Umweltplakette für E-Autos: Bundesregierung will Klebepflicht abschaffen

53 Sek. 16.07.2026
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Umweltplakette für E-Autos: Bundesregierung will Klebepflicht abschaffen

Die Bundesregierung aus CDU und SPD plant eine spürbare Vereinfachung für alle Halter von Elektroautos: Die Pflicht zur grünen Umweltplakette soll für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen komplett entfallen. Künftig reicht das E-Kennzeichen allein als Nachweis für die Einfahrt in Umweltzonen aus. Dafür wird eine Änderung der 35. Bundes-Immissionsschutzverordnung (35. BImSchV) vorgenommen.

Konkret bedeutet das: Kein Plakettenkauf mehr, kein Aufkleber an der Windschutzscheibe – auch nicht nach einem Kennzeichenwechsel. Die bisherigen Kosten von fünf bis 20 Euro pro Plakette entfallen ersatzlos. An den Umweltzonen selbst und den geltenden Luftqualitätsgrenzwerten ändert sich dagegen nichts. Die Befreiung gilt ausschließlich für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen, da dieses den emissionsfreien Status bereits amtlich ausweist.

Die grüne Umweltplakette gibt es seit dem 1. März 2007. Sie wurde mit den ersten Umweltzonen eingeführt, um Fahrzeuge mit hohen Feinstaubemissionen aus belasteten Innenstädten fernzuhalten. Heute verfügen nahezu alle modernen Benziner, Diesel und Elektroautos über eine grüne Plakette. Erstmals würde nun eine komplette Fahrzeuggruppe vollständig von der Klebepflicht befreit.

Die Maßnahme ist Teil des zweiten Entlastungskabinetts, das Bürger und Unternehmen um rund 600 Millionen Euro jährlich entlasten soll. Weitere Vorhaben betreffen unter anderem vereinfachte Genehmigungsverfahren und weniger Berichtspflichten.

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