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Neuer Hyundai Kona (2018) im Fahrbericht

Erster Fahreindruck vom City-SUV

Hyundai Kona Foto: Hyundai 52 Bilder
IAA 2017

Der koreanische Autobauer Hyundai rundet sein SUV-Angebot nach unten ab. Als neues Modell kommt der Hyundai Kona, der das Segment der City-SUV beackern soll. Erster Fahrbericht mit dem Drei- und Vierzylinder.

16.10.2017 Natalie Diedrichs, Peter Wolkenstein 12 Kommentare Powered by

Hyundai möchte bereits 2021 der führende asiatische Autobauer in Europa werden und pflegt entsprechend dieser Ambitionen sein Modellportfolio nach. SUV boomen und derzeit partizipieren die Koreaner am Trend mit dem Modellen Grand Santa Fe, Santa Fe und Tucson.

Fahrbericht Hyundai Kona

Hyundai Kona Foto: Hyundai
Wir sind beide Benziner gefahren: Den 3-Zylinder mit 120 PS und den 4-Zylinder mit 177 PS.

Wir sind beide Benziner-Varianten gefahren, die zur Markteinführung bereit stehen. Für den Vierzylinder mit 177 PS rechnet Hyundai mit rund 30 Prozent Verkaufsanteil in Deutschland, obwohl er für diese Fahrzeugklasse überdurchschnittlich kräftig motorisiert ist und die Zwangskombination mit Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe den Preis weiter nach oben treibt. Doch abgesehen davon passt er gut zu dem gut 1,4 Tonnen schweren SUV, treibt ihn kräftig voran und bleibt mit seinem nähmaschinenartigen Laufgeräusch in der Regel dezent im Hintergrund. Das gilt auch für die Arbeitsweise des Doppelkupplungsgetriebes, das die sieben Gänge unauffällig und passgenau wechselt – zumindest solange man den Kona nicht über kurvenreiche Bergstraßen scheucht. Hier wünscht sich mancher Schaltwippen am Lenkrad, denn durch den Wechsel in den Sportmodus hält das Getriebe die einzelnen Fahrstufen zwar länger, doch die Gangwechsel erfolgen dennoch zu selten zum passenden Zeitpunkt. Schaltwippen bietet Hyundai aber nicht an, also bleibt nur der Wechsel des Wählhebels in die manuelle Schaltgasse.

Agiles Fahrwerk, guter Komfort

Hyundai Kona Foto: Hyundai
Der Kona fährt agil durch Kurven und federt bekömmlich.

Dass der Wunsch überhaupt aufkommt, liegt aber auch an der Gesamtabstimmung des Kona. Er fühlt sich agil und handlich an, lässt sich mit der ausreichend rückmeldungsfreundlichen Lenkung zielsicher durch Kurven treiben. Kräftiges Untersteuern oder eine deutliche Seitenneigung sind ihm ebenso fremd wie überraschende Reaktionen beim plötzlichen Gaswegnehmen, der Fahrer hat eher damit zu kämpfen, sich mit den Knien an Tür und Mittelkonsole abzustützen, weil die Sitzfläche im Gegensatz zur Lehne nur wenig Seitenhalt bietet. Kommt bei dieser Auslegung der Federungskomfort zu kurz? Keineswegs, trotz der aufgezogenen 18-Zoll-Bereifung belästigt der Kona seine Insassen auf schlechter Fahrbahn weder mit lästigen Stößen noch mit kräftigem Fahrwerkspoltern.

So fährt der 3-Zylinder mit 120 PS

Das ändert sich auch nicht, wenn man in die schwächere Dreizylinder-Variante mit 120 PS umsteigt. Mit ihm ist der Kona knapp 150 Kilogramm leichter, wobei für das Mindergewicht nicht allein der Motor verantwortlich ist, denn die kleine Benziner-Variante verzichtet zudem auf Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe. An Temperament mangelt es ihm subjektiv ebenfalls nicht, wenngleich die Werksangaben für Beschleunigung (12,0 statt 7,9 Sekunden für 0 auf 100 km/h) und Höchstgeschwindigkeit (181 statt 205 km/h) eine andere Sprache sprechen. Wie dem auch sei, der Dreizylinder gibt sich akustisch stets als solcher zu erkennen, trommelt fröhlich und legt sich ab 2000/min engagiert ins Zeug, die Gangwechsel mit der Sechsgangschaltung bereiten keine Mühe. Nur schade, dass weder Doppelkupplungsautomatik noch Allradantrieb auch nicht gegen Aufpreis zu haben sind – dann dürften sich wohl noch mehr als die anvisierten 70 Prozent für diese Motorisierung entscheiden.

