Im Winter kostet Heizen Reichweite, im Sommer fordert Schnellladen die Kühlung. Im E‑Auto müssen Innenraum, Batterie und Leistungselektronik in einem passenden Temperaturfenster bleiben. Je effizienter das Thermomanagement arbeitet, desto weniger Energie geht für Heizen und Kühlen drauf.
Auf der IZB in Wolfsburg zeigte thyssenkrupp Automotive Technology einen elektrischen Kältemittelverdichter, der für die Anforderungen des natürlichen Kältemittels CO₂ (R744) maßgeschneidert wurde.
Was ein E‑Auto thermisch im Griff haben muss
- Batterie: effizienter Betrieb und geringere Alterung im passenden Temperaturbereich
- Leistungselektronik: Wärme abführen, Komponenten schützen
- Innenraum: Wärme ohne Verbrennerabwärme, je nach Auto per PTC oder Wärmepumpe
- Schnellladen: Batterie je nach Situation kühlen oder heizen
Warum CO₂ als Kältemittel diskutiert wird
In vielen aktuellen Fahrzeugen kommt R1234yf zum Einsatz. Gleichzeitig wächst der Druck, fluorierte Stoffe zu reduzieren. Hersteller prüfen daher natürliche Alternativen.
Im Pkw werden vor allem zwei Kandidaten diskutiert: Propan (R290) und CO₂ (R744). Propan ist brennbar und bringt zusätzliche Sicherheitsanforderungen mit. CO₂ ist nicht brennbar, arbeitet aber mit deutlich höheren Drücken als klassische Pkw-Klimasysteme.
Hoher Druck als technische Hürde
CO₂ hat ein niedriges Treibhauspotenzial (GWP = 1). Die Herausforderung steckt in der Auslegung: R744-Systeme laufen mit hohen Drücken, was Dichtheit, Dauerhaltbarkeit und Komponenten im Hochdruckbereich anspruchsvoller macht.
Hören Sie jetzt in die MOOVE-Podcastfolge rein und erfahren Sie aus erster Hand, warum Thermomanagement im E‑Auto über Reichweite, Komfort und Schnellladen mitentscheidet. Im Gespräch erklären die Entwickler aus dem Hause thyssenkrupp Automotive Technology, was CO₂ (R744) als Kältemittel verändert und wo die technischen Hürden liegen.





