NLS 5 - Nürburgring - 10. Juli 2021 Stefan Baldauf
NLS 5 - Nürburgring - 10. Juli 2021
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NLS 2021, 5. Lauf: Zweiter Sieg für BMW-Junioren

NLS/VLN 2021, Ergebnis 5. Lauf Zweiter Sieg in Folge für BMW-Junioren

Nach ihrem Premierensieg bei NLS 4 gaben die BMW-Junioren Dan Harper, Neil Verhagen und Max Hesse auch beim fünften Lauf den Ton an. Die Rookies überquerten die Ziellinie vor dem HRT-Mercedes und dem Phoenix-Audi.

Erst vor zwei Wochen haben sich die BMW-Junioren als jüngste Sieger aller Zeiten in die Siegerlisten der Nürburgring Langstrecken-Serie (VLN) eingetragen. Nun haben sie nach der Reifeprüfung einen weiteren Erfolg geholt und damit unterstrichen, dass sie bereits in ihrem ersten GT3-Jahr zu den Profis gehören.

Fehlerfreies NLS-Rennen für BMW-Junioren

Dan Harper, Neil Verhagen und Max Hesse hatten nach 28 Runden bereits 1.16,510 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten HRT-Mercedes von Hubert Haupt, Patrick Assenheimer und Adam Christodoulou. "Es ist dasselbe Ergebnis wie letztes Mal, aber dieses Mal hatten wir keine Strafen und Fehler drin", meinte Dan Harper. "Max und Neil haben wirklich einen tollen Job gemacht und das gesamte BMW Team RMG ebenfalls."

Auch bei HRT war man mit Platz zwei glücklich. "Es gab viele Code 60-Phasen und viele enge Situationen. Aber mit dem Ergebnis sind wir glücklich", so Hubert Haupt, Teamchef und Fahrer in Personalunion. Zumal man in der Boxengasse 20 Sekunden verloren hatte, weil ein anderes Auto die Tanksäule blockierte.

NLS 5 - Nürburgring - 10. Juli 2021
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Der HRT-Mercedes erbte nach einem dramatischen Finale den zweiten Platz.

Dahinter reihte sich mit weiteren 5 Sekunden Rückstand der Phoenix-Audi von Vincent Kolb und Frank Stippler ein. Kolb stand zunächst nach dem Rennen noch unter Beobachtung, weil ihm beim Überholen ein Fehler vorgeworfen wurde. Die Situation klärte sich aber schnell und man durfte den dritten Platz feiern. "Der Start war nicht einfach", meinte Frank Stippler. "Kuba (Giermaziak) hat leicht verzögert und ich bin in die Falle getappt und zurückgefallen. Dafür mussten wir später mehr arbeiten. Schön, dass es nun mit dem Podium geklappt hat."

Dramatisches Nordschleifen-Finale

Das Finale des Rennens war spektakulär. Nach dem letzten Boxenstopp lagen die drei Erstplatzierten innerhalb von 19 Sekunden. Es schien, als würden der #44 BMW des Juniorteams, der #4 Falken-Porsche und der #34 Walkenhorst-BMW den Kampf um den Sieg unter sich ausmachen. Doch die letzten Minuten des vierstündigen Rennens entwickelten sich zum Drama.

25 Minuten vor Ende erwischte es Martin Ragginger im Falken-Porsche auf Platz zwei liegend im Streckenabschnitt Brünnchen. Beim Überholversuch des Manheller-BMW kam er aufs Gras und drehte sich in die Leitplanke. Dabei wurde der Elfer so stark beschädigt, dass das Team derzeit prüft, ob das Auto für das Rennen am Sonntag einsatzfähig ist. Nur wenige Minuten später rollte der Walkenhorst-BMW, der folglich Platz zwei übernommen hatte, mit einem Reifenschaden an die Box.

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Martin Ragginger verunfallte mit dem Falken-Porsche auf Podiumskurs.

Entsprechend rückten die anderen auf. Zehn Minuten vor Schluss sorgte schließlich Adam Christodoulou im HRT-Mercedes noch einmal für Nervenkitzel, als er Kolb im Phoenix-Audi für Platz zwei überholte.

Konrad-Lamborghini wieder im Pech

Auch der Konrad-Lamborghini schien zu Beginn ein aussichtsreicher Siegkandidat zu sein. Allerdings war die Mannschaft, die dieses Mal mit Kuba Giermaziak und Michele di Martino antrat, einmal mehr im Pech. Von der Pole Position gestartet, verteidigte man zwar die Führung, doch nach vier Runden war der Platz an der Sonne bereits Geschichte. Ein schleichender Plattfuß beendete die Triumph-Fahrt. Zwar setzte man nach einem Boxenstopp das Rennen fort, doch später machte eine defekte Benzinpumpe weitere Hoffnungen zunichte.

Für Falken Motorsport war Platz vier von Tobias Müller und Dennis Olsen Schadensbegrenzung für das verpasste Podium. Walkenhorst schaffte es trotz des Reifenschadens mit David Pittard, Christian Krognes und Ben Tuck noch auf den fünften Rang.