F1 Concept 2017 - Piola Animation Piola Animation
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F1 Concept 2017 - Piola Animation 30 Bilder

Formel 1-Auto für 2017

Wird Konzept auf 2018 verschoben?

Die Formel 1-Ingenieure arbeiten weiter am F1-Auto für 2017. Die Techniker sollen den Red Bull-Entwurf nachbessern, um das Überholen zu erleichtern. Doch sie sind im Verzug. Die Sorge steht im Raum, dass unter zu viel Zeitdruck falsche Lösungen geboren werden. Wir zeigen das Konzept und erklären, wo das Problem genau liegt.

Seit Dezember 2014 wird am Formel 1-Auto der Zukunft gebastelt. Seit März existiert ein Entwurf mit den Rahmenbedingungen für 2017 (siehe >> Galerie). Doch ganz zufrieden ist man mit dem Entwurf offenbar nicht. Zurzeit brüteten die Ingenieure erneut über dem von Red Bull entwickelten Konzept. Auftrag der FIA: Die Autos dürfen nicht mehr so abhängig vom Frontflügel sein, damit das Überholen einfacher wird.

Deshalb haben sich Adrian Newey, Paddy Lowe und Co noch einmal Gedanken darüber gemacht, ob der vorgeschlagene Frontflügel in Delta-Form, der 330 Millimeter vor der Hinterachse beginnende Diffusor und der breitere und tiefere Heckflügel der Weisheit letzter Schluss sind.

In einem auf den 21. Juli anberaumten Treffen sollten die Vorschläge der Technikdirektoren mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting diskutiert werden. Doch wegen der Beerdigung von Jules Bianchi wurde der Termin auf den 18. August verschoben.

Wird 2017er Auto auf 2018 verschoben?

Williams-Technikchef Pat Symonds macht sich Sorgen, dass bei dem Brainstorming etwas Vernünftiges zustande kommt. "Es ist eine große Aufgabe, das Konzept richtig hinzubekommen, und das dann auch noch bis Ende Februar 2016 in ein Reglement zu gießen. 2009 hatte die Überhol-Arbeitsgruppe zwei Jahre Zeit, Vorschläge zu erarbeiten. Wir waren mit dem Konzept fünf Mal im Windkanal. Der nächste Schuss muss sitzen. Ich halte 2017 als Einstieg für sehr ambitioniert. Die Zeit wird uns zu knapp."

Viele Ingenieure schlagen deshalb vor, das Projekt auf 2018 zu verschieben. "Es sind sowieso nur Red Bull und Ferrari, die voll dahinterstehen. Die wollen, dass sich etwas ändert, in der Hoffnung, dass sie so schneller den Rückstand auf Mercedes aufholen können", wird in Konkurrenzkreisen gespottet. Sauber, Force India oder Lotus würden am liebsten gar nichts ändern. "Das kostet nur wieder Geld."

Geplante Autos werden zu schnell

Je mehr sich die Ingenieure mit dem 2017er Auto befassen, umso deutlicher wird, wie schwer die Aufgabe ist, alle gesteckten Ziele zu erreichen. "Mit den aktuellen Autos musst du 1,5 Sekunden schneller sein, um ein Überholmanöver sicher durchzuführen. Sie wurden aber bereits daraufhin entworfen, dass Überholen einfach ist", warnt Symonds.

Paddy Lowe war damals mit Symonds in der Überhol-Kommission, die für die 2009er Aerodynamikgeneration verantwortlich zeichnete. Der Technikdirektor von Mercedes erklärt den Grundgedanken von damals: "Der schmale und hohe Heckflügel und der Frontflügel mit seiner 50 Zentimeter neutralen Zone in der Mitte wurden genau aufeinander abgestimmt. Die schlechte Luft des Heckflügels trifft nur auf den Mittelteil des Frontflügels, der aber unkritisch ist, weil er keinen Abtrieb produziert."

Symonds und Lowe befürchten, dass ein tieferer und breiterer Heckflügel andere Turbulenzen produziert, die einen Frontflügel in Deltaform möglicherweise noch mehr stören als die aktuelle Konfiguration. Daran wird auch der Auftrag der FIA, die Y250-Wirbel zu eliminieren, nicht viel ändern.

Symonds sieht es pragmatisch: "Damit lösen wir das Problem an dieser Stelle. Aber wer sagt uns, dass es nicht anderswo wieder auftaucht? Kein Mensch kann vorhersagen, welche Flügelformen sich die Ingenieure in den nächsten Jahren ausdenken."

Inzwischen ist noch ein Problem hinzu gekommen. Erste Simulationen haben ergeben, dass die 2017er Autos auf der Basis der Red Bull-Studie viel schneller werden als geplant. Es ist von 4 bis 5 Sekunden die Rede. Mehr Speed bedeutet aber nicht automatisch mehr Show, meint Symonds: "Alle wissen, dass Überholen mit schnelleren Autos noch schwieriger wird."

Übersicht: Formel 1-Auto für 2017
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