Smart Fortwo Coupé 0.9, Frontansicht Achim Hartmann
Smart Fortwo Coupé 0.9, Seitenansicht
Smart Fortwo Coupé 0.9, Heckansicht
Smart Fortwo Coupé 0.9, Cockpit
Smart Fortwo Coupé 0.9, Seitenansicht 18 Bilder

Smart Fortwo Coupé 0.9 im Test

Das kann der neue Cityflitzer

Wir haben den neuen Smart Fortwo Coupé 0.9 mit Dreizylindermotor getestet. Ein Highlight ist sein Wendekreis, der bei gemessenen 7,2 Metern liegt. Was der Kleinstwagen noch zu bieten hat, lesen Sie im Test.

Sacht übertrieben könnten wir feststellen, dass der größte Vorzug des Smart Fortwo Coupé 0.9 in den ersten beiden Generationen darin bestand, dass man ihn so leicht loswurde. Es fand sich immer eine Lücke, in die er sich quetschen ließ. Der Neue kann das noch besser – trotz zehn Zentimetern mehr Breite.

Die verschafft ihm bei unveränderter Kürze (2,70 Meter) innen ein deutlich ungedrängteres Raumgefühl sowie ein stämmigeres Auftreten auf der Straße. Zunächst räumen wir uns ins Auto rein, das zwei erstaunlich bequem beherbergt. Irritiert erblicken wir die Rückfahrkamera. Wer die braucht, benötigt sie wohl auch bei einem Schreibtischstuhl. Vor allem, weil der Smart Fortwo mit 7,2 Metern Rekord-Wendekreis locker in Doppelgaragen umzudrehen vermag. Etwas Kofferraum ist auch da, und man könnte das Gepäck vom Fahrersitz aus festhalten, drohte es in einer flott gefahrenen Kurve zu verrutschen.

Smart Fortwo Coupé 0.9 begeistert durch optimierten Geräusch- und Federungskomfort

Doch nein, da verrutscht nichts. Das ESP maßregelt derart überreguliert, dass sich zunächst kaum klären lässt, ob der Heckmotor-Smart im Grenzbereich über- oder untersteuert. Eine Serpentine: anbremsen, schalten, einlenken. Der Smart Fortwo kurvt fast ohne Rückmeldung in der leichtgängigen Lenkung. Am Scheitelpunkt aufs Gas, und das ESP bremst weiter ab. Damit dürfte das Fahrverhalten den höchsten Sicherheitsbedürfnissen genügen, aber keinerlei Ambitionen auf Fahrvergnügen.

Immerhin beschränkt sich der Wirkungskreis des Smart Fortwo nicht auf die Stadt, wenn der 898-Kubik-Turbo losprustet. Mit ihm kommt der Fortwo auf der Autobahn fix in Fahrt, zeigt ein im Vergleich zu früher erheblich erquicklicheres Maß an Geräusch- und Federungskomfort. Dazu gibt es nun ein manuelles Schaltgetriebe. Es ist um Universen besser als das alte automatisierte Getriebe. Nicht weil die hakelige Renault-Fünferbox perfekt ist, sondern weil das alte Getriebe schlimm ruckelte. So wirkt der Smart Fortwo Coupé 0.9 erwachsener, ist aber handlich wie bisher – und teuer. Bei 11.790 Euro startet der Turbo. Mit ihm ist der Smart: klein, wendig, besser.

Gelungene Automatik-Version

Hat man frühere Smart häufig trotz des Getriebes gekauft, könnte sich das nun umkehren: Gegen Aufpreis (je nach Ausstattung ab 1.000 Euro) sind Smart Fortwo und Forfour ab 71 PS im Laufe des Jahres auch mit einem neu entwickelten Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. Wir sind die Twinamic in einem Versuchsmodell schon Probe gefahren und waren sehr angetan. Der kleine Sechsgangautomat schaltet so, wie wir uns das schon von seinen Vorgängern gewünscht hätten: schnell und ruckfrei, dazu ohne Mehrverbrauch.

Vor- und Nachteile

  • Enorm handlich durch kleinen Wendekreis, temperamentvoller Motor, bequemer Einstieg, ausreichend Platz, sichere Fahreigenschaften
  • Überreguliertes, träges Handling, langer Bremsweg, hoher Verbrauch (6,6 l/100 km), karge Ausstattung, hoher Preis

Technische Daten

Smart Fortwo Coupé 0.9 passion
Grundpreis 13.450 €
Außenmaße 2695 x 1663 x 1555 mm
Kofferraumvolumen 260 bis 350 l
Hubraum / Motor 898 cm³ / 3-Zylinder
Leistung 66 kW / 90 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 155 km/h
0-100 km/h 11,3 s
Verbrauch 5,2 l/100 km
Testverbrauch 6,6 l/100 km
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Kleinwagen Fahrberichte Smart Fortwo, ams, Fahrbericht Smart Fortwo im Fahrbericht Ruckelfrei und Fahrspaß dabei

Der neue Smart Fortwo hat, was dem Vorgänger fehlte: Mehr PS und optional...

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