Porsche Taycan Turbo S beim Hallen-Sprint-Guinness-Weltrekord mit Leh Keen Porsche
Porsche Taycan Turbo S beim Hallen-Sprint-Guinness-Weltrekord mit Leh Keen
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Porsche Taycan Turbo S beim Hallen-Sprint-Guinness-Weltrekord mit Leh Keen
Porsche Taycan Turbo S beim Hallen-Sprint-Guinness-Weltrekord mit Leh Keen 18 Bilder

Porsche Indoor-Rekordfahrt mit dem Taycan Turbo S

Porsche Indoor-Rekordfahrt Taycan-Guinness-Weltrekord in der Halle

Ein Rennfahrer fährt mit einem Porsche Taycan über 160 km/h schnell – in einer Messehalle: Guinness-Weltrekord.

Die Idee kam vom aus dem US-Bundesstaat Georgia stammenden Rennfahrer Leh Keen: Er wollte einen Geschwindigkeitsrekord in einem Gebäude aufstellen – ein bisschen auch als Anspielung auf die Corona-Pandemie, während der sich das Leben eher drinnen als draußen abspielt.

Betonwand am Ende der Strecke

Die Fahrt in einem Gebäude ist natürlich gefährlich und die Guinness-Regeln helfen nicht bei einer Entschärfung, ganz im Gegenteil: Ein fliegender Start ist verboten, der Fahrer muss das Auto im Gebäude aus dem Stand beschleunigen. Am Ende der Sprintstrecke wartet eine Wand aus Beton – offene Tore sind verboten. Auch gibt es keine Leitplanken – rechts und links der Strecke stehen Betonpfeiler, die auch dem Aufprall eines Lkw standhalten würden. Nur ein Spalier aus roten Verkehrs-Kegeln hilft Keen, bei seinem Hallen-Sprint die Spur zu halten.

Porsche Taycan Turbo S beim Hallen-Sprint-Guinness-Weltrekord mit Leh Keen
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Mitarbeiter mit Atemmaske: Leh Keen (am Steuer) sieht in seiner Hallenfahrt auch eine Anspeilung auf die gegenwärtige Corona-Pandemie, bei der das Leben weitgehend drinnen stattfindet.

Alter Rekord mit aufgemotztem Go-Kart

Der Rekord, den es zu brechen galt, stammt aus dem Jahr 2013: Damals fuhr der Finne Mikko Hirvonen mit 140 km/h durch die Messehallen Helsinkis. Sein Rekordfahrzeug war weit weg von jedem Serienauto: Er nutzte ein 312 Kilogramm leichtes Go-Kart, das mit einem 750-Kubikzentimeter-Suzuki-Motorradmotor ausgerüstet war, der 150 PS leistete. Nach der Fahrt berichtete Hirvonen von enormen Traktionsproblemen.

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Rechts und links Betonpfeiler, hinten eine Wand aus Beton: Leh Keens Hallen-Rekordfahrt mit dem Porsche Taycan Turbo S war nicht ungefährlich.

Gute Bremsen enorm wichtig

Gute Traktion, gute Beschleunigung und gute Bremsen waren auch für Leh Keen bei seinem Rekordversuch die wichtigsten Zutaten. Er entschied sich, den Hallen-Sprint mit einem Porsche Taycan Turbo S zu versuchen. Das mindestens 186.336 Euro teure deutsche Elektroauto hat Allradantrieb, seine Motoren leisten insgesamt 560 Kilowatt (761 PS) und generieren ein maximales Drehmoment in Höhe von 1.050 Newtonmetern. In 2,8 Sekunden sprintet der fast 2,4 Tonnen schwere Renner auf 100 km/h, 160 km/h sind nach 6,1 Sekunden erreicht. Für die Verzögerung sind die beim Turbo-S-Modell serienmäßigen Keramikbremsen mit 420 Millimetern Durchmesser vorn und 410 Millimeter hinten zuständig.

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Geschafft: Leh Keen fährt mit einer Geschwindigkeit in Höhe von 165,1 km/h durchs Ziel.

Untergrund glatt wie Eis

Als geeignetes Gebäude erwies sich mit dem Ernest N. Morial Convention Center eine Messehalle in New Orleans im US-Bundestaat Louisiana. Die Halle deckt eine Fläche von 93.000 Quadratmeter ab. Allerdings erweis sich der Hallenboden als Problem: Der glattpolierte Beton war insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten gefährlich – er wirkte glatt wie Eis. Deshalb heizte Keens Team die Serienreifen vor – eine Maßnahme, die das Guinness nicht verbietet.

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„Was habe ich mir dabei gedacht?“ wundert sich Rennfahrer Leh Keen nach seiner erfolgreichen aber auch sehr risikoreichen Rekordfahrt.

Keen wundert sich über sich

Den Rekord brach Leh Keen dann bereits im ersten Versuch: Mit aktivierter Launch Control raste er 165,1 km/h schnell. Nach dem Rennen schildert der Rennfahrer beeindruckt, wie die Hallenmauer rasend schnell auf ihn zukam und er nicht die Zeit hatte, auf die Geschwindigkeit zu achten. In einer Halle schnell zu fahren sei nicht vergleichbar mit einer Fahrt im Freien. Die Bremsen haben den Taycan zuverlässig auf kurzem Weg zum Stehen gebracht, gibt sich Keen erleichert – er ist froh darüber, dass er den Rekord gleich im ersten Versuch brechen konnte. Im Nachhinein wundert er sich: "Was habe ich mir dabei gedacht?"

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Fazit

Die Fahrt fand bereits am 18. November 2020 statt, das Guinnessbuch der Rekorde hat sie aber erst jetzt veröffentlicht: Der US amerikanische Rennfahrer Leh Keen hat mit dem Porsche Taycan Turbo S einen neuen Geschwindigkeits-Rekord für Fahrten in geschlossenen Gebäuden aufgestellt. Mit maximal 165,1 km/h fuhr er durch eine Messehalle in New Orleans. Rechts und links der Strecke standen dicke Betonpfeiler und am Ender der Strecke wartete eine Wand aus Beton.

Leh Keen ist ein hohes Risiko eingegangen – aber er konnte sich auf seinen potenten Porsche Taycan Turbo S verlassen. Traktion, Beschleunigung und die extrem wichtigen Bremsen: Alles hat auf den Punkt gepasst.

Mit dem Porsche Taycan aufgestellte Rekorde stacheln Tesla-Chef Elon Musk heftig an. Mit umgebauten Model-S-Prototypen hat er bereits auf der Nordschleife des Nürburgrings bewiesen, dass er an die Zeiten des Serien-Taycan herankommen kann. Angeblich soll das noch nicht verfügbare Tesla Model S Plaid+ in unter zwei Sekunden auf 100 km/h beschleunigen können. Selbst wenn in der Realität dort noch 0,3 Sekunden hinzukommen, hätte das kalifornische Elektroauto das Potential, sich durch sämtliche frisch aufgestellten Taycan-Rekorde zu fräsen – Elon Musk wäre so eine Rekordjagd enorm wichtig. Porsche selbst dürfte ebenfalls weiterhin an öffentlichkeitswirksamen Rekorden gelegen sein – womit der Kampf der beiden Hersteller als gerade eröffnet gelten dürfte.

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