auto motor und sport Logo
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

H7-Glühlampen im Test

Halogenlampen im Vergleich

Gluehlampentest 2017, Goniometer, Jo Deleker Foto: Dino Eisele 70 Bilder

Im Winter kann es in Süddeutschland etwa acht Stunden länger dunkel sein, entsprechend mehr Nachtfahrten absolvieren wir. Dann sind besonders die Glühlampen der Autoscheinwerfer gefragt. auto motor und sport hat 2014 und 2017 je 10 H7-Nachrüstlampen im Lichtkanal getestet. Es gibt echte Testsieger und klare Verlierer.

26.11.2017 Joachim Deleker 2 Kommentare

Auch bei H7-Glühlampen gibt es Produktfälschungen. Zwar ist die Produktpiraterie kein gravierendes Problem, aber es tauchen doch gelegentlich untaugliche Fernost-Kopien deutscher Markenware auf. Vorsicht ist daher bei besonders billigen Markenprodukten angebracht. Unsere Tests sollen die Auswahl der richtigen H7-Lampe aus dem vielfältigen Angebot erleichtern. Wir haben 2014 und 2017 je zehn H7-Glühbirnen im DEKRA-Lichtkanal geprüft. Hier finden Sie, welche Stärken und Schwächen die von uns geprüften H7-Lampen im Test offenbart haben.

ATU (Eufab)

Für eine Billiglampe gar nicht schlecht. Nahbereich und Breite sind schwach, aber Reichweite und Ausleuchtung erreichen fast das Niveau von Standard-Lampen. Diese Leuchte haben wir 2014 getestet.

Preis pro Paar: ab 8 Euro
Testergebnis: Bedingt empfehlenswert

Bosch Pure Light

H7 Bosch Pure Light Foto: Dino Eisele
Packung H7 Bosch Pure Light

Die vergleichsweise preiswerte Standardlampe von Bosch in typischer Erstausrüsterqualität. Gleichmäßiges Licht, weder besonders hell noch weitreichend (86 Meter), sehr ordentliche Lebensdauer von 550 Stunden.

Gut für diejenigen, die kein extrahelles Licht benötigen und andere Prioritäten setzen: Schließlich stimmt das Gesamtpaket und zusammen mit der Osram Ultra Life ist die Bosch Pure Light die langlebigste Lampe im Test – perfekt für alle, die nicht im schlechtesten Fall nachts bei Regen und Kälte eine Glühlampe wechseln möchten. Langlebige Lampen sparen zudem nicht nur Nerven, sondern auch jede Menge Geld. Diese Lampe haben wir 2014 und 2017 getestet.

Preis pro Paar: ca. 10 Euro
Testergebnis: Empfehlenswert

Bosch Plus 90

Die damalige Top-Lampe von Bosch kann alles besser als die Pure Light des gleichen Herstellers. Sie ist deutlich heller und hat eine Super-Reichweite. Das Beste für den Ford-Focus-Scheinwerfer des 2014er Tests. Lebensdauer 350 h.

Preis pro Paar: ca. 20 Euro
Testergebnis: Sehr Empfehlenswert (2014)

Bosch Plus 120 Gigalight

H7 Bosch Plus 120 Gigalight Foto: Dino Eisele
Packung H7 Bosch Plus 120 Gigalight

Die Bosch Plus 120 Gigalight ist deutlich heller als die Standardlampe – in sämtlichen Messwerten. Nicht nur im Labor, sondern auch auf der Straße sind die Unterschiede klar und deutlich.

Deutlicher Nachteil des herausragend hellen Lichts ist die reduzierte Lebensdauer von etwa 300 Stunden. Und mit einem Preis von zirka 29 Euro ist die Bosch Plus 120 Gigalight fast dreimal so teuer wie robuste Bosch Pure Light. Die Reichweite von 88 Metern ist die zweitbeste im Test und wird nur noch von der GE Megalight +90% erreicht. Die Bosch Plus 120 Gigalight gehört zu den vier Lampen, die im Test die Bestnote abräumen.

Preis pro Paar: ca. 29 Euro
Testergebnis: Sehr empfehlenswert

Osram Ultra Life

H7 Osram Ultra Life Foto: Dino Eisele
Packung H7 Osram Ultra Life

Die Lebensdauer von 1.100 Stunden ist das Pfund, mit dem die Osram Ultra Life wuchert – sie liegt um den Faktor vier über dem der Top-Lampen. Damit schont die Osram Ultra Life nicht nur mit ihrem niedrigen Anschaffungspreis von zirka zehn Euro den Geldbeutel – sie muss auch viel seltener nachgekauft werden.

