Ferrari 308 Restomod: Magnums Ferrari ist auch Rallye-erprobt

Ferrari 308 Restomod
Magnums Ferrari ist auch Rallye-erprobt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.05.2026
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Die Fernsehserie "Magnum P.I." machte den Ferrari 308 in den 1980er-Jahren einem breiten Publikum bekannt. Als Vorbild für den Umbau dient jedoch nicht das Fernsehauto, sondern die Motorsport-Vergangenheit des Modells. Maturo orientiert sich an den Gruppe-4-Rallye-Fahrzeugen, die der Ferrari-Händler Giuliano Michelotto damals für den Einsatz in der Weltmeisterschaft entwickelte.

Als Basis nutzt Maturo einen originalen Ferrari 308 GTB. Das Team zerlegt das Fahrzeug vollständig und verstärkt die Rohkarosserie. Ein integrierter Überrollkäfig erhöht die Steifigkeit, die Balance und die Sicherheit. Handgefertigte, verbreiterte Kotflügel und neue Anbauteile im Stil der Michelotto-Rennwagen prägen das äußere Erscheinungsbild.

Die Ingenieure überarbeiten auch den 3,0-Liter-V8-Motor grundlegend. Eine optimierte Luftführung, neue Nockenwellen und eine moderne Zündanlage steigern die Leistung je nach Konfiguration auf bis zu 400 PS. Die Capristo-Abgasanlage orientiert sich am Sound der originalen Rallye-Fahrzeuge. Ein verstärktes Getriebe mit kürzerer Übersetzung sowie eine Differenzialsperre mit Lamellenkupplung übertragen die Kraft auf die Straße, geschaltet wird weiterhin über die charakteristische offene Kulisse.

Moderne Komponenten für Fahrwerk und Interieur

Für das Fahrwerk kooperiert Maturo mit dem Spezialisten TracTive Suspension. Das System bietet eine elektronisch verstellbare Dämpfung, wodurch der Fahrer die Abstimmung per Knopfdruck zwischen Grand Tourer und Rallye-Modus wechseln kann. Pirelli-P7-Corsa-Reifen auf 15-Zoll-Felgen stellen den Kontakt zur Fahrbahn her. An der Hinterachse misst die Bereifung 305 Millimeter in der Breite.

Im Innenraum schafft Maturo eine Balance aus Rallye-Inspiration und Grand-Touring-Eleganz. Materialien wie Carbon, eloxiertes Aluminium, Leder und Alcantara ersetzen die serienmäßigen Kunststoffe. Ein neu gestaltetes Armaturenbrett fasst die maßgefertigten Instrumente ein. Das Ziel ist ein analoges Fahrerlebnis, das der Hersteller als "unverfälschtes Lenkgefühl" und "rallye-inspirierte Fahrwerksdynamik" beschreibt.

Fertigung und Preise

Maturo Competition Cars fertigt jedes Fahrzeug auf Bestellung von Hand im niederländischen Uden. Kunden können Lackierung, Interieurmaterialien und weitere Details individuell spezifizieren. Jedes fertige Fahrzeug durchläuft eine persönliche Testfahrt und Abnahme durch den ehemaligen WRC-Fahrer Kevin Abbring. Der Einstiegspreis liegt bei 425.000 Euro, ohne die lokalen Steuern und das Spenderfahrzeug.

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