NLS 6 - Nürburgring-Nordschleife - 11. September 2022 Stefan Baldauf/Guido ten Brink
NLS 6 - Nürburgring-Nordschleife - 11. September 2022
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NLS 6 Nürburgring 2022 - Ergebnis 12h Rennen

NLS 6 Nürburgring 2022 - Ergebnis 12h Rennen Falken-Porsche holt 12h-Triumph

Der Premierensieg beim ersten NLS 12h-Rennen geht an Jaxon Evans, Sven Müller, Alessio Picariello und Joel Eriksson im Falken-Porsche vor den beiden Phoenix-Audi. Wechselhaftes Wetter prägte den ersten Rennteil am Samstag, am Sonntag blieb es trocken.

Das erste 12h-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie ist vollbracht. Das neue Saisonhighlight, das in zwei Teilen über jeweils sechs Stunden über die Bühne ging, hat erneut die Falken-Mannschaft als Sieger hervorgebracht. Schon im vergangenen NLS-Lauf waren Sven Müller und Joel Eriksson erfolgreich, nun feierten sie nach 79 Runden wieder einen Erfolg gemeinsam mit ihren Teamkollegen Alessio Picariello und Jaxon Evans.

Phoenix-Audi mit Tankproblem

Die Porsche-Mannschaft mit der Startnummer 3 setzte sich dabei mit 15,222 Sekunden Vorsprung vor dem #16 Phoenix-Audi von Kuba Giermaziak und Kim-Luis Schramm durch. "Wir hatten das ganze Rennen über immer den richtigen Reifen drauf", sagte Müller. "Heute haben wir auch davon profitiert, dass der Audi in der Box eine Minuten verloren hat."

Während der Elfer von einem klugen Boxenstopp-Schachzug mit Regenreifen am Samstag profitierte, gaben die Audi-Piloten auf trockener Strecke am Sonntagmorgen den Ton an. Sie verloren aber wegen eines Tankproblems am Sonntagmittag über eine Minute. "Das Auto war fantastisch und ich bin am Samstagmorgen quasi Qualifying gefahren", sagte Giermaziak. "Aber wir haben zu viele Fehler gemacht. Es ist ein enttäuschender zweiter Platz, auch wenn wir happy sind, hier zu sein."

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Stefan Baldauf/Guido ten Brink
Kuba Giermaziak war in der #16 am Samstagmorgen das Maß der Dinge.

Zwei Audi auf dem Podium

In welch guter Form Audi war, bestätigte auch der dritte Platz von Frank Stippler und Vincent Kolb im #5 Phoenix R8 LMS. Das Duo kam mit 52,481 Sekunden Rückstand ins Ziel. "Ich kam super mit dem Auto zurecht", sagte Kolb. "Am Ende Platz drei ist gar nicht so schlecht nach zwölf Stunden." Der Octane-Ferrari von Luca Ludwig und Björn Grossmann sah am Samstag auch noch wie ein sicherer Podiumskandidat aus, konnte am Sonntag das Tempo der Audi aber nicht mehr mitgehen und wurde mit den Goodyear-Reifen Vierter. Zudem bekam man eine Strafe für das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse, die wirkte sich aber nicht auf die Platzierung aus.

Der Schnitzelalm-Mercedes #11 (Böckmann/Marchewicz) fuhr vor dem #4 Falken-Porsche (Bachler/Güven/Ledogar/Ragginger) in die Top 5. Dahinter beendete der #55 Mercedes-AMG GT3 (Assenheimer/Trefz/Apothéloz) von Landgraf Motorsport das Rennen. Sieger in der Pro-Am Wertung wurde der #23 Car Collection-Audi (Köhler/Reicher/Spengler/Viebahn) vor dem #17 Aston Martin Vantage GT3 (Dumarey/Glorieux/Breuer). Mit dem Schnitzelalm-Auto #2 (Schreiner/Terting/Born) folgt ein weiterer Mercedes-AMG GT3 in den Top 10.

Wechselhaftes Wetter im ersten Rennteil

Zum ersten Teil des Rennens von 14.30 bis 20.30 Uhr am Samstag zeigte sich die Eifel mal wieder von ihrer typischen Seite. Wer zu welchem Zeitpunkt welche Reifen drauf hatte, bestimmte die Hackordnung. Noch in der Startaufstellung mussten die Teams sich mit dem Reifen-Rätsel beschäftigen.

Während die meisten Top-Teams aufs Slicks setzten, hatte der #5 Phoenix-Audi geschnittene Slicks drauf. Just in der Einführungsrunde brach dann der große Regen los. Der #26 Octane-Ferrari, der #23 Car Collection-Audi und der #3 Falken-Porsche fackelten nicht lange und wechselten auf Regenreifen.

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Am Samstag war die richtige Reifenwahl entscheidend.

Die #5 von Phoenix blieb draußen, was jedoch nicht lange eine Führung blieb. Denn durch die chaotischen Umstände hatte der G-Tech Competition Cup-Porsche von Fabio Grosse und Patrik Grütter seinen großen Auftritt. Grosse war von Anfang an auf Regenreifen unterwegs und übernahm kurzzeitig die Spitze des Feldes.

