W Series - Singapur - 2022 xpb

W Series vor dem Aus: Vorzeitiger Saisonabbruch

W Series vor dem Aus Saison 2022 vorzeitig beendet

Die W Series hat offiziell mitgeteilt, dass die beiden letzten Rennwochenenden in Austin und Mexiko aus dem Kalender gestrichen werden. Der Frauen-Rennserie ist das Geld ausgegangen. Ob es 2023 einen Neustart gibt, ist fraglich.

Die W Series war erst 2019 mit einem großen Medienrummel ins Leben gerufen worden. Die Veranstalter wollten weibliche Nachwuchspiloten mit einer eigenen Formel-Meisterschaft fördern, bei denen Männern die Teilnahme untersagt war. In der Einheitsserie, bei der mit abgespeckten Formel-3-Rennern gefahren wird, sollten die Damen die Chance bekommen, sich in Ruhe zu entwickeln, um sich dann anschließend auch in anderen Kategorien zu beweisen.

Doch nach knapp vier Jahren scheint das Konzept gescheitert. Schon die Saison 2020 musste wegen Corona komplett ausfallen. Jetzt wird das Rennjahr 2022 vorzeitig beendet. Den Organisatoren ging am Ende einfach das Geld aus. Schon länger plagen die Serie Finanzierungsprobleme. Bereits das Rennwochenende in Singapur soll angeblich nur deshalb stattgefunden haben, weil die lokalen Promoter die Kosten für den Transport der Autos übernommen hatten.

Bei den beiden verbleibenden Events in Austin und Mexiko geht nun endgültig nichts mehr. Hier sollte die W Series eigentlich im Rahmen der Formel 1 antreten. Doch der Serie fehlen die finanziellen Mittel für die Austragung der letzten Saisonläufe. Deshalb ließen die Veranstalter am späten Montagabend (10.10.) mitteilen, dass der Rennbetrieb für dieses Jahr eingestellt wird. Angeblich sind wegen der weltweiten Wirtschaftskrise zugesagte Einnahmen nicht geflossen.

Jamie Chadwick - W Series - Singapur - 2022
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Mit der Absage der letzten Saisonrennen ist klar, dass Jamie Chadwick ihren Meistertitel verteidigen wird.

Geht die W Series 2023 weiter?

Damit ist nun auch klar, dass Jamie Chadwick etwas früher als geplant die Meisterschaft feiern darf. Der Titel für die Britin wäre aber auch so kaum in Gefahr geraten. Chadwick, die sich schon in den Jahren 2019 und 2021 die Meisterkrone aufsetzen durfte, führt die Fahrerwertung mit 50 Punkten Vorsprung an. Trotz ihrer herausragenden Bilanz hat die 24-Jährige aber bisher noch nicht den Absprung in eine andere Serie geschafft. Nach einem kürzlichen Test mit einem Indy-Lights-Auto von Andretti Autosport könnte ihre Karriere in der IndyCar-Nachwuchsserie weitergehen. Der Wechsel wäre jedoch nur ein zusätzlicher Seitwärtsschritt auf dem Weg in ein Top-Championat.

Die große Frage lautet, ob die W Series im Jahr 2023 noch einmal einen Neustart wagen kann. Die Veranstalter sind aktuell auf der Suche nach neuen Geldgebern. Geschäftsführerin Catherine Bond Muir zeigte sich optimistisch, dass die Meisterschaft noch eine Zukunft hat: "Wir können leider noch keine konkreten Ankündigungen machen, aber wir führen aktuell viele positive Gespräche. Wir tun alles, um unser Geschäft langfristig auf finanziell gesunde Beine zu stellen und blicken freudig auf Wachstum und Erfolg in der Zukunft."

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