Abschied von der Mercedes R-Klasse

Produktion endgültig eingestellt

Mercedes R-Klasse Foto: Hersteller

Die Mercedes R-Klasse wurde zuletzt nur noch für den chinesischen Markt gebaut. Jetzt laufen die letzten Exemplare vom Band. Bis September wird noch produziert und bis Ende 2018 ausgeliefert.

2012 wurde die Mercedes R-Klasse in den USA vom Markt genommen. 2013 folgten alle anderen Weltmärkte. Lediglich in China, wo sich die R-Klasse großer Beliebtheit erfreut, war der Van in der Langversion noch im Angebot zu finden. Gefertigt wurde die Mercedes R-Klasse seit Produktionsbegin im Jahr 2005 im Mercedes US-Werk in Alabama.

Seit 2015 bei AM General gebaut

Weil Mercedes dort aber mehr Kapazitäten für den GLE, das GLE Coupé und den GL benötigte, musste die Produktion der R-Klasse ausgelagert werden. Die Wahl fiel auf den Auftragsfertiger AM General, der nach dem Wegfall des Hummer H2 nach neuen Aufträgen suchte. So wurde die Mercedes R-Klasse ab August 2015 bei AM General in Indiana gebaut und zwar weiterhin ausschließlich für den chinesischen Markt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde zwischen beiden Unternehmen bereits im Januar 2015 getroffen. Neben der R-Klasse werden bei AM General überwiegend Militärfahrzeuge gefertigt.

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Im September 2017 soll die Produktion der Mercedes R-Klasse nach zwölf Jahren nun endgültig eingestellt werden. Die bis dahin produzierten Fahrzeuge sollen noch bis Ende 2018 auf dem chinesischen Markt verkauft werden. Chinesischen Kunden mit dem Wunsch nach einem Siebensitzer sollen künftig mit dem GLS und der V-Klasse bedient werden. Seit Produktionsbeginn wurden gut 200.000 Autos der R-Klasse an Kunden ausgeliefert.

Crossover mit S-Klasse-Anspruch

Erstmals vorgestellt hatte Mercedes die R-Klasse 2005 auf der New York International Auto Show. Positioniert war das Modell als Großraumlimousine für die Oberklasse, quasi eine S-Klasse im Crossover-Format. Die technische Plattform lieferte die M-Klasse. Angeboten wurde die R-Klasse in zwei Radständen.

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Zunächst war nur eine 4+2-Sitzkonfiguration zu haben, später wurde die R-Klasse auch als Siebensitzer zu haben. 2010 erhielt das Crossovermodell im Rahmen eines großen Facelifts eine komplett neue Front und neue Motoren. Motorisiert war die R-Klasse mit Turbodieselmotoren und -benzinern mit einem Leistungsspektrum von 190 bis 510 PS. Top-Modell war der R63 AMG mit einem V8 Motor mit 6,3 Liter Hubraum, der die R-Klasse auf 250 km/h beschleunigte. Geschaltet wurde per Automatik mit sieben Gängen. Die R-Klasse war, je nach Motorisierung, mit Allradantrieb oder reinem Hinterradantrieb zu haben.

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Der Mercedes-Benz R63 AMG hatte nur 6,2 l Hubraum. Sollte man als "Autojournalist" eigentlich wissen.

Berndili 9. September 2017, 23:18 Uhr
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