47. Homburger ADAC Bergrennen - VW Minichberger Scirocco - Armin Ebenhöh Hans-Dieter Seufert
47. Homburger ADAC Bergrennen - Fahrerlager
47. Homburger ADAC Bergrennen - Impression
47. Homburger ADAC Bergrennen - Trabant 601 - Helmut Salm
47. Homburger ADAC Bergrennen - Osella PA30 - Alexander Hin 40 Bilder
Kostenlos registrieren und weiterlesen!

Ich habe bereits ein Benutzerkonto

Warum kann ich nicht weiterlesen?

Das Lesen bleibt weiterhin kostenfrei! Sie haben lediglich das Limit verfügbarer Artikel ohne Registrierung für die nächsten 30 Tage erreicht.

Wir verwenden Ihre E-Mail Adresse, um Ihnen Angebote zu ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen aus unserem Haus anzubieten. Sie können diesen Dienst jederzeit mit dem in der E-Mail befindlichen Abmeldelink beenden oder der Nutzung Ihrer Daten zu Werbezwecken widersprechen unter motorpresse@datenschutz.de.

Mit Ihrer Registrierung erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden und nehmen die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Homburger Bergrennen: Sciroccos, Kadetts, BMW E30 im Clinch

47. Homburger ADAC Bergrennen Gepimpte Sciroccos, Kadetts und BMW E30 im Clinch

Bei Bergrennen wie dem Klassiker im saarländischen Homburg lebt die gute alte Auto-Zeit der 70er, 80er und 90er weiter. Seit dem Jahr 1974 trifft sich dort die Elite der deutschen Bergrennsport-Szene. Die anspruchsvolle Bahn gilt wegen ihres engen, schnellen Charakters als echte Fahrerstrecke. Eindrücke aus der Welt von Kadett, Corrado und Co.

Laut, wild und unglaublich bodenständig – der Bergrennsport gehört zu den authentischsten und ältesten Disziplinen des Motorsports. Bereits im Jahr 1897 fand das erste Bergrennen der Geschichte im südfranzösischen La Turbie nahe Nizza statt. Das Erfolgsrezept damals wie heute: Tollkühne Fahrer in extremen Rennern vor faszinierender Naturkulisse.

Besonders in Deutschland kann die Szene auf eine große Tradition zurückblicken. Anfang des letzten Jahrhunderts – noch lange bevor permanente Rennstrecken gebaut wurden – erlernten spätere Motorsport-Legenden wie Hans Stuck ihr Handwerk auf den erbarmungslosen Bergpassagen. In den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg war der Bergrennsport dank Engagements von BMW, Ferrari oder auch Porsche gar ein Katalysator für das Wiedererstarken des gesamten Sports.

47. Homburger ADAC Bergrennen - Impression
Hans-Dieter Seufert
Die goldenen Zeiten des Bergrennsports sind länger vorbei, doch eine passionierte Szene kümmert sich treu um die traditionelle Disziplin.

Oldschool-Charakter in Homburg

Überall in Deutschland entstanden so größere Veranstaltungen, die vor allem durch die Leidenschaft lokaler Clubs am Laufen gehalten wurden. Die Fans honorierten es häufig mit voll besetzten Rändern und verfolgten ehrfürchtig das Treiben der Breitensportler. Ab den 1980er-Jahren gerieten viele Bergrennen dann jedoch zusehends unter Druck: Nicht jede Behörde hatte noch Verständnis für Rennsport in seiner urwüchsigsten, reinsten Form. In den letzten Jahrzehnten rutschte die Szene so immer mehr aus dem Fokus der Öffentlichkeit.

Ein relativ junges, aber trotzdem prestigeträchtiges Bergrennen ist der Klassiker in Homburg, der zum ersten Mal 1974 ausgetragen wurde. Die 2,6 Kilometer lange Strecke vereint zwei Besonderheiten: Zu Beginn geht es nicht nur bergab, darüber hinaus führt sie über die Landesgrenze bis ins pfälzische Käshofen. Für die Piloten ist die wilde Hatz mit ihrer Schlüsselstelle "Brückchen" eine echte Hassliebe. Sie genießen die untypisch schnellen Kombinationen, fürchten aber auch deren drohende Folgen. Eine echte Fahrerstrecke, auf der Piloten mit schlechterem Material noch glänzen können.

47. Homburger ADAC Bergrennen - BMW 2002 Tii Alpina - Karl-Heinz Schlachter
Hans-Dieter Seufert
Das "Brückchen" ist die Schlüsselstelle der 2,6 Kilometer langen Strecke. Hier kann man mit Mut massiv Zeit gewinnen.

Letzte Bastion der "Bastler"

Am Start stand nach zwei Jahren Corona-Pause ein bunter Automobil-Mix. Neben den gesamtsiegfähigen Prototypen, die an Le-Mans-Renner erinnern, erfreuen sich vor allem Klassiker aus den 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahren großer Beliebtheit. Die wilden Eigenkreationen auf der Basis von Kadett, Corrado und Co. wirken zumindest optisch zwar aus der Zeit gefallen, sind aber auf dem neusten Stand der Technik. Denn Tuner wie Mario Minichberger stecken neben Know-how auch ordentlich Geld in ihre brachialen Young- und Oldtimer.

Bei der 47. Ausgabe des Bergrennens schlug so ein Kadett nicht nur einen Formel Renault, sondern auch einen Cup-Porsche bei den drei Rennläufen im Osten der Universitätsstadt Homburg. Tourenwagen-Sieger Patrick Orth, der wie viele der Berg-Aktiven Beziehungen zu anderen Motorsportszenen pflegt, freute sich: "Das Rennen ist fahrerisch sehr anspruchsvoll. Mein Tag war perfekt: Das Auto hat gut funktioniert, und das Wetter war top!"

47. Homburger ADAC Bergrennen - Osella PA30 - Stefan Armbruster
Hans-Dieter Seufert
Daumen hoch: Rookie Stefan Armbruster gewann das 47. Homburger ADAC Bergrennen.

Neuling feiert Überraschungssieg

Der Gesamtsieg ging an Stefan Armbruster und seinen offenen Prototyp Osella PA30 mit V8-Motor. Für den Mann aus dem Schwarzwald war es erst das fünfte Rennen in dem rund 500 PS starken Auto – und sein 13. Bergrennen überhaupt. Der 52-Jährige fand durch seinen Freund und Szene-Dominator Alexander Hin (ebenfalls Osella PA30) in den Sport. Der ebenfalls aus dem Schwarzwald stammende Hin eilte in dieser Saison bislang von Erfolg zu Erfolg.

In Homburg spielte das Glück jedoch ausnahmsweise nicht mit. Bereits im ersten Rennlauf brach Hins linke Hinterradaufhängung – der Sonntag war somit gelaufen. Der von Hin anschließend angefeuerte Sieger Armbruster, der im zweiten Lauf sogar das Auto abgewürgt hatte, freute sich: "Die Strecke hier ist eng und tricky, aber gutes Training und gute Leute an meiner Seite haben das möglich gemacht. Das Auto hat Teile vom Europameister Christian Merli, dementsprechend war es schon perfekt eingestellt, als ich es bekommen habe. Das Material macht auch den Sieger!"

Zur Startseite
Formel 1 Mehr Motorsport Reportage Stadtkurs Vila Real in Portugal - FIA WTCR Reportage: Circuito Internacional de Vila Real Europas wildester Stadtkurs

Für die Fahrer ist er eine Mischung aus der Nordschleife und Macau.