Autobahnsperre über Schilderbrücke: Warum das Ignorieren teuer kommt

Autobahnsperre über Schilderbrücke
Warum das Ignorieren teuer kommt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.02.2026
Als Favorit speichern
Autobahn Schilderbrücke Hechtsheimer Tunnel
Foto: Polizeiautobahnstation Heidesheim

Am Vormittag des 5. Februar 2026 blieb ein Gefahrgut-Lkw auf der A60 in Fahrtrichtung Bingen liegen. Der Sattelzug, beladen mit Feuerwerkskörpern, erlitt einen technischen Defekt: Eine blockierte Bremse führte zu einer Überhitzung der Bremsanlage. Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und Einsatzkräfte zu gewährleisten, sperrte die Polizei drei von vier Fahrstreifen. Die Sperrung wurde durch elektronische Schilderbrücken und ein Streifenfahrzeug mit Blaulicht deutlich gekennzeichnet.

Missachtung der Sperrungen

Trotz der klaren Verkehrsführung ignorierten zahlreiche Autofahrer die Sperrungen. Mehrere hundert Fahrzeuge befuhren die gesperrten Fahrstreifen, was nicht nur gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt, sondern auch die Einsatzkräfte gefährdete. In einigen Fällen kam es zu konkreten Gefährdungen, da Sicherheitsabstände nicht eingehalten wurden. Die Polizei dokumentierte die Verstöße umfassend, unter anderem mit Videoaufnahmen aus dem Streifenwagen und Überwachungskameras des Hechtsheimer Tunnels.

Rechtliche Konsequenzen

Das Befahren eines durch ein rotes Kreuz gesperrten Fahrstreifens stellt einen Verstoß gegen § 37 Absatz 2 StVO dar. Laut Bußgeldkatalog drohen hierfür 90 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Bei Gefährdung von Einsatzkräften erhöht sich die Strafe auf 200 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot. Die Polizei kündigte an, jeden einzelnen Verstoß zu prüfen und entsprechende Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten.

Bedeutung der Maßnahmen

Die Sperrung von Fahrstreifen durch rote Kreuze dient der Absicherung von Gefahrenstellen und dem Schutz von Einsatzkräften. Solche Maßnahmen sind keine unverbindlichen Empfehlungen, sondern verbindliche Verkehrszeichen. Die Missachtung dieser Zeichen gefährdet nicht nur die Sicherheit der Einsatzkräfte, sondern auch die anderer Verkehrsteilnehmer. Der Vorfall auf der A60 zeigt, wie wichtig die Einhaltung solcher Regelungen ist, um Unfälle und Gefährdungen zu vermeiden.

Technologische Unterstützung bei der Überwachung

In Rheinland-Pfalz wird moderne Technik wie die MONOcam eingesetzt, um Verkehrsverstöße zu dokumentieren. Diese Kameras erkennen mithilfe künstlicher Intelligenz Verstöße wie die Nutzung von Handys am Steuer. Solche Technologien könnten auch bei der Überwachung von Fahrstreifensperrungen eingesetzt werden, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen.

Fazit