Mercedes ändert Kältemittel

CO2-Klimaanlage für S- und E-Klasse

Mercedes E 220 d T-Modell, Frontansicht Foto: Mercedes

Mercedes ersetzt in der E-Klasse und der S-Klasse das feuergefährliche Kältemittel R1234yf durch CO2 – aber nicht in allen Modellen und Schritt für Schritt.

In das S 400 Coupé baut Mercedes seit Oktober 2016 eine CO2-Klimaanlage ein. Mit dem Facelift der S-Klasse folgen auch die Modelle S 350d, S 400d und S 560. Weitere Varianten wird es nicht mit CO2-Klimaanlage geben, wie Mercedes auf Nachfrage mitteilte.

In der E-Klasse gibt es CO2 als Kältemittel in Verbindung mit dem neuen Vierzylinder-Diesel OM 654 und der Dreizonen-Klimaautomatik (Ausstattungscode 581). Der OM 654 wird im E 200d und im E 220d eingesetzt. Weitere Motorvarianten folgen vermutlich zum nächsten Änderungsjahr im Dezember 2017.

Brandgefahr senken

Grund für die Umstellung: Ab dem 1. Januar 2017 darf das bisherige, klimaschädliche Kältemittel R134a in Neuwagen nicht mehr verwendet werden. Als Alternative wird das Kältemittel R1234yf eingeführt. Das ist zwar weniger gefährlich für das Klima, setzt aber im Fall eines Feuers beispielsweise nach einem Unfall Flusssäure und Carbonylfluorid frei.

Mercedes hatte zunächst auf das Mittel verzichtet und damit erheblichen Wirbel ausgelöst. Nun setzt Mercedes ab 1. Januar ebenfalls als Standard R1234yf ein. Gegen die Brandgefahr baut Mercedes einen zusätzlichen Argontank in den Motorraum ein, um die Brandgefahr zu senken.

Neuester Kommentar

Guten Morgen! Das Verbot von R134a kam ja nicht über Nacht.

Zuerst hat man an R70a-Klimaanlagen geforscht, es dann aber abgebrochen und ist auf das Teufelszeug R1234yf umgeschwenkt, da der Entwicklungsaufwand gering ist und DuPont und DowChemical die Fahrzeughersteller erpreßt hat (entweder ihr nehmt R1234yf ab, oder es gibt keine Kunststoffgranulate mehr) und die Fahrzeughersteller so blöde waren, darauf einzugehen. Wer ist hier der Kunde und hat das Geld und schafft an? Der Lieferant wohl kaum, oder?

Erst als Verbraucherschutzorganisationen bezüglich dem R1234yf Druck auf die Fahrzeughersteller ausüben, wird entwickelt. Da war ja doch noch eine Alternative...
Das ist mangelhaft, Daimler.
Und die anderen, die nichts tun: Setzen, sechs!

Berndili 5. März 2017, 00:43 Uhr
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