NLS 3 - Nürburgring - 1. Mai 2021 Stefan Baldauf
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NLS 2021, 3. Lauf: Vierfachsieg für Porsche

NLS 2021, Ergebnis 3. Lauf Vierfachsieg für Porsche

Das dritte Rennen zur Nürburgring Langstrecken-Serie stand ganz im Zeichen von Porsche. Frikadelli Racing landete mit dem Porsche 911 GT R einen Doppelsieg vor den Markenkollegen von Falken Motorsport und Manthey Racing.

Der letzte Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS, vorher VLN) war geprägt von Strategie-Poker, Code-60-Phasen und Strafen. Am Ende machten die Porsche-Teams aber ohnehin alles unter sich aus. Nur die Reihenfolge auf den ersten vier Plätzen wäre womöglich anders ausgefallen.

Am Ende holte Frikadelli Racing einen Doppelsieg, nachdem man beim vergangenen NLS-Lauf so sehr darum gekämpft hatte, das Kunststück aber nicht gelang. Sicherlich ein besonderer Triumph im Hinblick darauf, dass Teameignerin Sabine Schmitz kürzlich ihren Kampf gegen den Krebs verloren hat. Mathieu Jaminet und Earl Bamber überquerten nach 28 Runden die Ziellinie mit 9,758 Sekunden Vorsprung vor ihren Teamkollegen Maxime Martin und Patrick Pilet (#31), die eine Stop-and-Go-Strafe wegen Überholen unter gelber Flagge absolvieren mussten und so über 30 Sekunden verloren haben. Ohne die Strafe hätte die #31 klar gewonnen.

Verwirrung um Stop-and-Go Strafe

"Wir wissen beide nicht, wann wir unter Gelb etwas falsch gemacht haben", meinte Martin nach dem Rennen. "Aber wir müssen die Entscheidung wohl akzeptieren." Etwas Verwirrung entstand auch, weil unter anderem von den Kommentatoren in Frage gestellt wurde, ob die Strafe von dem Duo überhaupt angetreten wurde. Offenbar kam die offizielle Meldung zu dem Vergehen aber erst auf den Info-Bildschirm, als Pilet bereits die Stop-and-Go abgesessen hatte.

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Hat er die Strafe abgessessen oder nicht? Das war die große Frage beim Frikadelli-Porsche #31.

Bamber und Jaminet durften sich so über den Gewinn des teaminternen Duells und den Gesamtsieg freuen. "Es war gut, dass wir in der ersten Reihe gestartet sind und dann geführt haben", sagte Bamber, der dem Schubert-BMW Platz 1 bereits in Runde 2 in der Mercedes-Arena abluchste. "Danach ging es immer rauf und runter, aber wir wussten, wo wir am Ende stehen würden."

Falken Motorsport hat Glück dank Code 60

Etwas Glück war bei Falken Motorsport im Spiel. Klaus Bachler und Martin Ragginger hatten am Ende nur für die üblichen 8 Runden Sprit an Bord. Doch es sah danach aus, als ob eine weitere Runde gefahren wird. Die Rettung: Im letzten Umlauf wurde auf der Döttinger Höhe eine Code-60-Phase ausgerufen, die auch den führenden Frikadelli-Porsche so einbremste, dass die Gesamtzeit von 4 Stunden vor Überqueren der Ziellinie herunterlief. Es blieb damit bei 28 statt 29 Runden. Sonst hätte man einen Splash-and-Dash-Stopp einlegen müssen.

Überhaupt war Falken auf einer anderen Strategie als die Konkurrenz. Weil der Soft-Reifen im ersten Stint nicht mehr zu den Temperaturen passte, kam man nach einer famosen Startphase von Bachler, der von 11 auf 6 vorrückte, bereits nach 4 Runden zum Service, um auf den Medium-Reifen zu wechseln.

Manthey mit Boxenstopp-Problem

Auf Rang 4 landete der Manthey-Porsche von Michael Christensen und Lars Kern. Wie beim vergangenen Rennen hakte es einmal beim Boxenstopp, zudem hatte man noch Pflichtreifen zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen freizufahren. Allerdings war man durch das verkürzte Zeittraining aufgrund zweier roter Flaggen auch nur von Platz 9 gestartet.

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BMW stellte die beste Marke hinter dem Vierfachsieg von Porsche.

Erst auf Position 5 und 6 folgen die besten Nicht-Elfer mit den ROWE-BMW von Nick Yelloly/Nick Catsburg/John Edwards und Connor de Philippi/Martin Tomczyk/Marco Wittmann. Aufgrund einer Strafe von Platz 5 auf Platz 7 gerückt ist der Land-Audi von Christopher Mies, Mattia Drudi und Kelvin van der Linde. Dahinter folgen die ebenfalls werksunterstützten Audi R8 LMS GT3 von Phoenix Racing und Car Collection. Mercedes-AMG erreichte mit Platz 10 vom Team HRT das beste Resultat. Allerdings war man auch durch das verkürzte Training gehandicapt. GetSpeed startete von Rang 13, HRT nur von Position 17.

Auffällig: Mercedes-AMG und Audi haben im Gegensatz zu Porsche und BMW keine Zeit unter 8 Minuten im Rennen absolviert. Beim zweiten NLS-Lauf schafften Michele Beretta/Nicki Thiim noch eine Zeit von 7.55,829 Minuten.