04/2020, Limo-Jet 42' Lear Jet Mecum Auctions
04/2020, Limo-Jet 42' Lear Jet
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04/2020, Limo-Jet 42' Lear Jet
04/2020, Limo-Jet 42' Lear Jet 14 Bilder

Limo-Jet wird von Mecum versteigert

Privatjet mit Rädern und Straßenzulassung

Bei der nächsten, im Mai stattfindenden Mecum-Auktion wartet ein echtes Schmuckstück auf einen neuen Käufer: Ein fahrender Privatjet mit Lkw-Motor und absurdem Interieur.

Manchmal sind die Grenzen zwischen den Extremen fließend. So wie bei dieser Kreation. Ist es total genial oder völlig bescheuert, einen Privatjet in ein Auto zu verwandeln? Vielleicht sogar beides? Das kann nur sehr subjektiv beantwortet werden. Fakt ist: Es gibt Menschen, die haben sich genau so ein Flug..., nein Fahrzeug ausgedacht, entworfen und gebaut. Namentlich Dan Harris aus Bend im US-Bundesttaat Oregon und die Firma Exotic Coach.

Vom Flugzeug zum Auto

Der Limo-Jet, so die naheliegende Bezeichnung des Ungetüms, erblickte bereits 2006 als Prototyp das Licht der Welt. Bevor Harris auf die Idee kam, 28-Zoll-Räder mit 325/25er Kumho-Reifen dranzuschrauben, war er als ganz normaler Learjet am Himmel unterwegs. Daher die enormen Ausmaße: Der Limo-Jet ist 12,8 Meter lang und 2,44 Meter breit, wobei die hinteren Tragflächen eingeklappt werden können, sobald es eng auf der Straße wird.

04/2020, Limo-Jet 42' Lear Jet
Mecum Auctions
Wo früher die Jet-Triebwerke saßen, sind nun Lautsprecher untergebracht.

Harris und Exotic Coach brauchten etwa 40.000 Stunden, um aus dem Flugzeug ein Auto zu machen. Dazu wurde der Rumpf mit einem Stahlskelett verbunden, das im hinteren Teil den Antrieb aufnahm: Ein 8,1 Liter großer Chevrolet Vortec V8-Lastwagenmotor mit 406 PS sitzt tief im Chassis und treibt die Hinterräder an. Eine hydraulische Bremsanlage hält die Power in Schach. Und dort, wo normalerweise die Jet-Triebwerke sitzen, befinden sich nun riesige Lautsprecher, die immerhin die Geräusche von Jet-Triebwerken imitieren.

Soundanlage mit 17.000 Watt

Dass so ein Gefährt "hundertprozentig straßenzugelassen" (sagt der Erbauer) ist, geht wohl auch nur in den USA. Typisch amerikanisch ist auch das Innenleben dieses Monstrums. Wirklich geschmackssicher ist der Passagierraum mit 42-Zoll-Plasma-Fernseher, mehreren Lichtpaneelen und einer Vielzahl von Lautsprechern – die Anlage leistet insgesamt 17.000 Watt – jedenfalls nicht eingerichtet. Dafür ist er praktisch, denn hier finden bis zu 18 Personen Platz. Der Fahrer kuschelt sich in einen Schalensitz samt Hosenträger-Gurten, aktiviert wie ein echter Pilot mit den Überkopf-Schaltern ein paar effektheischende Funktionen und beobachtet über vier Monitore, was um den Limo-Jet herum passiert.

Nach aktuellem Stand will Mecum Auctions das Flugfahrzeug Mitte Mai bei einer Veranstaltung in Indianapolis versteigern. Ob es wirklich dazu kommt, ist wegen der Corona-Lage natürlich höchst unsicher. Fest steht aber, was es als Dreingaben gibt: Ein 2015er Chevrolet Silverado 2500 Heavy Duty-Pickup und ein dreiachsiger Auflieger, mit dem sich der Limo-Jet passgenau transportieren lässt, sind ins Kombiangebot integriert. Einen Schätzpreis nennt Mecum Auctions bisher allerdings nicht.

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Fazit

Wenn Sie auf Herausforderungen stehen und ausprobieren wollen, wie sich der Limo-Jet um deutsche Kreisverkehre wuchten lässt (und was einheimische TÜV-Prüfer von ihm halten), dann sollten Sie aufmerksam verfolgen, wie sich der Zeitplan von Mecum Auctions in der nächsten Zeit entwickelt. Und im Mai fleißig mitbieten, sollte der Limo-Jet tatsächlich wie geplant zur Versteigerung kommen.

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