NLS 7 - Nürburgring - 11. September 2021 Stefan Baldauf
NLS 7 - Nürburgring - 11. September 2021
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NLS 2021, 7. Lauf: 55. Sieg für Manthey

NLS/VLN 2021, Ergebnis 7. Lauf Manthey feiert 55. Sieg

Der Grello-Porsche und das BMW Junior Team lieferten sich ein heißes Duell um den Triumph beim 6h-Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie, das zugunsten von Manthey ausging.

Das ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen ist das Saisonhighlight der Nürburgring Langstrecken-Serie. Und wie beim 24h-Rennen Nürburgring hatte der "Grello" von Manthey Racing wieder einmal die Nase vorn, wenn es darauf ankommt. Michael Christensen und Kévin Estre sicherten sich nach 40 Runden den Gesamtsieg mit dem Porsche 911 GT3 R. Lars Kern, der ursprünglich auch auf dem Elfer gemeldet war, musste aufgrund von Rückenproblemen aussetzen.

Estre mit gutem Start

Den Grundstein zum Sieg legte Estre bereits am Start. Er katapultierte sich auf die zweite Position vor und konnte sich später den Großteil des Rennens an der Spitze behaupten. "Ich habe die erste Kurve gut erwischt und bin nach links gezogen", sagte Estre. "Es war wichtig, das Rennen so weit vorne in Angriff zu nehmen."

Tatsächlich schienen die Plätze nach einer turbulenten Anfangsphase auch die restlichen Stunden über in Stein gemeißelt zu sein. Viele Code-60-Phasen bestimmten das Renngeschehen. Lediglich der BMW M6 GT3 des Junior Teams (Neil Verhagen/Dan Harper/Max Hesse) war eine echte Konkurrenz für die Porsche-Piloten um den Sieg, kreuzte am Ende aber mit 19,615 Sekunden Rückstand die Ziellinie.

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Kévin Estre erwischte einen guten Start im Manthey-Porsche.

10 Jahre nach Audi TT RS Sieg

Da machte auch der Taktik-Split beim vorletzten Stopp keinen Unterschied, als Manthey eine Runde eher zum Service kam. Zumal die Youngster in einer Code-60-Phase in der letzten Rennstunde über 10 Sekunden verloren hatte. "Ich hing hinter einem Auto fest, dass nicht die erlaubte maximale Geschwindigkeit fuhr", sagte Verhagen. "Aber selbst ohne diesen Zwischenfall hätte es wohl nicht gereicht, den Porsche einzuholen."

Für Manthey ist es ein besonderer Sieg. Es ist nicht nur der 55. Erfolg in der Nürburgring Langstrecken Serie (NLS/VLN), sondern auch ein Jubiläum nach dem spektakulären Gesamtsieg mit dem Audi TT RS vor genau zehn Jahren mit Frank Biela, Christian Hohenadel und Michael Ammermüller. Zudem ist es der 222. Sieg für Porsche in der Breitensportserie.

Falken auf dem Podium

Das Podium komplettierten die Markenkollegen. Der Falken-Porsche von Alessio Picariello und Martin Ragginger, der von Pole gestartet war, kämpfte zwar im ersten Stint mit zu wenig Grip, konnte sich aber dank Setup-Anpassungen im Verlauf des Rennens wieder zurück kämpfen. Auch das Schwesterauto (Tobias Müller/Dennis Olsen) schaffte mit Platz 4 ein gutes Ergebnis. "Mit der Pole und Platz 3 können wir sehr happy sein", meinte Picariello, der seine erste Nordschleifen-Pole holte. "Es war ohnehin ein schwieriges Rennen mit vielen Code-60-Phasen", ergänzte Ragginger.

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Falken ergatterte einen Podiumsplatz und die Pole-Position beim 6h-Rennen.

Tatsächlich wartete die erste bereits nach der ersten Runde und brachte etwas Trubel ins Feld. Weil sich ein Auto in der Einführungsrunde auf der Döttinger Höhe verabschiedet hatte, entstand nach der fast absolvierten ersten Runde etwas Chaos. Dabei gab es unter anderem eine Berührung zwischen dem Walkenhorst-BMW von David Pittard und dem Manthey-Porsche. Pittard kam anschließend mit einem Reifenschaden hinten rechts an die Box.

Phoenix mit heftigem Schaden

Auch Frank Stippler erwischte es nach zweieinhalb Stunden mit dem Audi R8 LMS von Phoenix Racing auf der Döttinger Höhe. Ihm war ein anderes Fahrzeug hinter einem Schleppverband ins Heck gekracht. Danach schlug der Audi unglücklich in die Leitplanke ein und das Rennen war gelaufen.

Auch nicht ganz fehlerlos verlief das Rennen für den Dinamic-Porsche, der noch auf Rang 5 ankam. Eine Durchfahrtsstrafe kostete wertvolle Zeit. Das italienische Team befindet sich aber ohnehin in der ersten Nordschleifen-Saison und konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung der Pirelli-Reifen. Bester Mercedes wurde der HRT-Bilstein AMG GT3 auf Position 8. Dazwischen schoben sich der zweite Walkenhorst-BMW und der Lionspeed-Audi. Die Top Ten komplettieren der Frikadelli-Porsche und ein Porsche 911 GT3 Cup MR.

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Stefan Baldauf
Der neue BMW M4 GT3 feierte das Renndebüt bei NLS 7.

Debüt des BMW M4 GT3 mit Spritmangel

Der neue BMW M4 GT3 landete beim Debüt in der SP-X-Klasse eigentlich auf dem 11. Platz. Dieses Mal rollte der neue GT3-Renner der Bayern ohne Probleme durch, blieb aber auf der letzten Runde an der Boxenausfahrt liegen, weil der Sprit ausging. Das war offenbar geplant, um das Limit des Tanks auszuloten. Damit fiel man aber aus der Wertung, weil man das Rennen nicht beendete.

Der Konrad-Lamborghini musste bereits am Freitag die Segel streichen. Nach einem Unfall durch eine Berührung mit einem kleineren Fahrzeug im Streckenabschnitt Kesselchen war der Huracan nicht mehr zu reparieren.