VLN 3 - Nürburgring - 12. Juli 2020 Stefan Baldauf
VLN 3 - Nürburgring - 12. Juli 2020
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3. Lauf Nürburgring Langstrecken-Serie

Ferrari disqualifiziert, Mercedes gewinnt

Zunächst sah es beim 3. Lauf zur VLN nach einem Ferrari-Sieg aus. Doch Octane 126 wurde wegen eines falsch verwendeten Reifens nachträglich disqualifiziert.

Zwei Rennen an einem Wochenende – zwei verschiedene Sieger. Zumindest war das noch der Stand am Sonntagnachmittag (13.7.). Während am Samstag beim zweiten Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie Mercedes mit dem Team HRT (Manuel Metzger/Maro Engel/Adam Christoudoulou/Luca Stolz) die Nase vorn hatte, musste man sich im dritten Lauf dem Ferrari 488 GT3 von Octane 126 (Luca Ludwig/Simon Trummer/Jonathan Hirschi/Bernd Grossmann) auf der Strecke geschlagen geben.

Kurz vor Mitternacht stand für die Sportkommissare jedoch fest: "Am Fahrzeug mit der Startnummer 26 wurde hinten links ein Reifen mit einer bezeichneten Spezifikation verwendet, die vom Hersteller nicht in der Box1-Liste aufgeführt war." Zum Hintergrund: Jeder Reifenhersteller muss einen Musterreifen jeder Slick-Spezifikation in Box 1 hinterlegen. Weil der entsprechende Goodyear-Reifen nicht gelistet war, wurde man disqualifiziert und das ursprünglich zweitplatzierte HRT-Team machte so nach dem Erfolg am Samstag einen Doppelsieg perfekt. Allerdings bleibt das Ergebnis weiterhin vorläufig, da Octane 126 noch Berufung einlegen kann.

Showdown nach Boxenstopp

Die Show auf der Strecke war so oder so großartig. Denn nach dem finalen Boxenstopp des HRT-Mercedes kam es zum Showdown. Die beiden Konkurrenten waren auf ähnlichen Strategien unterwegs, der Ferrari war nur eine Runde früher zum Service gekommen. Schließlich ging Christodoulou im HRT-Mercedes als Führender in die letzte Phase des Rennens, doch zwei Runden vor Schluss hatte Grossmann am Flugplatz schließlich den Vorteil und überholte den Mercedes mit der Startnummer 16.

VLN 3 - Nürburgring - 12. Juli 2020
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Ferrari holte den dritten Sieg in der VLN-Geschichte.

Octane 126-Pilot Grossmann meinte: "Es war nicht einfach, aber wir haben alles gegeben.” Tatsächlich war das Zünglein an der Waage am Ende, wer wie gut durch den Verkehr kam. HRT-Pilot Christodoulou sagte: "Als ich in Führung war, gab es viele Autos zu überholen, als er vorne war, dann nicht mehr.” Damit war die Chance auf den Gegenangriff dahin. Schon während des Rennens verlor der HRT-Mercedes wertvolle Zeit im Verkehr, als man unter anderem hinter dem Audi R8 von Christopher Mies festhing.

Ferrari glänzt mit schnellen Zeiten

Der Ferrari mit Goodyear-Bereifung fiel bereits das ganze Wochenende mit schnellen Zeiten auf. In beiden Rennen sicherte man sich die schnellste Rennrunde, im Zeittraining am Sonntagmorgen landete man ursprünglich auf dem dritten Startplatz mit einer Rundenzeit von 7:58.965 Minuten.

Insgesamt war das vierstündige Rennen geprägt von sehr vielen verschiedenen Strategien der GT3-Teams und wenig Code-60-Phasen. Teilweise fiel es selbst den Teams und Strategen schwer, den Überblick zu behalten, wer ihre direkten Konkurrenten sind. Das Podium ergänzte das Audi-Trio Mirko Bortolotti, Christopher Haase und Markus Winkelhock vom Team Car Collection. Nach der Ferrari-Disqualifikation rückte der Walkenhorst-BMW von Christian Krognes und David Pittard aufs Podium auf – gefolgt von Raffaele Marciello und Maximilian Götz im GetSpeed-Mercedes.

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Das dritte Rennen zur Nürburgring Langstrecken-Serie lieferte spektakuläre Bilder.

Audi verbessert sich

Audi präsentierte sich in besserer Form als noch zum Auftakt und schaffte es mit dem Land-Audi ebenfalls in die Top-Ten. Auf Platz sechs folgt der Schnitzer-BMW vor dem zweiten HRT-Mercedes. Den besten Porsche stellte KCMG auf Position acht. Die Top-Ten komplettieren Phoenix-Racing mit dem zweiten Audi R8, der zwischenzeitlich strategiebedingt auch einige Führungskilometer sammelte und der zweite HRT-Mercedes.

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