Aus für das de Meo-Vorzeigeprojekt: Renault zieht bei Ampère den Stecker

Aus für das de Meo-Vorzeigeprojekt
Renault zieht bei Ampère den Stecker

ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.01.2026
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Ampere Logo Emblem Renault-Konzern
Foto: Renault Group

Der französische Autobauer Renault hatte die Sparte Ampère erst Ende 2023 ins Leben gerufen. Unter dem Label wurden von Ex-Renault-Chef Luca de Meo alle Elektroauto- und Software-Aktivitäten zusammengefasst und aus dem Konzern ausgegliedert. Ein geplanter Börsengang von Ampère wurde Anfang 2024 abgeblasen.

Vereinfachen, sparen, beschleunigen

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, will jetzt der neue Renault-Chef François Provost diese Maßnahme seines Vorgängers rückgängig machen. Mit der Rückholung der ausgelagerten Sparte sollen die Organisation vereinfacht und die Kosten gesenkt werden. Zudem soll so die Umsetzung künftiger Projekte beschleunigt werden.

Die Ampère-Sparte, in der rund 11.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, soll demnach künftig als reines Entwicklungszentrum des Konzerns für Elektrofahrzeuge und Software dienen, während die Auto- und Komponentenwerke von Ampère wieder zu direkten Tochtergesellschaften der Renault Group werden sollen. Die Ampère Holding, die über ein eigenes Management verfügte, war bereits im September 2025 unter die Leitung von Philippe Brunet, CTO der Renault-Gruppe, gestellt worden.

Laut Reuters soll die Neuorganisation zum 1. Juli 2026 in Kraft treten. Auswirkungen auf Arbeitsplätze oder Mitarbeiterverträge seien angeblich ausgeschlossen.

Mit der Rückholung von Ampère würde Provost innerhalb weniger Monate eine große Maßnahme seines Vorgängers rückgängig machen. Erst im Dezember hatte Renault die Marke Mobilize, unter der alle Aktivitäten im Bereich neue Mobilität gebündelt waren, aufgelöst, die Carsharing-Geschäft gestoppt und die restlichen Aktivitäten in den Konzern zurückgeholt. Luca de Meo war 2025 vom Autobauer Renault an die Spitze des französischen Luxuskonzerns Kering gewechselt.

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