NLS 1 - Nürburgring - 26. März 2022 Stefan Baldauf
NLS 1 - Nürburgring - 26. März 2022
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NLS 1 - Nürburgring - 26. März 2022 70 Bilder

NLS Nürburgring 2022 - Ergebnis Lauf 1

NLS Nürburgring 2022 - Ergebnis Lauf 1 Manthey gewinnt vor Land

In einem dramatischen Finale beim ersten Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie sicherte sich der "Grello"-Porsche von Manthey den Sieg vor dem Land-Audi und dem KCMG-Porsche.

Frühlingswetter, neuer Asphalt und jede Menge Zuschauer: Für den Saisonauftakt zur Nürburgring Langstrecken-Serie zeigte sich die Eifel von ihrer besten Seite. Passend dazu sicherte sich auch ein heimisches Team aus Meuspath den Triumph bei der 67. ADAC Westfalenfahrt. Fredéric Makowiecki, der von Michael Christensen und Laurens Vanthoor unterstützt wurde, überquerte mit dem Porsche 911 GT3 R nach vier Stunden die Ziellinie mit 1,231 Sekunden Vorsprung vor dem Land-Audi R8 LMS evo II.

Packendes Finale zwischen Manthey und Land

Dabei kamen die Zuschauer rund um die Nordschleife wieder einmal voll auf ihre Kosten. Denn das Finale hätte packender kaum sein können. Ausgerechnet ein Nordschleifen-Rookie machte dem erfahrenen Porsche-Werkspilot auf den letzten Metern die Hölle heiß.

Jusuf Owega absolvierte gemeinsam mit Christopher Mies sein erstes NLS-Rennen auf einem GT3-Auto und zeigte dabei gleich die Qualitäten des neuen Evo-Paket für den Audi R8 LMS. Während Car Collection ein werksunterstütztes Auto am Start hatte, war das Engagement des Land-Audis ein Kundeneinsatz.

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Jusuf Owega wirbelte bei seinem Debüt im GT3 ordentlich Staub auf.

Owega als Rookie-Star

Obwohl Owegas Vorstellung außerordentlich überzeugend war und er sich zum Gespräch des Fahrerlagers machte, sprachen seine Gesichtszüge nach dem Rennen Bände. Die Enttäuschung über den verpassten Debütsieg überwog zumindest nach außen hin die Freude über den gelungenen Einstand in der Grünen Hölle.

"Wir sind von Platz zehn gestartet. Als wir dann nach dem letzten Stopp aus der Box kamen, hatten wir auch erstmal einen Abstand, aber den konnte ich schließen. Es hat zwar nicht gereicht, aber ich glaube, ich darf mich nicht zu sehr beschweren", sagte Owega. "Ich war immer dran, aber auf der Döttinger Höhe konnte ich nicht richtig Schwung für die Höhenrain-Schikane holen, weil ich im Windschatten Untersteuern hatte. Ich bin glücklich, auch wenn es nicht so aussieht."

Langer Stopp bei Land

Der Manthey-Porsche eroberte ohnehin im Verlauf des Rennens zunächst eher unbemerkt die Spitze. Im Qualifying probierte man noch einiges am Setup aus, was jedoch nicht funktionierte wie erhofft und schließlich kam Vanthoor auch Verkehr für eine schnellere Runde in die Quere. Startplatz 15 war damit nicht die beste Ausgangsposition. Ein Schlüssel war jedoch der erste Boxenstopp nach Runde 6, während viele andere schon in Runde 5 oder erst in Runde 7 stoppten. "Das Team hat uns mit einer guten Strategie dahin gebracht, dass wir mit den anderen kämpfen konnten", sagte Makowiecki.

Auch der letzte Boxenstopp wurde zur Entscheidung. Denn da kam Manthey hinter Land zum Service, fuhr aber vor dem Audi wieder raus. "Wir haben wohl leider etwas zu viel getankt oder eine zu lange Standzeit, denn wir kamen vor ihm rein, aber hinter denen raus", sagte Mies. Den letzten Podiumsplatz ergatterte KCMG mit Josh Burdon und Dennis Olsen im Porsche 911 GT3 R. "Wir haben aber noch viel zu tun, weil auch ein Teil der Mannschaft neu ist. Wir müssen am Setup und einigen Prozeduren arbeiten", so Olsen.

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KCMG ist wieder zurück auf der Nordschleife, aber hat noch viel zu tun.

Marciello bei HRT

Den besten Mercedes-AMG GT3 findet man auf Rang vier wieder. Hier griffen für HRT Manuel Metzger, Luca Stolz und erstmals Raffaele Marciello ins Lenkrad, der nun zur neuen Stammbesetzung im Bilstein-Mercedes gehört. Schubert Motorsport ist mit dem brandneuen BMW M4 GT3 ebenfalls wieder zurück auf der Nordschleife. Allerdings fiel man in der Schlussphase wegen des letzten Boxenstopps noch aus den Top 3 heraus und beendete den Saisonauftakt mit Alex Sims, Niklas Krütten und Jesse Krohn auf dem fünften Platz. Dahinter reihten sich gleich drei Audi ein. Der werksunterstützte Audi von Car Collection (Müller/Haase) führte das Trio vor dem Phoenix-Audi (Feller/Giermaziak/Schramm) und dem Schwesterauto (Kolb/Stippler) an. Das BMW-Junior-Team (Verhagen/Harper/Hesse) landete vor dem Konrad-Lambo, der die Top-Ten komplettierte.

Falken mit Doppelausfall

Bei Falken verlor man gleich beide Autos nach Feindkontakten. Martin Ragginger wurde zu Beginn des Rennens getroffen und musste später abstellen. Marco Seefried wurde von einem Porsche Cayman im Bereich Bergwerk Richtung Kesselchen übersehen und landete in der Planke. Und das ausgerechnet nachdem sein Fahrerkollege Pilet den Start-Stint dominiert hatte. Der Konrad-Lamborghini hatte einmal mehr einen Reifenschaden, konnte das Rennen aber noch auf Platz 11 beenden.

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