Die Nachteile der extrem langlebigen Lampe sind deutlich sichtbar: eine viel kürzere Reichweite (80 Meter) und viel weniger Licht. In Sachen Reichweite liegen nur die beiden nicht empfehlenswerten Lampen Halogen 100 W Blue und Gread Lights 8500K noch unter der Osram Ultra Life. Die Qualität des Lichtkegels ist allerdings okay.

Preis pro Paar: ca. 10 Euro
Testergebnis: Bedingt empfehlenswert

Osram Night Breaker Unlimited

Hier wird die Nacht gebrochen. 79 Meter Reichweite, im Nahbereich sehr hell und breit, eine Spitzenlampe für den Ford Focus des 2014er-Tests. In besseren Scheinwerfern als denen des Kompaktwagens ist sie noch heller.

Preis pro Paar: ca. 17 Euro
Testergebnis: Sehr empfehlenswert (2014)

Osram Night Breaker +130 %

H7 Osram Night Breaker +130% Foto: Dino Eisele
Packung H7 Osram Night Breaker +130%

Die Osram Night Breaker +130 % ist das beste Pferd im Osram-Stall. Überragende Helligkeit und Reichweite in Kombination mit bester Ausleuchtung. Damit übertrifft die Osram Night Breaker +130 % sogar die Bosch Plus 120 noch ein wenig. Das geht natürlich zulasten der Lebensdauer, Osram gibt gerade mal 260 Stunden an.

Mit einem Preis von zirka 28 Euro ist die Lampe klar im oberen Preissegment angesiedelt. Die Reichte von 92 Metern ist mit Abstand die beste im Feld – vier Meter mehr als die in dieser Disziplin zweitplatzierten Konkurrenten Bosch Plus 120 Gigalight und GE Megalight +90%.

Preis pro Paar: ca. 28 Euro
Testergebnis: Sehr empfehlenswert

Philips Color Vision

Diese Lampe haben wir 2014 getestet. Sie folgt dem Trend zu bunten Lichtreflexen, die es für die Pilips Color Vision in drei verschiedenen Farben gibt. Die Reichweite ist prima, aber die Helligkeit eher mäßig

Preis pro Paar: ca. 30 Euro
Testergebnis: empfehlenswert (2014)

Philips White Vision

H7 Philips White Vision Foto: Dino Eisele
Packung H7 Philips White Vision

Wer Wert auf etwas weißeres Licht legt, ist hier richtig. Mit einer Farbtemperatur von 3.540 Kelvin ist die Philips-Lampe sichtbar weißer. Die Messwerte reichen allerdings nicht an die Top-Lampen heran, sind eher guter Durchschnitt.

Hier wird der Preis also für die Lichtfarbe gezahlt. Die Reichweite der Philips White Vision liegt bei 83 Metern – nur vier Lampen haben im Test eine noch kürzere Reichweite. Von den legal in der EU einsetzbaren Lampen hat die Philips White Vision mit 57,2 Watt die zweithöchste Leistung im Test.

Preis pro Paar: ca. 23 Euro
Testergebnis: empfehlenswert

Philips X-treme Vision +130 %

H7 Philips X-treme Vision +130% Foto: Dino Eisele
Packung H7 Philips X-treme Vision +130%

Preis pro Paar: ca. 25 Euro. Die Philips X-treme Vision +130 % ist der dritte Überflieger im Test. Die Lampe erreicht zwar nicht ganz die Spitzenwerte von Bosch und Osram, sorgt im Scheinwerfer des Golf VII trotzdem für echte Erleuchtung und eine tolle Lichtverteilung.

Die ganz ordentliche Lebensdauer von über 400 Stunden schützt vor unangenehmen Lampenwechsel-Stopps und schont bei einem Preis von zirka 25 Euro den Geldbeutel. In Sachen Reichweite stehen bei der Philips X-treme Vision +130 % 86 Meter in der Messtabelle – zusammen mit der Bosch Pure Light erreicht die Philips-Lampe somit die dreittbeste Reichweite.

Preis pro Paar: ca. 25 Euro
Testergebnis: Sehr empfehlenswert

GE Megalight Ultra+120%

Die Megalight haben wir 2014 getestet. Sie konnte die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Reichweite und Helligkeit sind sehr gut, aber der optimal illuminierte Nahbereich ist etwas zu kurz.

