Schon die Straßenversion des HWA Evo hat die Fans schneller Automobile ordentlich in Begeisterung versetzt. Jetzt legt die Sportwagenschmiede aus Affalterbach noch ein heißes Eisen nach. Als HWA Evo R. soll die Retro-Limousine künftig auch die Rennstrecken dieser Welt unsicher machen. Jetzt gibt es erste Bilder der verschärften Variante.
Die genauen technischen Daten sollen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden. Aber die gute Nachricht vorneweg: Die Designelemente des legendären Mercedes 190E 2.5-16 Evo II, der als optische Basis für den HWA Evo diente, finden sich auch in der Rennversion deutlich erkennbar wieder. Auf den ersten Blick scheint die Zeit für den guten alten Mercedes-Benz W201 stehengeblieben zu sein.
Die ersten Bilder deuten bereits an, dass sich die legendäre Sport-Limousine in eine kompromisslose Rennmaschine verwandelt hat. Die Frontstoßstange trägt nun einen mächtigen Splitter, zusätzliche Kühlschlitze und LED-Leuchten für Langstrecken-Einsätze in der Nacht. Oben auf der Motorhaube ist ebenfalls eine große Öffnung zu erkennen, durch die heiße Luft des zentralen Kühlers entweicht.

Der mächtige Spoiler bekam noch ein zweiteiliges Flügel-Element aufgesetzt.
Entwicklung abgeschlossen
Die noch einmal verbreiterten Kotflügel tragen nun noch größere Radhausentlüftungen. Vor den Hinterrädern und seitlich am Kofferraum wurden Einlässe in die Carbonhaut geschnitzt, über die Luft nach innen geführt wird. Der sowieso schon riesige Heckspoiler bekam ebenfalls ein Facelift, um noch mehr Abtrieb zu liefern. Auf der Suche nach Anpressdruck wird der Flügel durch einen mächtigen Diffusor unterstützt. Kleine Rennspiegel und slickbereifte Rennfelgen runden das Rennstrecken-Paket ab.
Vom Innenraum ist auf den Bildern noch nichts zu sehen. Es dürfte aber klar sein, dass die Rennmaschine ordentlich Gewicht abgespeckt hat. Auf technische Helferlein, die das Fahren im normalen Straßenverkehr angenehmer machen, müssen die Piloten auf der Rennstrecken wohl verzichten. Mit dem letzten Test in Portimão wurde die praktische Entwicklungsphase gerade abgeschlossen. Der Evo R. ist nun bereit für die ersten Einsätze.
Der Start beim 24h-Rennen am Nürburgring 2026 wurde schon länger als Ziel formuliert. Ursprünglich wollte HWA hier nur mit zwei Autos an den Start gehen. Das große Interesse an der Straßenversion hat nun dazu geführt, dass noch ein dritter Evo R. das Feld bereichert. Die Fahrzeuge werden in der SP-X-Klasse für experimentelle Fahrzeuge antreten, die sonst nirgendwo eingeordnet werden können.

Mit Markus Winkelhock, Luca Ludwig und Sebastian Asch sind starke Fahrer mit legendären Namen dabei.
Alte Sponsoren und bekannte Namen
Bei den Renneinsätzen wird nicht nur die Form des Autos an gute alte Rennzeiten mit dem Mercedes 190E Evo erinnern, sondern auch die Sponsoren. HWA konnte Kärcher und Sonax als Partner verpflichten, deren Logos und Designs schon in den 90ern auf den Mercedes-Rennwagen zu sehen waren. Wer als Hauptsponsor auf dem dritten Auto wirbt, soll später bekanntgegeben werden.
Auch beim Fahrerpersonal kommen Erinnerungen an "gute alte" Zeiten auf. Mit Luca Ludwig wird der Sohn von DTM-Legende Klaus Ludwig für HWA an den Start gehen. Mit Sebastian Asch ist noch ein weiterer bekannter Name aus der Tourenwagen-Szene im Lineup. Hier hat Vater Roland Asch die guten Rennfahrergene weitergegeben.
Mit Markus Winkelhock entstammt auch der Dritte im Bunde einer erfolgreichen Rennsportfamilie. Der Schwabe hat beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring schon drei Mal den Gesamtsieg gefeiert. Die weiteren Fahrer der als Pro/AM-Lineup ausgelegten Cockpit-Besatzungen sollen später verkündet werden.
