Mercedes ML 350, Frontansicht Hans-Dieter Seufert
Mercedes ML 350, Frontansicht
Mercedes ML 320, Lenkradschalter
Mercedes ML 500, Bergabfahrhilfe
Mercedes ML 500, Fondsitze 4 Bilder

Mercedes M-Klasse Gebrauchtwagen

SUV mit Limousinen-Feeling

In der zweiten Generation setzt der Luxus-SUV verstärkt auf die Optimierung der Straßeneigenschaften.

Auch in der zweiten Auflage bewältigt der Mercedes ML nahezu jeden Berg – mit dem sogenannten Offroad-Pro-Technik-Paket samt Verteilergetriebe, zusätzlichen Sperren und Luftfederung. Ohne ist er schlicht eine schicke Allround-Luxuslimousine.

Motor

Zur Markteinführung 2005 brachte Mercedes die beiden Benziner ML 350 mit 272 PS und den ML 500 mit 306-PS-V8 sowie zwei Dieselmodelle, den ML 280 CDI (190 PS) und den ML 320 CDI (224 PS). Die beiden Letzteren wurden 2010 vom ML 300 CDI Blue Efficiency (204 PS) und dem ML 350 CDI (231 PS) abgelöst. Im gleichen Jahr erschien der ML 450 Hybrid mit einer Kombination aus Benziner und Elektromotor (279 und 61 PS). Außerdem kam 2006 die Sportversion ML 63 AMG mit 510 PS.

Mercedes ML 500, Fondsitze
Hans-Dieter Seufert
Reichlich Platz im Fond.

Karosserie

Der Übergang vom separaten Rahmen der ersten Generation zur jetzt selbsttragenden Karosserie unterstreicht den Wandel zum Komfort-SUV. So gleicht auch die Sitzposition der in einer Limousine – nur eben ein paar Zentimeter höher; im Fond gibt es reichlich Beinfreiheit. Dahinter liegt ein Kofferraum mit 551 bis 2.010 Litern Volumen.

Verarbeitung

Im Vergleich zur sehr funktionell gestalteten ersten Generation präsentiert sich der Innenraum der zweiten M-Klasse deutlich attraktiver und hochwertiger. Mercedes bot zudem eine große Auswahl an zusätzlichen Zierhölzern, um Cockpit und Interieur aufzuwerten. Wichtiger sind in dieser Klasse allerdings die optionalen Ledersitze – ohne sie verkauft sich ein ML auf dem Gebrauchtmarkt nur schwer.

Sicherheit

Erst mit dem Facelift 2008 kamen der präventive Insassenschutz Pre-Safe und die Neck-Pro-Kopfstützen zum Serienumfang. Acht Airbags und Lichtsensor gibt es schon seit der Markteinführung der zweiten Generation.

Mercedes ML 500, Bergabfahrhilfe
Hans-Dieter Seufert
Verschiedene Assistenten sorgen für ihre Sicherheit. Die Bergabfahrhilfe ist per Knopfdruck aktivierbar.

Fahrwerk

Aus Komfortsicht stellt das adaptive, aber auch nur optional verfügbare Dämpfungssystem die beste Wahl dar. Erst damit bügelt die M-Klasse fast so souverän wie eine Limousine lange und kurze Bodenwellen weg.

Wie zuverlässig ist die M-Klasse?

Das sagen die Dekra-Prüfer: Die M-Klasse wird gerne als Zugfahrzeug genutzt. Das ist mit Sicherheit auch ein Grund, warum die Prüfer bereits an Fahrzeugen mit geringen Laufleistungen häufig defekte Stoßdämpfer feststellen. Auch Ölverluste an Motor und Getriebe werden häufiger bemängelt. Ab 100.000 km Laufleistung lohnt ein Blick auf die Bremsschläuche.

Welcher Motor ist empfehlenswert?

Die Siebengangautomatik harmoniert gut mit dem V6-Diesel des ML 320 CDI und 350 CDI und hat ausreichend Kraftreserven – bei akzeptablem Verbrauch. Souveräner ist der V8-Selbstzünder des ML 420 CDI. Die einzig vernünftige Diesel-Alternative ist der ML 350 mit seinem 3,5-Liter-V6 – der einzige Benziner mit vertretbarem Verbrauch.

Welches Modelljahr?

Erst das Facelift brachte Ende 2008 außer leichten optischen Änderungen das sogenannte Pre-Safe, ein Sicherheitssystem, das einen bevorstehenden Unfall erkennt und prophylaktisch die Gurte vorspannt. Modelljahren ab 2009 sollte also der Vorzug gegeben werden. Die aktuelle Generation startete 2011.

Welche Ausstattung ist sinnvoll?

Die Dachreling ist seit dem Facelift Serie, Klimaautomatik, Lederlenkrad, geteilt umklappbare Rücksitze und teilelektrische Sitzverstellung bereits davor. Unbedingt empfehlenswert sind das adaptive Fahrwerk samt Luftfederung sowie das Lederpaket. Zudem sinnvoll: Bi-Xenon-Kurvenlicht, Navigationssystem und Rückfahrkamera.

Was kostet er?

Den geringen Aufpreis von rund 1.000 Euro zum ML 350 holen Vielfahrer mit dem ML 320 CDI schnell über den Spritpreis wieder rein. Der Genuss, einen V8 bewegen zu dürfen, muss im Falle eines 420 CDI nicht viel mehr kosten.

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