Falken-Porsche mit guter Strategie

Danach bestimmten diejenigen das Geschehen, die früh wechselten. Luca Ludwig flog im Ferrari auf Goodyear-Reifen vor Sven Müller im Falken-Porsche und Florian Spengler im Car Collection-Audi um die Strecke. In der nächsten Phase auf trockener Strecke arbeitete sich auch die #5 von Phoenix mit Frank Stippler am Volant wieder in die Top-Positionen. Und auch Spengler in der #23 und Dennis Fetzer im Schwesterauto mit der #24 machten positiv auf sich aufmerksam.

Kurzzeitig öffnete der Himmel immer wieder seine Schleusen. Entscheidend war jedoch der Boxenstopp in Runde 18 des #3 Falken-Porsche, der inzwischen mit Alessio Picariello in Führung gegangen war. Man wechselte nach einer kurzfristigen Entscheidung von Ingenieur Felix Stiller auf einen Regenreifen, der sich auch ins Trockene fahren lässt. Als es kurz darauf wieder heftiger anfing zu regnen, war man im Gegensatz zur Konkurrenz, die noch auf Slicks rollte, bestens gerüstet. Die stoppte erst in Runde 21 und 22 und verhalf Picariello so zu einem eindrucksvollen Vorsprung von rund zwei Minuten.

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Falken konnte den ersten Rennteil für sich entscheiden.

Bis zum Ende der ersten Rennhälfte nach sechs Stunden sollte der Falken-Porsche #3 die Führung auch nicht mehr abgeben. Dahinter reihten sich der #26 Octane-Ferrari und die beiden Phoenix-Audi ein. Die #23 von Car Collection fiel jedoch mit etwas langsameren Rundenzeiten etwas zurück.

Spezielles Restart-Prozedere aus der Boxengasse

Am Sonntagmorgen folgte mit dem Restart aus der Boxengasse eine Neuerung in der NLS-Geschichte. Nach dem Parc fermé in der Nacht auf der Zielgeraden wurden die Autos in exakt der Reihenfolge wieder ins Rennen geschickt, in der sie am Samstagabend im Ziel eingelaufen waren. In Dreiher-Reihen aufgestellt, schickten sie die Organisatoren mit den exakten Zeitabständen bei bereits laufender Rennzeit wieder auf die Bahn. Es musste so lange Code 60 eingehalten werden, ehe alle Autos auf der Strecke waren.

Entgegen vieler Erwartungen verlief das Restart-Prozedere geordnet. Lediglich Car Collection erwischte es gleich doppelt. Zum einen rauchte bei der #24 aufgrund des dauernden Anfahrens die Kupplung ab, zum anderen musste Simon Reicher in der #23 wegen eines Schadens gleich die Box ansteuern, doch die Ampel an der Ausfahrt blieb wegen eines Irrtums rot. Die betroffenen Fahrzeuge bekamen die Zeit hinterher gutgeschrieben.

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So sah der Restart aus der Boxengasse aus.

Bei noch 5 Stunden und 41 Minuten zu fahren, sah Picariello kurz vor dem Schwalbenschwanz schließlich die grüne Flagge und nahm das Rennen als Führender vor dem #26 Octane-Ferrari mit Bernd Grossmann am Steuer wieder auf. Den ganz großen Auftritt hatte am Sonntagmorgen aber Kuba Giermaziak im #16 Phoenix-Audi. Der Pole drehte bei Sonnenschein auf trockener Bahn eine schnelle Runde nach der anderen und übernahm in Runde 48 schließlich die Führung vor dem #3 Falken-Porsche.

Falken-Porsche profitiert von Audi-Tankproblem

Waren die Top-Autos bis dahin noch im selben Boxen-Rhythmus, splitteten sich die Strategien in Runde 50. Kim-Luis Schramm, der von Giermaziak übernahm, behielt zunächst die Führung, musste sich aber kurz vor Ende seines Stints Sven Müller im Falken-Porsche geschlagen geben. Der darauf folgende Boxenstopp wurde für Phoenix jedoch zum Desaster. Weil man mit leerem Tank nur knapp die Box erreichte, sprang das Auto aufgrund von Luft im Tanksystem zunächst nicht an, was insgesamt einen Zeitverlust von einer Minute bedeutete.

Damit war bereits eine Vorentscheidung getroffen. Das endgültige Bild zeigte sich schließlich nach den finalen Stopps der Top-Autos. Als der #3 Falken-Porsche mit Müller am Steuer wieder auf die Strecke bog, ließ Giermaziak länger auf sich warten. Am Ende überquerte der Falken-Elfer die Ziellinie mit 15,222 Sekunden Vorsprung vor dem Phoenix-Audi #16 und 52,481 Sekunden vor dem Phoenix-Audi #5.

Der 911 GT3 R von Huber Motorsport konnte erst gar nicht antreten, weil Patrick Pilet am Freitagmorgen bei einem Reifentest das Auto im Bereich Bergwerk verloren hatte. Klaus Bachler hatte im #4 Falken-Porsche einen Ausrutscher bei Mischbedingungen im Streckenabschnitt Adenauer Forst und hatte keinen Vortrieb mehr. Weil unter anderem eine defekte Antriebswelle eine längere Reparatur erforderte, musste man aus der Boxengasse starten. Der Walkenhorst-BMW fiel nach nach einem Unfall am Samstagabend aus.

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