Preis pro Paar: 17 Euro
Testergebniss: Empfehlenswert

GE Megalight +90 %

H7 GE Megalight +90% Foto: Dino Eisele
Packung H7 GE Megalight +90%

Die GE Megalight ist sehr hell und ihr weißes Licht leuchtet sehr weit. Mit ihrer sauberen und gleichmäßigen Lichtverteilung gehört sie in die Vierergruppe der Testsieger.

Und im Testsiegerfeld ist die GE Megalight +90 % mit Abstand am günstigsten – 17 Euro stehen hier den 25 Euro für die Philips X-treme Vision +130 %, den 28 Euro für die Osram Night Breaker +130 % und den 29 Euro für die Bosch Plus 120 Gigalight entgegen. Und zum niedrigsten Preis im Feld der Testsieger bietet die GE Megalight +90 % auch noch die größte Lebensdauer der Spitzengruppe. Eine gelungene Vorstellung.

Preis pro Paar: ca. 17 Euro
Testergebnis: Sehr empfehlenswert

Unitech Mega White +30 %

H7 Unitech Mega White +30% Foto: Dino Eisele
Packung H7 Unitech Mega White +30%

Nun, so mega white, wie der Name suggeriert, ist diese Lampe nicht – sie hat eher die wärmere Farbe einer Longlife-Birne.

Auch die anderen Messwerte liegen mit wenig Licht und mit einer kurzen Reichweite von 81 Metern im Longlife-Bereich. Die Lebensdauer geht bei der Unitech Mega White +30 % in Ordnung. Dazu gesellt sich ein sehr niedriger Preis von gerade mal fünf Euro für ein Lampenpaar – der mit großem Abstand niedrigste Preis im Testfeld. Mit einer Leistung von 57,4 Watt ist diese Lampe die wattstärkste legale Leuchte im Test.

Preis pro Paar: ca. 5 Euro
Testergebnis: Bedingt empfehlenswert

Halogen 100 Watt Blue

H7 Halogen 100 Watt Blue Foto: Dino Eisele
Packung H7 Halogen 100 Watt Blue

Besonders im Internet sind solche illegalen 100-Watt-Lampen einfach zu bekommen. Dabei bietet dieses Produkt hat keinerlei Vorteil: Der gemessene Lichtstrom liegt weit unterhalb der Mindestanforderung. Zudem ist die Hell-Dunkel-Grenze ist sehr diffus und hell ist die Lampe ebenfalls nicht.

Die Halogen 100 Watt Blue bietet also sehr wenig für ihren Preis von zirka 15 Euro – selbst die Lebensdauer liegt im Keller des Testrankings. Die im Vergleich immerhin bedingt empfehlenswerte Unitech Mega White +30 % ist erheblich besser als die Halogen 100 Watt Blue und kostet gerade mal ein Drittel.

Preis pro Paar: ca. 15 Euro
Testergebnis: Nicht empfehlenswert.

Gread Lights 8500K:

H7 Gread Lights 8500K Foto: Dino Eisele
Packung H7 Gread Lights 8500K

Auch wenn der Trend mit blau schimmernden Frontlichtern schon viele Jahre vorbei ist – mit der Gread Lights 8500K ist noch eine intensiv blaue H7-Lampe im Angebot. Der sehr blaue Glaskolben schluckt aber so viel Licht, dass die Gread Lights nicht mal halb so hell wie eine ebenfalls nicht superhelle Longlife-Lampe ist.

Zudem sind 20 Meter weniger Reichweite als bei der Osram Night Breaker +130 % kaum akzeptabel. Dazu gesellen sich miserable Messwerte vom Nah- bis zum Fernbereich. Wer es weiß mag: Die Gread Lights 8500K bietet immerhin mit einer Lichtfarbe von 4.597 K sehr weißes Licht. Trotzdem sind zehn Euro für diese schlappe Gesamtleistung nicht wenig – keine Empfehlung.

Preis pro Paar: ca. 10 Euro
Testergebnis: Nicht empfehlenswert

Die Ergebnisse

Diese H7-Glühlampen haben wir getestet

Preis

Bewertung

Bestellmöglichkeit

Bosch Plus 90

11,42 €

++

Jetzt bei Amazon kaufen

Bosch Plus 90 (Doppelbox)

