Fiat Panda 1.3 16V Multijet 4x4 im Test

Der Gutelaune-Bär

Fiat Jagd-Panda 4x4 2013 Taubenreuther Foto: Torsten Seibt 24 Bilder

Der Fiat Panda 4x4 kommt mit einem neuen Gelände-Tuning-Kit ganz groß raus. Wir waren mit dem Jagd-Panda auf Testfahrt.

Ziemlich langer Name für ein ziemlich kurzes Auto: Fiat Panda 1.3 16V Multijet 4x4 Start & Stopp, so die offizielle Typbezeichnung, und in unserem Falle noch um die Namen „Lapp“ und „Taubenreuther“ zu ergänzen. Denn Volker Lapp mit seinem Expeditionsservice und die Kulmbacher Zubehörspezialisten haben den neuen Fiat Panda zum ziemlich wilden Kletterbären ausgerüstet.

Prototyp für Expeditionsfahrt

Nach Lapps Vorgaben wurde zunächst ein „Prototyp“ von Taubenreuther entwickelt, mit dem der Extremreisende im Winter zum Nordkap aufbrach. Und diese 7.000-Kilometer-Tour bei Eis, Schnee und bis zu -40 Grad so gut bewältigte, dass klar war: das bauen wir in Serie. So entstand in Kulmbach der zweite Kraxel-Panda, den wir zum exklusiven Test entführen konnten.

Es ist keine Hexerei, ein Auto geländetauglicher zu machen – denn der Weg dorthin ist eigentlich stets der gleiche, da macht der Fiat Panda 4x4 keine Ausnahme. Nur lässt sich bei ihm nicht so leicht „ins Regal“ greifen, denn im Gegensatz zu waschechten Geländewagen, für die spezialisierte Hersteller alle erdenklichen Zubehörteile anbieten, ist der Fiat Panda 4x4 in dieser Beziehung doch eher ein Exot.

Fiat Panda 4x4 ist ausgerüstet wie ein Großer

So wurde bei Taubenreuther ein Höherlegungsfahrwerk entwickelt, das den Fiat Panda 4x4 um 20 Millimeter nach oben liftet. Das wiederum schafft Raum für etwas größere Bereifung: der Wechsel von den serienmäßigen 175/65-15 auf 185/65er Dimension steuert immerhin auch rund zehn Millimeter zur Bodenfreiheit bei. Aufgezogen wurde das gröbste, was in dieser Dimension zu finden war: Sava Adapto heißt der Reifen mit relativ kernigem, an einen AT erinnernden Grob-Profil. Echte Geländereifen in dieser Dimension gibt es schlicht keine.

Dazu gesellen sich die üblichen Verdächtigen: Seilwinde, Unterfahrschutz, Dachträger, An- und Umbau, ebenfalls für den Fiat Panda 4x4 neu entwickelt (siehe Bildergalerie). Und damit wird der Kletterbär, der schon im Serienzustand als potenter SUV-Schreck taugt, selbst für Geländewagen zum Angstgegner.  Denn der Fiat Panda 4x4 hat vor allem eines zu bieten: wenig Gewicht. Leer bringt der Allradler gerade mal rund 1.000 Kilo auf die Waage – ein Rezept, mit dem auch Autos wie der Suzuki Jimny im Gelände erfolgreich Kreise um vielfach teurere Groß-Offroader fahren.

Der Panda 4x4 ist nach dem Tuning hart im nehmen

Denn speziell dank des neuen Unterfahrschutzes kann man sich den Fiat Panda 4x4 im Gelände richtig zur Brust nehmen – wenn ein Berg vermeintlich zu steil ist, gibt man eben mehr Gas und nimmt einen längeren Anlauf. Das funktioniert dank des Fliegengewichtes wirklich ausgezeichnet. Selbst Kletterpartien meistert der Kleine im Rahmen seiner Fähigkeiten – für ganz langsames Kraxeln fehlt ihm zwar eine Untersetzung, dafür hält er eine auf Knopfdruck aktivierbare Traktionskontrolle bereit.

Der Vorteil gegenüber dem erwähnten Suzuki Jimny ist allerdings, dass sich die inzwischen dritte Generation des Fiat Panda 4x4 auch auf der Straße richtig manierlich fährt. Der Dieselmotor hat im normalen Leben wenig Mühe mit dem Offroad-Zwerg, erst an langen Autobahnsteigungen muss er sich dann doch etwas bemühen – wobei die wenigsten den Fiat Panda 4x4 wegen seiner Autobahntauglichkeit kaufen dürften.

Eher schon, um die Geschichte fortzuschreiben. Denn bereits der erste, 1983 angebotene Allrad-Panda, hatte schon das Zeug dazu, für Furore zu sorgen. Mit dem identischen Rezept wie heute: klein, leicht und hart im nehmen. Und vor allem günstig – das Komplettfahrwerk für den ab 15.490 Euro angebotenen Allrad-Panda kostet gerade einmal 442 Euro, der Unterfahrschutz 390, ein Komplettrad mit den größeren Reifen 178 Euro. Da ist man von „echten“ Geländewagen üblicherweise rund das dreifache gewohnt.

Es könnte also auch in Zukunft so sein wie bereits mit den Generationen eins und zwei des Fiat Panda 4x4: wenn Sie sich nach einem langen Tag im Gebirge auf die Paßhöhe gekämpft haben, stehen die Chancen nicht schlecht, dass oben bereits ein Panda 4x4 parkt.

Fazit

Der Fiat Panda 1.3 16V Multijet 4x4 mit dem Taubenreuther-Umbau empfiehlt sich vor allem für Anwender, die einen unkomplizierten Kraxler ohne riesige Transportkapazität brauchen und kein Vermögen dafür ausgeben möchten. Mit der Höherlegung, den größeren Reifen und dem Unterfahrschutz wird die Geländetauglichkeit beträchtlich gesteigert, ohne dass der Alltagsnutzen leidet.

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Technische Daten
Fiat Panda 1.3 16V Multijet 4x4 4x4
Grundpreis 16.990 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3686 x 1672 x 1605 mm
KofferraumvolumenVDA 225 bis 870 l
Hubraum / Motor 1248 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 55 kW / 75 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 159 km/h
Verbrauch 4,7 l/100 km
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