Formel E: Wehrlein wird Doppel-Weltmeister in Skandal-Finale

Porsche-Werksfahrer holt zweiten WM-Titel
Pascal Wehrlein krönt sich in Skandal-Finale

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.08.2026
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Formel E 2025/2026 - London - Pascal Wehrlein - Porsche
Foto: Porsche

Selbst die komplettierte Meisterschaft konnte Pascal Wehrlein nicht beruhigen. Sichtlich angefressen knurrte der Porsche-Pilot nach dem 17. Lauf ins TV-Mikrofon: "Das ist eine der unsportlichsten Sachen, die ich je gesehen habe. Aber so ist es eben, wenn man Feinde wie Da Costa im Paddock hat. Wir werden es nicht vergessen." Der 31-Jährige war dank des Siegs am Samstag (15.8.) und einer schlechten Qualifikation seines Hauptrivalen Jake Dennis (Andretti-Porsche) am Sonntag (16.8.) komfortabel ins große Finale gestartet.

Doch schnell zeigte sich, dass der Jaguar-Rivale Da Costa für einen Teamtitel der Briten die härtesten Bandagen ausgepackt hatte. Er eilte dank des ersten Attack-Mode vom neunten Rang an Wehrlein heran. Und ging ihm ab da permanent auf die deutschen Nerven. Vorne konnten so die beiden Mahindra-Racer Edoardo Mortara und Nyck de Vries sowie DS-Penske-Talent Taylor Barnard den Sieg unter sich ausmachen.

Obwohl Wehrlein nicht aus der Dauerbeschattung seines portugiesischen Rivalen entkam, hatte es lange keine negativen Außenwirkungen. Doch im letzten Drittel – als sehr viele Attack-Mode-Aktivierungen noch ausstanden – eskalierte es. Jake Dennis hatte sich im Chaos von P17 nach vorne geschlichen. Plötzlich konnte jeder Fehler Wehrlein den Titel rauben.

Formel E 2025/2026 - London - Pascal Wehrlein - Porsche - António Félix da Costa- Jaguar
Formel E

Clash der Titelfavoriten

Und tatsächlich verhaute er sich, als Jake Dennis für den Schlusssprint den Anschluss gefunden hatte. Im eskalierenden Duell der beiden schubste er den vor ihm liegenden Joel Eriksson (Envision-Jaguar), wodurch dieser sich drehte. Wehrlein blieb im Chaos schadlos, bekam später jedoch fünf Sekunden verpasst. Dennis konnte nicht mehr komplett ausweichen und traf die Mauer. Wenig später bog der Andretti zur Reparatur in die Pitlane ab. Weil der große WM-Außenseiter Mitch Evans (Jaguar) zu weit hinten gestartet war, um noch im Siegkampf aktiv zu werden, galt der zweite Wehrlein-Titel als finalisiert.

Porsche-Kollege Nico Müller blieb ebenfalls ohne Zähler. Jaguar konnte sich so den noch offenen Teamtitel schnappen. Es ist der letzte der Gen3-Ära. Am Ende des Jahres debütiert die vierte Auto-Generation, die einen deutlichen PS-Sprung macht. Aus 476 PS Maximalleistung werden dann 816 PS. Neu-Champion Wehrlein blickte zügig voraus: "Nach einer kurzen Pause greifen wir wieder an, um mit dem neuen Auto so weiterzumachen."

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