Im britischen Essex kommt ein ungewöhnlicher Werkstattfund auf den Markt: Eddie Walsh betrieb seit den späten 1970er-Jahren eine Werkstatt für Ferrari-Restaurationen und Ersatzteile. Er konzentrierte sich dabei fast ausschließlich auf klassische Modelle aus Maranello und blieb als Person eher im Hintergrund.
Ferrari-Restaurator verstarb 2025
Walsh arbeitete als talentierter Ingenieur und begeisterter Motorsport-Fan. Vor allem seine Karosseriearbeit verschaffte ihm Respekt in der Ferrari-Szene. Er fertigte Blechteile und sogar komplette Karosserien von Grund auf und erwarb sich damit still, aber dauerhaft Anerkennung. Walsh verstarb 2025.
Wer die Werkstatt betritt, stößt auf Fahrzeuge und Projekte, die den Zustand von damals bewahren. Unter dem Dach hängt an Ketten ein rechtsgelenkter Dino 246 GT. Daneben steht eine 330-GTO-Rekonstruktion, die offenbar mitten im Aufbau stecken blieb. Auf dem Werkstattboden wartet ein 308 GT/4. Auf der Empore liegen ein weiterer 308 GT/4 und ein 308 GTS – beide teilweise zerlegt. Das einzige komplette Auto ist ein Ferrari 308 GT4 von 1977, dessen Wert auf 35.000 bis 45.000 britische Pfund (40.260 bis 46.000 Euro) geschätzt wird.
Riesiges Teilelager zu versteigern
Neben den Autos fällt das Teilelager ins Auge. Walsh sammelte neue und gebrauchte Ferrari-Komponenten in großer Menge: Motoren, Getriebe, Karosserieteile, Interieurs, Räder und zahlreiche seltene Einzelteile. Er gab Ersatzteile nur ungern ab und legte sie lieber für spätere Projekte zurück.
Seit mehreren Wochen sortieren Helfer die Bestände, identifizieren die Teile und stellen die Sammlung zusammen. Tifosi Auctions bringt die Entdeckungen auf den Markt; die Online-Auktion endet am 22. März 2026 um 12 Uhr (13 Uhr GMT).





