NLS 9 - Nürburgring-Nordschleife - 5. November 2022 Stefan Baldauf
NLS 9 - Nürburgring-Nordschleife - 5. November 2022
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NLS 9 - Nürburgring-Nordschleife - 5. November 2022 50 Bilder

NLS 9 Nürburgring 2022 - Ergebnis Rennen

NLS 9 Nürburgring 2022 - Ergebnis Rennen Neuer Rekord und Phoenix-Sieg

Kuba Giermaziak und Kim-Luis Schramm siegten beim Finale der Nürburgring Langstrecken-Serie vor dem Schwester-Audi von Kolb/Stippler und dem Walkenhorst-BMW, der mit Christian Krognes am Steuer einen neuen Rundenrekord mit 7.49,578 Minuten aufstellte.

Diese Saisonbilanz kann sich Kuba Giermaziak einrahmen lassen. Der Pole feierte beim Finale der Nürburgring Langstrecken-Serie, dem 46. NIMEX DMV 4h-Rennen, seinen insgesamt vierten Sieg der Saison. Zudem war es der dritte Triumph in Folge. Zwei Mal war Kim-Luis Schramm an seiner Seite, einmal DTM-Pilot René Rast und zuletzt Kelvin van der Linde.

Vier Siege in acht Rennen

"Die Saison war sensationell", sagte Giermaziak. "Ich habe darauf gehofft, dass wir konstant aufs Podium fahren in der zweiten Saisonhälfte. Aber vier Siege hätte ich mir nicht ausgemalt. Daran sieht man, wie gut das Team gearbeitet hat. Und wir hatten keinen einzigen technischen Defekt."

Für das Scherer Sport Team Phoenix geht damit eines der erfolgreichsten Nordschleifen-Jahre mit dem Audi R8 LMS GT3 Evo II zu Ende – auch wenn der erneute Doppelsieg alles andere als sicher war.

"Das Rennen war tricky", sagte Giermaziak. "Der Start war nicht so toll, ich war nur Sechster. Ich habe gemerkt wir haben die Pace wie das Schwesterauto und der BMW. Mit der Boxenstopp-Strategie waren wir immer die letzten im Rhythmus. Zur Mitte des Rennens haben wir theoretisch geführt. Aber dann ist der BMW geflogen und war vier bis sechs Sekunden schneller als wir. Dann hatten sie aber ohnehin ein Problem."

NLS 9 - Nürburgring-Nordschleife - 5. November 2022
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Kuba Giermaziak und Kim-Luis Schramm holten wieder einmal den Sieg.

Strafe für Stippler

Davon profitierten auch Stippler/Kolb. Das Duo hat erneut das Abo auf den zweiten Platz gelöst. Ihnen wurde allerdings eine Stop-and-Go-Strafe zum Verhängnis, weil Stippler in der ersten Kurve nach dem Start eine Berührung mit dem W&S-Cup-Porsche hatte. Das kostete rund 30 Sekunden. Der Abstand im Ziel betrug aber sowieso 1.34 Minuten. Sprich: Auch ohne die Strafe hätten Giermaziak/Schramm das bessere Rennen gefahren.

"Nach der Stop-and-Go-Strafe war es relativ schwierig, wieder aufzuholen", sagte Kolb. "Auch der Speed vom Auto war nicht so ganz da. Das lag vielleicht an den kalten Temperaturen. Aber trotzdem ist der zweite Platz super und wir können sehr happy mit dieser Saison sein." Insgesamt sechs Mal landeten Stippler/Kolb in acht Rennen auf dem Podium.

Walkenhorst-BMW mit Rundenrekord

Eine ganz bittere Pille mussten Sami-Matti Trogen und Christian Krognes schlucken. Die beiden Piloten des Walkenhorst BMW M4 GT3 durften sich zunächst über einen neuen Rundenrekord freuen. Weil das Rennen so spät in der Saison im November (Nachholtermin für NLS 2) und entsprechend bei kalten Bedingungen stattfand und zudem mit nur 94 Startern wenig los war, schaffte man eine neue Bestmarke von 7.49,578 Minuten.

Das konnte man trotz beeindruckender Leistung auf der Strecke nicht in einen Sieg ummünzen. Beim eigentlich letzten Boxenstopp in Runde 21 gab es ein Problem beim Tanken. Man wechselte zunächst die Tanksäule, doch auch so wollte der Sprit nicht so recht in den BMW fließen. Das kostete zunächst 1.16 Minuten zusätzlich, nur fünf Runden später musste man noch einmal stoppen und alle Chancen auf den Sieg waren dahin.

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Neuer Rundenrekord aufgestellt vom Walkenhorst-BMW: 7.49,578 Minuten.

Tankproblem macht Sieg zunichte

"Das hatten wir noch nie", sagte Krognes. "Wir konnte nur die Hälfte auftanken. Wir wissen noch nicht, an was es genau lag. Wir fuhren definitiv um den Sieg. Mit dem Rundenrekord habe ich nicht gerechnet. Aber die klare kalte Luft, die Soft-Reifen und wenig Verkehr auf der Strecke haben ihren Teil dazu beigetragen. Wir sind ja sonst auch nie im November gefahren."

Dass es für Walkenhorst trotz des Handicaps noch für das Podium reichte, hatte auch den Grund, dass der ebenfalls starke Huber-Porsche nach einem Unfall aus dem Rennen war. Und der neue Porsche 911 GT3 R in den Händen von Dinamic Motorsport wie immer in der SP-X-Klasse aufgrund der fehlenden Homologation starten musste. Das bedeutete für Cairoli/Andlauer den Start vom Ende der Startgruppe und längere Standzeiten bei jedem Boxenstopp. Im Ziel auf Platz vier machte das schließlich einen Rückstand von 5.34,928 Minuten aus. Die Top 5 komplettierte der Cup-Elfer von W&S Motorsport (Blickle/Jahn).

Unfall in der letzten Runde

Zum Ende des Rennens ereignete sich im Bereich Galgenkopf noch ein Unfall mit sieben Autos. Nach einem Motorschaden eines Fahrzeugs kam es zu Ausrutschern aufgrund von Flüssigkeit auf der Strecke. Alle Fahrer wurden im Medical Center untersucht, zwei Piloten wurden daraufhin aus Sicherheitsgründen mit dem Helikopter in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert.

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