


Die Mercedes-Baureihe 123 gehört zu Deutschlands populärsten Oldtimern. Wir beraten beim Kauf von Limousine, Coupé und T-Modell.

Die Baureihe kam 1975 als Nachfolger des Strich-Acht auf den Markt und lief bis 1986 vom Band - da war längst der W 124 präsentiert.




Er ist nicht Astralsilber 735, wie es scheint, sondern Silberblau 930. Kommissar Köster in "Der Alte" fuhr genau so einen.

Willkommen daheim: riesiges Baumrinden-Lenkrad, runde Lüftungsdüsen und eine Qualität für die Ewigkeit.

Kein Englischrot: Feuriges und extrem seltenes 581 Inkarot-Metallic.

Das Coupé wählten oft Herrschaften, die finanziell aus dem Gröbsten raus waren und deren Kinder über eine eigene Mobilität verfügten.

Fahrdynamisch kann der C 123 vor allem mit dem drehfreudigen M110-Reihensechszylinder mehr, als es auf den ersten Blick scheint.

Kerntugend des mittleren Mercedes-Modells ist dennoch der Komfort auf langen Strecken.

Zebranoholz ziert die Instrumententafel. Der Tourenzähler kostete 215 DM. Er passt zum drehfreudigen DOHC-Motor

Die starke Profilierung der Rückleuchten ist schön und zweckmäßig zugleich.

Gibt es einen schöneren Kombi als die T-Limousine des 123ers? Nein. Bei ihr trifft wahre Anmut auf reine Funktionalität.

Surfblau mit grünen Scheiben lässt die T-Limousine edel wirken. Die unverzichtbare Dachreling kostete anfangs Aufpreis.

Unser Kombi gilt als blaues Ausstattungswunder. Sogar das tolle Airbag-Lenkrad ist an Bord. Nur die Standheizung fehlt.

Der Kombi bietet Staufächer im Boden sowie in den Seitenwänden und das praktische Doppelrollo.

Heckansichten: klassisch bei Limousine, Coupé und T-Modell.

Wuchtige Kühlerattrappe und nicht nur Kühlergrill. Feudale Chromzier macht den 123er aus.

Begehrtes Extra: Hübsche Breitband-Scheinwerfer mit Wischern.

Bis zur ersten großen Modellpflege waren Breitbandscheinwerfern den Sechszylindern und Coupés vorbehalten.

Rangabzeichen wie beim Militär: Chromstreifen unter den Leuchten nur beim 280.

Die aufwendigen Oldschool-Radkappen sind heute charmanter als die Fuchs-Aluräder.

Die geschmiedeten Leichtmetallräder von Otto Fuchs, Dülken und Meinerzhagen heißen Barockfelge.

Auch ein eher praktisches T-Modell wird mit edlen Velourspolstern samt Mittelarmlehne zum Salonwagen.

Feine Lederpolsterung in Creme, Code 235.

Der Vierzylindermotor M 102 im 200/230 E ist effizient, sparsam, laufruhig. Kipphebel und Einfachkette passen nicht zur alten Mercedes-Schule. Aber er lebt trotzdem lang.

Dank erhöhter Verdichtung von 9:1 findet der imposante Doppelnockenwellenmotor im 81er 280 CE wieder von 177 zu 185 PS zurück.

Rost ist das große Handicap des populären Mittelklasse-Mercedes. Mäßige Blechqualität und mangelnde Konservierung machen viele Karosserie-Partien anfällig für die braune Pest. Die solide Technik zeigt sich robust und langlebig. Besondere Ansprüche stellen die 280er und die 300er-Turbodiesel.

Was bitte soll ich nach sechs 123ern noch sagen? Ich bin restlos überzeugt, neige aber nicht zum Mainstream. Deshalb wähle ich aus unserem 123er-Jubiläums-Trio weder T-Typ noch Coupé, sondern 280 E. Könnte ich aus allen wählen, würde mich ein 230 C nervös machen, weiß mit Lenkradautomatik.
Leistung
109 PS – 185 PS
Hubraum
2.299 cm³ – 2.746 cm³
Leergewicht
1.380 kg – 1.500 kg
Drehmoment
198 Nm – 240 Nm
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