Tesla Model Y meistverkauftes Auto? Musks eigene KI und Toyota widersprechen

Meistverkauftes Auto? Eigene KI widerspricht Musk
Tesla sieht Model Y vorn, Toyota korrigiert

ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.01.2026
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Alternative Fakten sind spätestens seit Donald Trumps erster Amtszeit an der politischen Tagesordnung. Dass allerdings der Chef eines großen Autoherstellers ganz schamlos die Fakten biegt, ist eine neue Entwicklung. Gemeint ist Elon Musk – der CEO von Tesla behauptet auf der Plattform X, sein Model Y (siehe Bildergalerie) wäre 2025 im dritten Jahr in Folge das weltweit meistverkaufte Auto.

Tesla-Chef versucht, alternative Fakten zu schaffen

"Tesla Model Y is now officially the world’s best-selling car for the third year in a row!", schreibt Elon Musk am 30.12.2025 – also zu einem Zeitpunkt, an dem die offiziellen weltweiten Zulassungszahlen für 2025 noch längst nicht erhoben wurden. Tatsächlich war das Tesla Model Y im Jahr 2023 mit mehr als 1,23 Millionen produzierten Fahrzeugen klar das meistverkaufte Auto der Welt. Im Jahr 2024 wurde der Stromer allerdings knapp vom Toyota RAV4 abgelöst. Toyota lieferte vom japanischen SUV 2024 rund 1,188 Millionen Fahrzeuge aus – Tesla brachte es beim Model Y je nach Quelle auf 1,185 Millionen Einheiten. Ein knappes Rennen, bei dem aber die meisten Quellen Toyota am Ende vorn sehen.

Toyota kontert mit Grok als Quelle

Kein Wunder also, dass Toyota richtigstellt. Auf LinkedIn postet der europäische Kommunikationschef von Toyota, Robert Tickner: "Sorry Elon, but it’s just not true! Model Y was beaten by RAV4 in 2024." (Das Model Y wurde 2024 vom RAV4 überholt).

Grok
Grok

"And looks to be beaten by both RAV4 and Corolla in 2025 – at least according to Grock… 😉". Auf Deutsch: "Und es sieht so aus, als würde es 2025 sowohl vom RAV4 als auch vom Corolla abgehängt werden – zumindest laut Grock… 😉." Der finale Bezug zu Grok – schreibt sich mit einem "k" – sollte Elon Musk wohl einen extra Seitenhieb verpassen – denn dabei handelt es sich um den intelligenten Sprachassistenten, der auf Musks Social-Media-Plattform X (vormals Twitter) zur Verfügung steht und in den Tesla-Modellen zum Einsatz kommt. Am Ende widerspricht dem reichsten Menschen der Welt damit nicht nur die Konkurrenz, sondern sogar die eigene KI.

Musks Chat-Bot empört Europa

Die produziert gerade weltweit Negativ-Schlagzeilen und sorgt für Empörung, weil Grok im so genannten "Spicy Mode" die Erzeugung sexualisierter Deep Fakes erlaubt, die gerade das Netz fluten. Gemeint sind beispielsweise Bilder spärlich bekleideter Frauen in aufreizenden Posen mit den glaubhaft "hineinmontierten" Gesichtern Prominenter oder, schlimmer, Kindern bzw. Minderjähriger. Die auf den gefälschten Fotos Dargestellten haben keine Möglichkeit, die Verbreitung der Motive zu verhindern.

Fazit