Hyundai Kona Sitzprobe

Hyundai Kona
Kompakt-SUV feiert IAA-Premiere 1:14 Min.

So flippig, wie der Kona von außen wirkt, so zurückhaltend gestaltet sich der Innenraum: Dieser ist überwiegend in schwarz gehalten und sehr konventionell strukturiert. So verschmelzen die digitalen Anzeigen hinter dem Lenkrad nicht zu einem großen Virtual Cockpit, sondern bilden standardmäßig Geschwindigkeits-, Drehzahlmesser sowie Tankanzeige und Bordcomputer ab.

Der optional erhältliche Acht-Zoll-Touchscreen ist dem Armaturenbrett aufgesetzt, sodass der Fahrer in gut im Blick hat, der Blickwinkel aber auch nicht zu sehr eingeschränkt wird.

Die optionalen schwarzen Ledersitze sind bequem, spenden aber wenig Seitenhalt, das Lenkrad liegt dank genopptem Leder gut in der Hand. Wer etwas mehr Farbe im Interieur haben möchte, kann sich den Kona gegen Aufpreis mit Zierleisten und -nähten in Rot, Limone oder Orange bestellen. Nettes Detail: Auch die Gurte werden dann in der entsprechenden Farbe geliefert.

Die Mittelkonsole bietet clevere Ablageflächen für Hausschlüssel, Smartphone und Co. – das lässt sich natürlich auch gut auf der Induktiven Ladefläche ablegen, sofern sie mitbeordert wurde.

Über dem Rückspiegel gibt es ein Fach für die Sonnenbrille, die Vordersitze haben auf der Rückseite praktische Netze für weiteren Stauraum. Im Fond sitzen zwei durchschnittlich große Passagiere relativ bequem, bei Dreien wird’s dann aber kuschelig.

Hyundai Kona Foto: Natalie Diedrichs
Die Rücksitzbank lässt sich 1/3 zu 2/3 teilen.

Die ausklappbare Armlehne umfasst auch zwei Getränkehalter, eine Durchlade ist in der Rückbank jedoch nicht vorhanden. Sie lässt sich lediglich zweigeteilt umklappen und erzeugt einen nahezu ebenen Laderaum, der 1.143 Liter packt.

Neuer SUV für das B-Segment

Um künftig bei den ganz kleinen SUV-Modellen ebenfalls mit von der Partie zu sein, wird ein neues Modell für das B-Segment ins Line-Up eingezogen – der neue Kona, der bei den Kleinwagen-SUV mitmischen soll. Der Hyundai Kona kommt auf eine Länge von 4,17 Meter, ist 1,80 Meter breit und 1,55 Meter hoch. Der Radstand wird mit 2,60 Meter, die Bodenfreiheit mit 17 cm angegeben. Unter seiner Heckklappe hält der fünfsitzige Kona ein Laderaumvolumen von 361 Liter bereit, das durch Umlegen der Rückbank vergrößert werden kann. Kommen soll der neue Hyundai Kona zum Modelljahr 2018 – also Ende 2017.

Beim Design setzt der Kona auf den typischen Kaskaden-Kühlergrill, der von schlanken LED-Scheinwerfern flankiert wird. Motorhaube und Flanken zeigen sich stark konturiert. Bug, Heck, Radläufe und die Flanken tragen Kunststoffbeplankungen. Unterfahrschutzelemente vorne und hinten unterstreichen den Robust-Look. Am Heck setzen die schlanken Rückleuchten sowie ein Dachkantenspoiler Akzente. Generell setzt der Kona auf eine Zweifarblackierung mit farblich abgesetztem Dach – hier stehen zahlreiche Farbkombinationen zur Wahl. In den Radhäusern drehen sich 18-Zoll-Alufelgen.

Zweifarbig treibt es der Hyundai Kona auch im Innenraum. Zum schwarzen Grundton gesellen sich lackierte Rahmen und Kontrastnähte in Wagenfarbe. Zentrales Bedienelement ist ein 7-Zoll-Monitor auf der Armaturentafel. Smartphones werden per Apple Carplay und Android Auto eingebunden. Das optionale Infotainmentsystem setzt auch einen 8-Zoll-Touchscreen. Die Mittelkonsole bietet eine induktive Ladeschale sowie USB und Aux-Anschlüsse. Neben dem Kombiinstrument kann sich der Fahrer verschiedene Infos auch in einem Head-up-Display anzeigen lassen. Für Soundliebhaber ist ein High-End-Soundsystem im Angebot.

Kia Stonic Kia Stonic (2017) Preis, Sitzprobe Crossover ab 15.790 Euro

Hyundai Kona mit Front- und Allradantrieb und als E-Version

Die technische Plattform für den SUV liefert nicht der Hyundai i20, stattdessen basiert das Modell auf einer eigenen Plattfrom. Das Motorenangebot unfasst zum Marktstart zwei Benziner. Basistriebwerk ist ein 1,0-Turbobenziner mit drei Zylindern, 120 PS und 175 Nm Drehmoment. Der wird an ein manuelles Sechsganggetriebe und Vorderradantrieb gekoppelt. Daneben ist ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 177 PS und 265 Nm Drehmoment zu haben.

Motoren von 120 bis 177 PS

Geschaltet wird hier per 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Die Kraft wird serienmäßig auf alle vier Räder verteilt. Mitte 2018 soll dann noch ein neuer Turbodiesel in zwei Leistungsstufen nachgereicht werden. Der 1,6-Liter-Vierzylinder kommt mit 115 PS, 260 Nm, 6-Gang-Handschaltung und Vorderradantrieb und mit 136 PS, 300 Nm, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und wahlweise Front- oder Allradantrieb. Ebenfalls für 2018 ist auch eine rein elektrische Version des Kona geplant, die etwa 500 Kilometer Reichweite haben soll.

Die Sicherheitsausstattung des Hyundai Kona umfasst unter anderem einen Notbremsassistenten, einen Spurhalteassistenten, automatisches Fernlicht, Müdigkeitsalarm, Tot-Winkel-Warner und eine Querverkehrswarnung hinten.

Preise ab 17.500 Euro

Der Name Kona leitet sich von einer Region auf Hawaii ab, allerdings wird er in Portugal als Hyundai Kauai zu den Händern rollen. Warum? Hier nachlesen. In der Einstiegsversion Pure kostet der Kona ab 17.500 Euro. Der 4-Zylinder mit 177 PS, Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb kostet in der Ausstattung Trend ab 25.000 Euro. Damit kostet der Vierzylinder 4.700 Euro mehr als der 3-Zylinder mit Frontantrieb und 6-Gang-Schaltgetriebe.

Noch ein Hyundai-SUV unterhalb des Kona kommt

Bis Ende 2021 will die Marke Hyundai 30 neue Modelle und Derivate auf den Markt bringen. Davon sollen 14 einen alternativen Antrieb besitzen. Geplant sind derzeit vier rein elektrische Modelle, fünf Hybride, fünf Plug-In-Hybride sowie ein SUV mit Brennstoffzelle. Der gesamte Hyundai-Konzern, zu dem unter anderem auch Marke Kia gehört, will innerhalb der nächsten fünf Jahre verschiedene 31 Modelle mit alternativen Antrieben verkaufen. Ebenfalls geplant ist ein weiterer City-SUV, der unterhalb des Kona das A-Segment abdeckt.

Fazit

Der Kona fährt agil und handlich, ohne den Komfort zu vernachlässigen. Er gibt sich unkompliziert in der Bedienung, hat eine praktische Größe und kostet nicht zuviel Geld: Hyundai hat eine ernsthafte Alternative zu Captur, T-Roc & Co. auf die Räder gestellt.

Technische Daten
Hyundai Kona 1.0 T-GDI Pure
Grundpreis17.500 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4165 x 1800 x 1550 mm
KofferraumvolumenVDA361 bis 1143 l
Hubraum / Motor998 cm³ / 3-Zylinder
Leistung88 kW / 120 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit181 km/h
Verbrauch5,2 l/100 km
TestverbrauchSuper Benzin
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    "City SUV, bei der Bezeichnung muss ich echt schmunzeln. Sie beweist wie degeneriert unsere Konsumopfergesellschaft geworden ist."

    Degeneriert wird sie auch durch derart schwachsinnige Titulierungen der Autopresse. Gehen Sie doch mal die Homepage durch, was da alles für Sch... über DEN "Sports Utility Vehicle" geschrieben wird.

    Gleich danach kommen Coupeeeee (also alles mit irgendwie abfallender Dachlinie) und Crossover.

    Fellfrosch 18. Oktober 2017, 18:41 Uhr
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