DSG-Getriebe: So vermeiden Sie 2.000 € Reparaturkosten

Fehler beim DSG-Getriebe
So vermeiden Sie 2.000 € Reparaturkosten

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.02.2026
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VW Tiguan Offroad 2.0 TDI 4Motion, Interieur
Foto: Patrice Marker

Doppelkupplungsgetriebe sind technisch anspruchsvoll und bieten viele Vorteile, erfordern jedoch eine bewusste Handhabung. Kleine Fehler im Alltag können schnell zu teuren Schäden führen.

Ein häufiger Fehler tritt auf, wenn Fahrer an einer roten Ampel nur leicht auf die Bremse treten. In diesem Zustand bleibt die Kupplung im Schleifpunkt, was zu unnötigem Verschleiß und Überhitzung führt. Um dies zu vermeiden, sollte das Bremspedal kräftig betätigt werden, um das Getriebe vollständig zu trennen. Alternativ kann die Auto-Hold-Funktion oder der Leerlauf genutzt werden. Auch im Stop-and-Go-Verkehr neigen viele dazu, das Fahrzeug nur wenige Zentimeter vorrollen zu lassen. Für das DSG bedeutet dies, dass die Kupplungen ständig neu ansetzen müssen, was die thermische Belastung erhöht. Es ist besser, eine größere Lücke entstehen zu lassen und dann in einem sauberen Anfahrvorgang die Position zu wechseln.

Richtiger Umgang mit dem Getriebe

Das Umschalten von Rückwärts auf Vorwärts, während das Fahrzeug noch rollt, belastet die Mechanik. Die Kupplung muss die kinetische Energie des Fahrzeugs aufnehmen, was zu starkem Verschleiß führt. Das Fahrzeug sollte vor jedem Richtungswechsel vollständig zum Stillstand gebracht werden. Besonders am Berg kann wiederholtes kurzes Anfahren und Halten die Kupplungen überhitzen. Dies ist besonders kritisch im Anhängerbetrieb. Einmaliges, zügiges Anfahren ist deutlich materialschonender.

Nach dem Starten des Motors benötigt das DSG einige Sekunden, um den hydraulischen Druck aufzubauen. Wer sofort losfährt, riskiert Schäden an der Mechatronik und den Kupplungspaketen. Es empfiehlt sich, nach dem Start kurz zu warten, bevor die Fahrstufe eingelegt wird.

Wartung und Pflege

Ein regelmäßiger Ölwechsel ist entscheidend für die Langlebigkeit des DSG. Verschmutztes Öl kann die empfindlichen Ventile beschädigen. Hersteller empfehlen Wechselintervalle zwischen 60.000 und 120.000 Kilometern.

Der manuelle Modus ist nützlich, sollte aber nicht dauerhaft genutzt werden. Häufige Gangwechsel und hohe Drehzahlen führen zu erhöhtem Verschleiß. Im Alltag ist der Automatikmodus effizienter und schonender. Indem diese Wartungsmaßnahmen eingehalten werden, lässt sich die Lebensdauer des Getriebes erheblich verlängern.

Fazit