NLS 8 - Nürburgring-Nordschleife - 22. Oktober 2022 Stefan Baldauf
NLS 8 - Nürburgring-Nordschleife - 22. Oktober 2022
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NLS 8 - Nürburgring-Nordschleife - 22. Oktober 2022 60 Bilder

NLS 8 Nürburgring 2022 - Ergebnis Rennen

NLS 8 Nürburgring 2022 - Ergebnis Rennen Phoenix siegt, Adrenalin Meister

Das Phoenix-Team ist derzeit nicht zu stoppen. Kuba Giermaziak holte seinen zweiten NLS-Sieg in Folge. Dahinter kamen die Teamkollegen Kolb/Stippler ins Ziel und machten den Doppelsieg perfekt. Der Schnitzelalm-Mercedes feierte überraschend das erste Podium und Adrenalin Motorsport jubelte über den vorzeitigen Titelgewinn mit Zils/Setsaas/Sandberg.

Das Scherer Sport Team Phoenix schwimmt in der Nürburgring Langstrecken-Serie weiter auf der Welle des Erfolgs. Wieder einmal durfte sich Kuba Giermaziak über den Sieg freuen – dieses Mal mit Unterstützung von DTM-Pilot Kelvin van der Linde. Und wie beim vergangenen Rennen machten Frank Stippler und Vincent Kolb den Doppelsieg mit dem Audi R8 LMS mit der Startnummer 5 perfekt.

Kuba Giermaziak siegt bei NLS 8

"Du gewöhnst dich nicht ans Siegen", sagte Giermaziak mit einem Grinsen im Gesicht. "Kelvin und René haben hier mit uns gewonnen – also wenn die Werksfahrer hier Rennen gewinnen wollen, sind sie herzlich eingeladen. Aber mal im Ernst: Kelvin hat in den ersten zwei Stints vorgelegt und ich musste es nur heimfahren. Ich hatte nur mal bei Code 60 ein bisschen Pech und Stippler konnte etwas aufholen."

Tatsächlich kontrollierte der Audi mit der Startnummer 16 fast das gesamte Rennen. Kurz nach dem Start sahen die Fans viele Duelle ein wildes Manöver, bei dem sich am Ende der Döttinger Höhe Stippler, van der Linde und Tim Heinemann im Falken-Porsche zu dritt nebeneinander positionierten.

In Runde 2 musste sich der bis dahin führende Dinamic-Porsche von Alessio Picariello den beiden Audi R8 von Stippler und van der Linde beugen. Nach der ersten Boxenstopp-Runde übernahm schließlich die #16 von Giermaziak/van der Linde die Führung und gab sie nicht mehr ab.

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Phoenix Racing feierte zum zweiten Mal in Folge einen Doppelsieg.

Konkurrenz eliminiert sich

Dabei stellten sich viele Konkurrenten selbst ein Bein. Die Liste der Pechvögel ist lang. Der Dinamic-Porsche von Picariello/de Leener musste nach dem Unterschreiten der Mindeststandzeit beim Boxenstopp eine Stop-and-Go-Strafe absitzen. Der neue Porsche 911 GT3 R (992), der dieses Mal von Falken eingesetzt wurde, wurde wegen zu viel Laub im Kühler mit überhitztem Motor abgestellt.

Thomas Preining hatte am Steuer des Manthey-Grellos in der erste Runde einen Unfall und absolvierte nach längerer Standzeit nur noch Reifentests. Der Walkenhorst-BMW (Krognes/Dennis) kam mit beschädigtem linkem Vorderrad an die Box und war so aus dem Kampf um den Sieg raus. Der von Manthey eingesetzte EMA-Porsche (Olsen/Cairoli) verunfallte kurz vor Schluss im Bereich Hohe Acht.

Schnitzelalm feiert erstes NLS-Podium

Des einen Leid war die Chance für die anderen. So jubelte Schnitzelalm Racing mit Kenneth Heyer, Marek Böckmann und Marcel Marchewicz über den ersten Podiumsplatz in der GT3-Geschichte des Teams. Und der ergab sich ebenfalls erst in letzter Sekunde aufgrund eines Problems eines Konkurrenten. Hier traf es Falken mit dem alten Elfer-Modell hart. Martin Ragginger war auf den letzten Metern noch an Heyer vorbeigezogen, doch es folgte zwei Mal eine Strafe von 5.05 Minuten wegen Gelbvergehen.

"Das Jahr verlief nicht ganz wie erhofft für das Team, daher ist das extrem wichtig", sagte Marchewicz. "Wir hatten auch das Problem mit dem Laub im Kühler, das Auto war schon im Notlaufprogramm und ich musste nach zwei Runden an die Box kommen. Das haben wir danach auf der Strecke und mit einer guten Strategie wieder reingefahren."

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Bei Schnitzelalm Racing freute man sich über das erste GT3-Podium.

Cup-Porsche wieder in Top-Ten

Direkt hinter den Teamkollegen platzierte sich das zweite Schnitzelalm-Auto von Peter Terting und Carrie Schreiner auf dem vierten Rang. Der Dinamic-Porsche landete trotz der Strafe noch auf dem fünften Platz vor dem Walkenhorst-BMW, der ja durch das Reifenproblem ebenfalls gehandicapt war.

Falken musste sich am Ende mit Platz sieben statt mit dem Podium begnügen. Dahinter folgen bereits die Cup-Porsche von W&S Motorsport, Mühlner Motorsport und Mathol Racing, die die Top Ten komplett machen.

Adrenalin Motorsport wieder NLS-Meister

Schon vor dem finalen Lauf Anfang November stehen die Meister der Nürburgring Langstrecken-Serie fest. Die kommen zum fünften Mal in Folge aus demselben Rennstall. Adrenalin Motorsport stellt mit Daniel Zils, Sindre Setsaas und Oskar Sandberg und dem BMW 330i aus der Klasse VT2+R+4WD die neuen Champions. Die konnten ihren Erfolg kurz nach dem Rennen, in dem sie den siebten Klassensieg in sieben Rennen feierten, noch gar nicht fassen. "Wir haben es noch gar nicht realisiert", sagte die Drei einstimmig. "Es fällt uns einfach ein Stein vom Herzen."

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