Herr Laudenbach, Sie gelten als loyaler Verfechter der Theorie, dass Motorsport ein Techniklabor bieten muss. Warum?
Laudenbach: Man sollte zuerst eine wichtige Unterscheidung treffen: Für tausende Menschen ist der Rennsport ein Hobby – wovor ich größten Respekt habe –, wir als Hersteller verfolgen einen anderen Ansatz. Das Stichwort bei uns lautet Relevanz. Was auf der Rennstrecke passiert, muss sich auf der Straße fortsetzen. Hierbei geht es unter anderem um die Philosophie des Techniklabors. Der Sport erlaubt, im Rahmen der Randbedingungen Dinge zu probieren und mutige Wege zu gehen. Wenn ich merke, dass es in eine falsche Richtung läuft, kann ich eine andere suchen. In der Serienentwicklung ist das deutlich schwerer. Deswegen müssen wir ...