13,62 €

++

Jetzt bei Amazon kaufen

Bosch Plus 120 Gigalight

18,85 €

++

Jetzt bei Amazon kaufen

GE Megalight +90%

++

Jetzt bei Amazon kaufen

Osram Night Breaker plus

9,99 €

++

Jetzt bei Amazon kaufen

Osram Night Breaker Unlimited

15,99 €

++

Jetzt bei Amazon kaufen

Osram Night Breaker Laser

18,40 €

++

Jetzt bei Amazon kaufen

Philips X-treme Vision +100%

19,99 €

++

Jetzt bei Amazon kaufen

Philips X-treme Vision +130%

18,90 €

++

Jetzt bei Amazon kaufen

White Hammer H7

16,99 €

++

Jetzt bei Amazon kaufen

Bosch Pure Light

4,90 €

+

Jetzt bei Amazon kaufen

Osram Ultralife (3x Lifetime)

+

Jetzt bei Amazon kaufen

Philips Blue Vision Ultra Xenon-Effekt

28,50 €

+

Jetzt bei Amazon kaufen

Philips Color Vision

14,45 €

+

Jetzt bei Amazon kaufen

Philips Vision Plus +50%

16,07 €

+

Jetzt bei Amazon kaufen

ATU Eufab

+

Beru Powerlight +50%

+

Blue Hammer H7 Xenon-Effekt

+

Jetzt bei Amazon kaufen

GE Megalight Ultra +120%

14,99 €

+

Jetzt bei Amazon kaufen

Beru Standard

o

Dela H7

o

Osram Original Line

5,07 €

o

Jetzt bei Amazon kaufen

Philips Eco Vision

12,75 €

o

Jetzt bei Amazon kaufen

Unitech Mega White +30%

3,97 €

o

Jetzt bei Amazon kaufen

Bluetec Xenon 9500

19,95 €

-

Jetzt bei Amazon kaufen

Cartrend Lampenbox H7

11,99 €

-

Jetzt bei Amazon kaufen

Grant Rainbow Look 100 W

-

Jetzt bei Amazon kaufen

Gread Lights 8500K

-

Jetzt bei Amazon kaufen

So haben wir getestet

Halogenlampentest 2014, Ulbricht-Kugel Foto: Dino Eisele
In der Ulbricht-Kugel werden die Werte für den Lichtstrom ermittelt.

Der Test 2017 wurde wie 2014 nach ECE-Norm R 112 von DEKRA-Lichtexperten durchgeführt. Und so geht’s: Ein kompletter Scheinwerfer wird auf dem Goniometer fixiert und mit zwei präzisen Prüflampen grundeingestellt. Danach werden nacheinander alle zu prüfenden Glühlampen montiert und sorgfältig nach Vorschrift eingestellt. Das ist äußerst wichtig für die Messergebnisse, schon eine vertikale Abweichung von 0,5 Grad kann 20 Lux mehr auf die Straße bringen, erhöht aber die Blendung für den Gegenverkehr massiv. Deshalb wird die Einstellung von zwei Mitarbeitern penibel kontrolliert. Während des achtminütigen Testdurchlaufs pro Lampe schwenkt das Goniometer den Scheinwerfer auf 63 Höhenlinien jeweils 45 Grad nach links und rechts. Das Licht fällt dabei auf eine Fotozelle in 25 Metern Abstand. 5670 Messwerte pro Lampe werden vom Rechner als Bild der tatsächlichen Lichtverteilung beider Scheinwerfer ermittelt und als Lichtkurve des Abblendlichts auf der Straße dargestellt. Die äußere Grenze der blau dargestellten Lichtverteilung ist die Drei-Lux-Linie. Bis dort sind Gegenstände erkennbar. Fernlicht wird nicht gemessen. Die Prüfspannung für alle Testdurchläufe liegt bei genau 13,2 Volt.

2014 wählten wir für den Test der H7-Lampen den Scheinwerfer des Ford Focus. Schade nur, dass beim Focus offenbar das Design des Scheinwerfers im Fokus stand, und nicht dessen Lichtausbeute. Deshalb lassen sich die ermittelten Ergebnisse auch nur bedingt auf andere Scheinwerfer übertragen. Anders als bei H4 definiert bei H7-Licht der Reflektor die Hell-Dunkel-Grenze. Deshalb kann ein und dieselbe Lampe in einem anderen Scheinwerfer eine andere Leuchtverteilung auf die Straße bringen. Die Unterschiede zwischen den getesteten Lampen dürften jedoch auch in anderen Scheinwerfern auftreten, eine sehr gute H7-Glühlampe wird immer hell, weit und gleichmäßig leuchten, eine trübe Funzel bleibt eine ebensolche.

