Lamborghini Huracán GT3 Evo2 - Rennwagen Lamborghini
Lamborghini Huracán GT3 Evo2 - Rennwagen
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Lamborghini Huracán GT3 Evo2 - Rennwagen 13 Bilder

Lamborghini Huracán GT3 Evo2: Daten & Bilder

Lamborghini Huracán GT3 Evo2 Mit V10-Sauger und großem Flügel

Lamborghini zündet die nächste Evolutionsstufe des Huracán GT3. Der neue Rennwagen aus Sant’Agata Bolognese wurde in vielen Bereichen weiterentwickelt – sowohl an der Aerodynamik als auch beim V10-Saugmotor. Die Premiere gibt der GT3-Rennwagen 2023 in Daytona.

Der Evo2 lässt sich schnell von der ersten Evolutionsstufe unterscheiden, die Lamborghini 2019 auf Basis der EVO-Straßenversion aufgelegt hatte. Der neue Rennwagen trägt eine Lufthutze auf dem Dach, in die ein runder Schnorchel eingelassen ist. Dafür entfallen die seitlichen Lufteinlässe. Die neue Lösung macht laut Lamborghini das Ansaugsystem noch effizienter. Die Ansauglufttemperatur fällt um sechs Grad.

Über den Schnorchel werde der Luftstrom direkt zum V10-Motor geleitet. Das führt zu einem noch besseren Ansprechverhalten des ohnehin hellwachen Saugmotors. "Da die Leistung über die BoP reguliert wird, ging es beim Luftsammler auf dem Dach vor allem um eine verbesserte Luftströmung und eine bessere Fahrbarkeit", schildert Leonardo Galante, Technikchef der Lamborghini-Motorsportabteilung.

An die Lufthutze schließt sich im hinteren Teil eine Dachfinne an. Diese Heckfinne sorgt für eine bessere Fahrzeugbalance und Stabilität in Kurven sowie auf Geraden – und gehört zum großen Aerodynamikpaket, das die Lamborghini-Ingenieure für den Huracán GT3 Evo2 auflegen. Normalerweise sieht man eine solche Finne nicht im GT3-Rennsport, sondern eher an Prototypen. Der Wechsel des Basismodells verschaffte den Technikern die nötigen Freiräume. Der neue Rennwagen basiert auf dem Straßensportwagen Huracán STO mit V10, 640 PS und Hinterradantrieb. Das Rennmodell liegt wegen der Balance of Performance (BoP) unterhalb von 600 PS.

Lamborghini Huracán GT3 Evo - Rennwagen
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Durch die BoP gerät die Leistung unter die 600-PS-Marke.

Evo2 ein großer Sprung

Die Entwicklung übernahm die Rennabteilung Squadra Corse. Bleiben wir zunächst beim Motor, bevor wir zu weiteren Aerodynamik-Modifikationen übergehen. Zehn neuerdings elektronisch betätigte Drosselklappen erhöhen die Effizienz des V10 mit Titanventilen, beschreibt Lamborghini. Vier Schrauben verbinden das gesamte System mit dem Motor. Das soll Wartungsarbeiten erleichtern.

Die Karosserie besteht aus Kohlefaser. Das Wort "Effizienz" zieht sich durch das Lastenheft. Der neue Frontsplitter, Diffusor und Unterboden wurden daraufhin getrimmt. Auch der Anpressdruck soll steigen. Dafür sorgen der Kohlefaser-Unterboden mit Zylon-Beschichtung (gegen Schäden) und der weiterentwickelte Diffusor. Über zwei Schwanenhälse stützt der Huracán GT3 Evo2 den mächtigen Heckflügel. Die neuen Stützen sollen eine genauere Einstellung des Flügels ermöglichen.

Jeder neue Rennwagen sollte sicherer sein als der Vorgänger. Den Überrollbügel mit zwei zusätzlichen Säulen und die neuen Seitenteile aus Karbon-Kevlar-Wabenstruktur hatte Lamborghini bereits am Essenza SCV12 getestet. Sie erhöhen die Sicherheit im Fall eines Seitenaufpralls. Die Plexiglas-Seitenscheiben befestigt Lamborghini über einen Schraubenkranz an der Türverkleidung. Das erhöhe die Steifigkeit.

Das Einsatzgebiet sind Sprint- wie Langstreckenrennen. Dafür braucht es gute Bremsen. Neue Bremssättel und Bremsbeläge wurden im Schulterschluss mit der Elektronikabteilung aufgelegt. ABS und Traktionskontrolle wurden so abgestimmt, dass auch Amateurfahrer bei geringer Bodenhaftung ihren GT3-Rennwagen einfacher kontrollieren können sollen. Der Huracán GT3 Evo2 steht auf Pirelli-P-Zero-Reifen in der Dimension 325/680 18 vorn und 325/705 18 hinten. Fazit der Lambo-Techniker: "Der Evo2 ist ein großer Sprung, auch wenn man das nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennt."

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