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Neuer Hyundai Tucson (2018)

Optik- und Technik-Update plus Hybrid für den SUV

Hyundai Tucson Foto: Hyundai 7 Bilder

Der koreanische Autobauer Hyundai hatte auf der New York Auto Show die überarbeitete Version des Tuscon für 2018 gezeigt. Neben einer modifizierten Optik gibt es auch neue Technik-Features. Ab Sommer kommt der SUV auvch mit Diesel-Hybridtechnik

07.06.2018 Holger Wittich Powered by
Hyundai Tucson Foto: Hyundai
Der neue Hyundai Tucson erhält eine überarbeitete Front mit LED-Scheinwerfern.

2015 hatte Hyundai die zweite Generation des Tucson aufgelegt, nun muss ein Facelift den SUV fit für die zweite Lebensphase machen. Analog zum aktuellen Styling erfährt der SUV eine deutliche Überarbeitung an der Front. Ein neu gestalteter Grill in der Kaskaden-Optik des i30 wird von den neuen LED-Scheinwerfereinheiten flankiert.

Im Gegensatz zum neuen Hyundai Kona kommen beim Tucson keine zweigeteilten Scheinwerfer zum Einsatz. Auch die Frontschürze passen die Koreaner an und heben den Frontsstoßstange ein wenig an. Außerdem wurde der Unterfahrschutz optisch angepasst, ebenso Heckschürze und Hecklampenlayout.

Neuer Vierzylinder-Diesel für den Hyundai Tucson

In Sachen Motorisierung bleibt es weitestgehend bei den bekannten Motoren. Hier setzt Hyundai auf zwei Diesel und zwei Benziner. Neu im Programm ist der 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel, den es zwei Leistungsstufen mit 115 und 133 PS geben wird. Gekoppelt sind die Frontantriebs-Selbstzünder mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Der Top-Motor, ein 2,0-Liter-Diesel mit 186 PS, verfügt über Allradantrieb und ist ebenfalls mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe verblockt. Der Motor kann aber auch mit einen neu entwickelten Achtgang-Automatik geordert werden.

Auf der Benziner-Seite stehen der 1,6-Liter-GDI mit 132 PS Frontantrieb und Sechsgang-Schaltbox zur Auswahl. Darüber rangiert die Turbo-Version des 1,6-Liters mit einer Leistung von 177 PS. Das Modell ist ebenfalls mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung oder der bekannten Siebengang-Automatik zudem als Front- und als Allrad-Modell verfügbar.

Ab Sommer ist der frische Tucson mit einem Mildhybrid-Diesel zu haben. Der Tucson 2.0 CRDi als 48-Volt-Mildhybrid koppelt das 48-Volt-System mit dem 2,0 Liter großen und 186 PS starken CRDi-Diesel der neusten Generation. Die für die Elektrifizierung konzipierte Technologie umfasst eine 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie mit 0,44 kWh Speichervolumen, einen Mildhybrid-Startergenerator (MHSG) und einen Gleichspannungswandler, der das herkömmliche 12-Volt-Bordnetz mit dem neuen 48-Volt-System verbindet. Der elektrische Startergenerator ist über einen Riemen mit der Kurbelwelle verbunden und unterstützt den Diesel beispielsweise beim kräftigen Beschleunigen mit bis zu 12 kW. Beim leichten Beschleunigen entlastet der Startergenerator den Diesel und reduziert so Emissionen und Kraftstoffverbrauch um bis zu sieben Prozent.

Das 48-Volt-System kann wahlweise mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe oder mit der ebenfalls neu entwickelten Achtgang-Automatik bestellt werden. Im Frühjahr 2019 soll die 48-Volt-Technologie im Tucson auch im dem neuen 1,6-Liter-Dieselmotor erhältlich sein.

Hyundai Tucson Foto: Hyundai
Neues Interieur: Der Tucson erhält den vom Kona bekannten freistehenden Bildschirm auf dem Armaturenträger.

Auch das Cockpit wurde für das Facelift überarbeitet. Der in den Armaturenträger integrierte Bildschirm ist Geschichte. Stattdessen zeigt sich der fast freistehende Bildschirm aus dem Kona mit seinen Bedienelementen an den Seiten. Darunter sind die Luftausströmer vertikal verbaut. Das Dreispeichenlenkrad bleibt im Design gleich, das Cockpit-Gehäsue steht etwas mehr aus dem Armaturenträger heraus.

Jetzt auch mit Radar-Tempomat

Bei der Sicherheits- und Komfort-Ausstattung bietet der neue Hyundai Tucson über den Frontaufprallverhinderungsassistenten, einen Aufmerksamkeitsassistenten und eine Tempolimitwarnung sowie einen Surround View Monitor für eine 360-Grad-Rundumsicht. Erstmals gibt es im Tucson einen radargestützten Tempomat, der den Abstand zum voraus fahrenden Fahrzeug hält und automatisch beschleunigt und bremst.

Außerdem ist im Facelift-Modell eine Soundsystem vom Krell, die induktive Lademöglichkeit für Smartphones und deren Intergration via Android Auto und Apple Car Play verbaut. Der neue Huyndai Tucson startet im Sommer 2018 in Deutschland. Preise sind noch nicht bekannt.

Aktuell überarbeitet Hyundai seine SUV-Modellpalette kräftig. Neben dem neuen Hyundai Kona und dem Santa Fe, die bereits präsentiert wurden, haben sie noch einen Fullsize-SUV mit acht Sitzplätzen in der Erprobung.

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Neuester Kommentar

@Autojoe
Ich finde es gut, wenn du dich für abgasarme Fahrzeuge interessierst und deswegen auch den Markt weitläufig - also nicht nur DE Autos - und genau beobachtest. Finde ich vorbildlich.

Allgemein und grundsätzlich gilt: Hyundai / Kia exportieren in die ganze Welt hinaus, also auch in Märkte, wo das Technikverständnis oder die Reparatur-Skills nicht so hoch sind, da dort doch einige gute Möglichkeiten eher begrenzt sind.
Deshalb geht Hyundai eher behutsam vor beim SUV namens Tucson, der sicherlich auch in vielen ländlichen oder abgelegenen Gebieten zur Anwendung kommt. Wenn ich z.B. im Australischen Outback herumfahre bei 40-50 Grad Aussentemperatur und wo ich pro Tag vielleicht nur 1 anderes Auto sehe (und keine Häuser), dann ist simplere Technik, die einfacher zum Reparieren ist, einiges vernünftiger als ein "hochgestochener, aber dann viel komplexerer Motor".
Beim Tucson setzt Hyundai ein 'Mild Hybrid' ein, der eigentlich gar nicht 'Hybrid' genannt werden dürfte oder sollte, wenn es nach mir ginge. Weil es dann eher zu Missverständnissen kommt beim Autokäufer, der die verschiedenen Hybrids inkl. Diesel miteinander vergleicht.
Beim Mild Hybrid wird ein stinknormaler (Diesel-)Motor genommen und einfach ein "besserer Anlassermotor" mit 48V angepappt, den man hübscherweise dann "48V-Startergenerator" nennt. Prinzipiell kann ja jeder Elektromotor auch als Generator amtieren, dies ist keine Hexerei.
Und 48V darum, damit man mehr Leistung vom E-Motor abrufen kann. Und maximal 48V (ein Vielfaches von 12V) ist noch eine ungefährliche Spannung beim Reparieren, d.h. man kriegt noch keinen Stromschlag (alles unter 50V ist nicht wirklich kritisch).
Dazu noch ein bisschen Steuerelektronik für den neuen Startergenerator und schon ist der 'Mild-Hybrid' fertig.
==> Einfach ausgedrückt: Ein alter, herkömmlicher Motor mit zusätzlich wenigen und simplen Investitionen - fertig! "Kein Hexenwerk!" Und kostet weniger als ein Voll-Hybrid...

Für die Entwickler ein sehr simpler Vorgang oder eine simple Massnahme - die "jeder geschickte Mechaniker" auch zu Hause vornehmen könnte bei einem alten (Diesel-)Motor.

Doch ein solcher 'Mild Hybrid' ist meilenweit entfernt von einem 'Toyota Hybrid' mit einem Motor nach 'Atkinson Cycle', welcher einem völlig anderem Konstruktionsprinzip zu Grunde liegt. Der Toyota Atkinson-Motor und der Hybridteil sind völlig anders konstruiert worden im VERBUND - was dann auch wirklich eine maximale Kraftstoffersparnis bringt mit einer Effizienz von ca. 41% - also die im Moment höchste Effizienz bei einem Verbrenner. Ersetzt den Diesel bestens.
(Schade, dass die Autojournalisten die Toyota-Vorteile viel zu wenig herausstreichen... damit der Bevölkerung auch die grossen Unterschiede bewusst werden.)

Im Hyundai Ioniq ist auch ein hochwertiger Hybrid eingesetzt worden, der auch den Namen 'Hybrid' absolut verdient. Eine gute Maschine mit aktueller Technik. Auch sehr empfehlenswert.

Irgendwann später wird der Tucson auch auf diese neuste Technik umgerüstet werden, denn sie ist ja bereits im Haus vorhanden. Kommt Zeit, kommt Rat.

Greetings

CH-Engineer 8. Juni 2018, 08:14 Uhr
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