Dass es Qualitätsunterschiede bei H7-Lampen gibt, zeigten die Messresultate schon 2014. Die Billiglampen erreichen hierbei zwar den gesetzlich vorgeschriebenen Lichtstrom, versagen aber bei der Lichtverteilung, weil die Geometrie der Glühwendeln nicht passt. Hier punkten die Hochleistungslampen mit präziser Fertigung und engen Toleranzen. Obwohl sie die vollmundigen Versprechen „100% mehr Licht“ nicht erreichen und zudem mehr kosten, sind sie dennoch erste Wahl, wenn es darum geht, aus einem Scheinwerfer das Optimum herauszuholen. Fünf Sterne für die Helligkeit erreicht im Test übrigens keine H7-Glühlampe.

Langes Leben oder helles Licht

Gluehlampentest 2017 Foto: Dino Eisele
So ähnlich die Glühbirnen auch aussehen, ihre Leuchtkraft differiert deutlich zwischen hell und trübe.

Das Angebot an Glühlampen ist verwirrend groß, es gibt sie im Internet, im Baumarkt oder in der Fachwerkstatt zu sehr unterschiedlichen Preisen. Die Spanne kann zwischen Online-Handel und Autohaus locker um 100 Prozent differieren. Die angegebenen Preise sind Durchschnittswerte. Prinzipiell gibt es den Zielkonflikt zwischen Hell und Langlebig, denn beides zusammen geht nicht. Long-life-Lampen brennen weniger heiß, somit weniger hell, dafür etwa dreimal so lange wie eine Standardlampe. Die H7-Longlife-Exemplare kommen auf 1.100 Stunden Betriebszeit. Für den Stadtverkehr reichen diese Lampen, aber auf finsteren Landstraßen sorgen sie kaum für Erleuchtung.

Mehr Licht bedeutet aber einen deutlichen Sicherheitsgewinn. Deshalb liegt der Testfokus auf den starken Lampen, die nicht nur bis zu 20 Meter weiter strahlen, sondern auch eine viel hellere Ausleuchtung der Straße garantieren. Die Gründe dafür sind eine dünnere und hochpräzise Glühwendel, eine ausgeklügelte Gasmischung im Quarzglaskolben und ein Lampeninnendruck jenseits von 10 bar. Nachteil der starken Leuchten ist die kürzere Lebensdauer von 250 (H7) bis 400 (H4) Stunden. Klingt nach wenig, aber angenommen, man fährt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h, davon die Hälfte der Zeit mit Licht, und die Lampe verglüht nach 250 Stunden, dann ergibt das eine Fahrtstrecke von immerhin 30.000 Kilometern.

So oder so liegen H7-Lampen mit ihrer Lichtmenge von 1.500 Lumen 50 Prozent über H4-Lampen, die zumeist in kleineren oder älteren Autos (zum Beispiel Mini, VW Beetle oder VW Up) verbaut werden. Daher sorgen mit H4-Lampen bestückte Fahrzeuge nur für mäßige Erleuchtung. Hier geht es zum H4-Glühlampentest.

Nach Lampenwechsel Scheinwerfer einstellen lassen

Wer die Lampen im Internet bestellt, sollte die Seriosität des Anbieters prüfen. Die meisten liefern Original-Markenware mit Preisvorteilen bis 50%. Wer auf renommierte Hersteller setzt, macht keinen Fehler. Vorsicht ist allerdings bei blendender Billigware aus Fernost angebracht. Übrigens: Wer die Lampen selber wechselt, sollte danach zur Einstellung in die Werkstatt fahren. Eine Abweichung der Scheinwerferausrichtung um nur ein Zehntel Grad nach oben kann schon 20 Lux mehr auf die Straße bringen, erhöht die Blendung für den Gegenverkehr aber deutlich. Umgekehrt gilt das Gleiche. Nur die präzise Justierung der Scheinwerfer bringt wirklich mehr Licht ins Dunkel.

Alle getesteten Nachrüstlampen inklusive der ausführlichen Ergebnisse sind in unserer Bildergalerie zu sehen.

Neuester Kommentar

1. mich würde interessieren, ob die STUNDENANGABE tatsächlich stimmen- Philips 400, Osram 260- differiert bei den Topplampen doch stark bei gleicher Lichtausbeute- bei h7 nur Fernlicht, deshalb eher egal- aber trotzdem...

2. wie lassen die Lampen leistungsmässig über die Nutzungszeit an (Licht-)Leistung nach- auch die XENON Brenner? tausche beim tt 8n 3.2 gerade alle Birnen nach fast 14 jahren aus, da sie funzelig sind- trotz xeon und h7 im Fernlicht- mal sehen, Obst wirklich hilft....

linus2002 11. Dezember 2017, 18:16 Uhr
Neues Heft
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden