Australian Supercars - Gen3-Auto für 2022 Supercars / Hughes
Australian Supercars - Gen3-Auto für 2022
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Australian Supercars - Gen3-Auto für 2022 11 Bilder

Australische Supercars: Gen3-Tourenwagen für 2022

Gen3-Supercars besser als DTM? 600-PS-Tourenwagen für Australien

Die australische Supercars-Serie ist nicht nur lokal eine der beliebtesten Rennserien. Kurz vor dem Saisonfinale in Bathurst wurden jetzt die neuen Autos für die Saison 2022 vorgestellt. Wir haben die Infos und die ersten Bilder.

Die schlechte Nachricht ganz am Anfang: Die Autos der neuen "Gen3"-Ausbaustufe verlieren ein wenig Leistung. Doch mit 600 PS sind die V8-Renner immer noch mehr als ausreichend motorisiert. Zumal sie rund 100 kg abspecken sollen, womit das Leistungsgewicht nahezu erhalten bleibt. Aktuell müssen die Autos ohne Fahrer mindestens 1.395 kg auf die Waage bringen, bei einer Leistung von knapp 650 PS.

Ansonsten sollen die Autos spektakulärer werden und trotzdem mehr an die Serienfahrzeuge erinnern. Die aktuellen Supercars der Gen2 haben noch Polycarbonat-Scheiben und Türen aus Verbundmaterial. Dazu sind die Form und praktisch alle aerodynamischen Werte vorgegeben, was vor allem beim aktuellen Ford Mustang darin resultiert, dass die Rennversion nur noch entfernt an das Serienmodell erinnert.

Das soll sich 2022 ändern. Türen und Scheiben gehören zu den Teilen, die man im Prinzip beim Händler der Marke als Ersatzteil ordern können muss. Dadurch soll wieder eine nähere Verwandtschaft zu den Serienfahrzeugen hergestellt werden.

Trotzdem werden die Autos nicht unspektakulärer. Im Gegenteil: Sie werden um 100 mm tiefergelegt und um 100 mm verbreitert. Die Rennaction soll ebenfalls verbessert werden, weil die Aerodynamik eine kleinere Rolle spielen wird. Heutzutage produzieren Supercars nahezu 400 kg Abtrieb. Diesen Wert will man mit den neuen Regeln ungefähr halbieren und damit engere Zweikämpfe ermöglichen.

Australian Supercars - Gen3-Auto für 2022
Supercars / Hughes
Leichter, tiefer und breiter - die Gen3-Supercars sehen spektakulär aus und sollen viel Action auf der Rennstrecke garantieren.

Geringere Kosten und "Hybrid-ready"

Durch einen hohen Anteil an Gleichteilen (z.B. Getriebe, Aufhängung, Chassis) sollen auch die Kosten reduziert werden. Die Rede ist von 30 bis 40 Prozent. Dazu wird man im Chassis Platz schaffen, um künftig einen kleinen Elektromotor unterbringen zu können. 2022 fahren die Autos jedoch noch nicht als Hybride, sondern als reine Verbrenner.

Ein großes Fragezeichen stand bis zu dieser Woche noch hinter den Rennställen, die auf die Marke Holden setzten. Die GM-Tochter, die so untrennbar mit Supercars verbunden ist wie Ferrari mit der Formel 1, wird zum Jahr 2021 eingestellt.

Doch auch hier hat sich eine Lösung gefunden: Während 2021 mit privat eingesetzten Holden weitergefahren wird, springt ab 2022 in Form von Chevrolet eine andere GM-Tochter in die Bresche. Als Einsatzfahrzeug wird der Camaro dienen. Auch in der höchsten NASCAR-Liga in den USA, der sogenannten Cup Series, treffen Mustang und Camaro schon aufeinander.

Am Wochenende steht mit dem 1.000-km-Rennen in Bathurst das Finale der aktuellen Saison an. Mit Scott McLaughlin (Ford) steht der Meister bereits fest. Trotzdem dürfen sich die Fans der Serie auf mehr als sechs Stunden packendes Racing am Mount Panorama, gleichzeitig Saisonhighlight, freuen.

Für Schlaflose: Das Rennen wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag ab 2 Uhr auf dem Bezahlsender Sport 1+ übertragen, Rennstart ist um 2.00 Uhr deutscher Zeit. Je nachdem, wie problemfrei die Distanz von 161 Runden abgespult wird, dürfte der Zieleinlauf gegen 9.00 Uhr erfolgen.

In der Galerie geben wir Ihnen einen ersten Eindruck, wie die neuen Gen3-Supercars aussehen sollen.