel ändern. Die 2017er Autos werden 2 Meter breit sein. Die Hinterreifen wachsen in der Breite von 32,5 auf 45 Zentimeter. Parallel dazu wird sich auch der Durchmesser der Reifen von 66 auf 70 Zentimeter vergrößern. Von Änderungen an der Felgengröße ist zunächst keine Rede. Die Seitenkästen dürfen am Kühleinlass 1,80 Meter breit sein. Nach hinten sollen sie sich verjüngen.

Der Frontflügel soll sich der neuen Gesamtbreite auf 1,85 Meter Breite anpassen. Als Bodenfreiheit waren 7,5 Zentimeter geplant. Kein Teil des Flügels darf höher als 27,5 Zentimeter sein, so dass man in der Höhe für Hauptelement und Flaps 20 Zentimeter Spielraum hat.

Auch die Endplatten sollen eingeschränkt werden. Sie dürfen höchstens 100 Zentimeter vor der Vorderachse beginnen und müssen spätestens 45 Zentimeter vor der Vorderachse aufhören. Wie gesagt: In diesem Bereich sind noch Retuschen möglich.

Der Heckflügel wird wieder breiter und niedriger. Er wächst in der Breite von 75 Zentimeter auf einen Meter. Die oberen Elemente müssen in einer Höhe von 60 bis 80 Zentimeter montiert sein. Die Flügelfläche darf im Profil maximal 35 Zentimeter breit sein.

Die Maximalbreite der Endplatten am oberen Rand beträgt 52,5 Zentimeter und darf nicht mehr als 74 Zentimeter über die Mittelachse der Hinterradaufhängung hinausragen. Man darf die Endplatten jedoch anwinkeln und mit dem Unterboden verbinden. Ein unteres Flügelelement, im Fachjargon "Beam wing" genannt, kehrt zurück. Er muss in einer Höhe von 30 bis 37,5 Zentimeter liegen und darf im Profil maximal 15 Zentimeter messer.

Neue Autos generieren mehr Abtrieb über Unterboden

Beim Unterboden gibt es schon im Grundkonzept von Red Bull mehr Freiheiten, die sicherstellen sollen, dass mehr Anpressdruck unter dem Auto generiert wird. 33 Zentimeter hinter der Vorderachse geht es mit der maximal 50 Zentimeter breite Kufe ("T-Tray") los.

Der so genannte "Kickoff-point" des Diffusors, also die Stelle, an der der Boden ansteigt wird 33 Zentimeter vor die Hinterachse gelegt. Momentan beginnt er auf Höhe der Hinterachse. Er soll bis auf 22,5 Zentimeter über die Referenzebene ansteigen dürfen, also fast das doppelte Maß von heute. Die Stufe unter dem Auto blieb in einem ersten Entwurf bei 5 Zentimeter Höhe. Möglich aber, dass es hier noch Spielraum gibt.

In der Gestaltung der Seitenkästen und der angrenzenden Leitbleche sollen die Ingenieure freier sein als heute. Für stark unterschnittene Seitenkästen gilt weiter, dass alle Seitenteile unten von der Bodenplatte abgedeckt sein müssen. Neu ist, dass die Strömungshilfen schon 20 Zentimeter hinter der Vorderachse beginnen und bis auf eine Breite von jeweils 77,5 Zentimeter außerhalb der Mittellinie bis zu den Seitenkästen reichen dürfen.

Ein neues Element wären Leitbleche, die die Seitenkästen mit der Bodenplatte verbinden. Was heute nur ein schmaler Bügel ist, könnte 2017 ein mächtiges Teil in allen denkbaren Formensprachen werden. Diese Deflektoren dürfen auf 60 Zentimeter Höhe beginnen und im 45 Grad-Winkel nach hinten ausufern.

Sämtliche Maßnahmen werden den Abtrieb deutlich erhöhen. Zusammen mit breiteren Reifen gibt das signifikant mehr Grip. Das Gewichtslimit ließe sich zwar um 50 Kilogramm reduzieren, doch das wäre eher theoretischer Natur. Nach Aussagen aller Ingenieure ist man beim Gewicht stark eingeschränkt.

Eine Verkleinerung der Bodenplatte könnte immerhin 10 Kilogramm einsparen. Auch über eine Begrenzung des Radstands wird noch gesprochen. Das könnte beim Chassis Gewicht einsparen und würde die Autos wieder etwas giftiger im Fahrbetrieb machen.

In unserer exklusiven >> Video-Animation geben wir Ihnen einen ersten Eindruck der Studie, auf der das F1-Auto für 2017 basieren wird. Die genauen Dimensionen der einzelnen Bauteile erklären wir im Detail in der Bildergalerie. Wie finden Sie die neue Rennwagen-Generation?

Übersicht: Formel 1-Auto für 2017
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