BMW 3er Facelift 2022 BMW
BMW 3er Facelift 2022
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BMW 3er Facelift 2022: Gewohnt gute Fahrdynamik, aber teurer

BMW 3er Facelift 2022 Gewohnt gute Fahrdynamik, aber teurer

Natürlich spielt der geliftete 3er fahrdynamisch ganz vorn in seiner Klasse mit. Zumal im M340i xDrive weiterhin ein feiner Reihensechszylinder-Benziner werkelt. Was es sonst Neues gibt? Das klärt jetzt der Fahrbericht.

Wippenhausen. Nie gehört? Sie haben nicht mal die leiseste Ahnung, wo das liegen könnte? Kein Wunder: Ist schließlich tiefste bayerische Provinz. Und viel mehr als ein paar glückliche Kühe gibt’s in dem beschaulichen Örtchen nördlich von München auch nicht zu sehen. Vielleicht halten wir gerade deshalb genau hier für einen spontanen Fotostopp. Allerdings werden wir beobachtet. Von wem? Einer ganz offensichtlich autoverrückten Dorfjugend. Die Kids zücken jedenfalls schnell die improvisierten Autogrammkarten, als sie den Fotografen und das rote auto motor und sport-T-Shirt erspähen. Dabei ist der eigentliche Star doch der frisch geliftete BMW 3er.

Der ist ganz nebenbei auch Millionär – hat sich seit 1975 mehr als 16 Millionen Mal verkauft. Auch bei der aktuellen Generation läuft es bestens: Bereits 1,1 Millionen Exemplare haben die Bayern weltweit abgesetzt. Okay, allein die Hälfte davon mit langem Radstand in China. Während in Deutschland immer noch der Touring mit einem Anteil von 70 zu 30 die Kombi-Flagge hochhält. Auch deshalb fällt das Facelift dezent aus: Mit gestrafften Linien, schmaleren LED-Scheinwerfern und grauem Mattlack bleiben die Änderungen überschaubar, während der M340i durch die geschwärzten Nieren und das vergrößerte Kühlermaul immer noch ordentlich durchatmet.

BMW M340i mit 374 PS und 500 Nm

Ein paar Kilometer zuvor hatte uns Verkehrsschild Nr. 105-10 – Sie wissen schon, das dreieckige mit rotem Rand und mittigem S-Kurvenpfeil – auf diesen Streckenabschnitt hingewiesen, der sich ambitioniert durch Feld, Wald und Wiesen windet. Perfekt für den 3er, denn am sportlichen Charakter hat sich nichts geändert. Warum auch, schließlich trieben ihm die Ingenieure die überzogen harte Premieren-Fahrwerksabstimmung schon vor dem Facelift aus. Das heißt jedoch nicht, dass Sie nun freiwillig jeden Gullydeckel oder Frostaufbruch überfahren. Denn gerade als BMW M340i mit dem optionalen adaptiven M-Fahrwerk ist die Limousine weiterhin kein Weichspüler.

Und so lenkt auch sie direkt ein – im Sport-Modus fast schon eine Spur zu spitz. Wobei etwas mehr Rückmeldung wünschenswert wäre. Klar, das ist Jammern auf hohem Niveau. Selbst beim flinken Kurven zupft und zerrt es trotz Allradantrieb nie im dick gefütterten Lenkradkranz. Im Gegenteil, wer nicht weiß, dass hier alle viere angetrieben werden, spürt das höchstens auf nasser Strecke oder mit einem sehr sensiblen Popometer.

Der Turbobenziner verteilt sein Potenzial aus 374 PS und früh anliegenden 500 Nm stets hecklastig, dreht auf besagter Strecke gern sein Hinterteil ein oder lässt es kurvenausgangs mit Gaspedaleinsatz leicht raushängen. Dass sie jetzt bei BMW jedoch meinen, auch den Reihensechser im Interieur mit Hans-Zimmerschen Elektro-Klängen übertönen zu müssen, grenzt – nicht nur in einer Gegend, in der an jeder Ecke ein Kruzifix prangt – an Gotteslästerung. Gut, dass sich die künstliche Klangkulisse einfach ausschalten lässt.

BMW 3er Facelift 2022
BMW

Kein Schaltgetriebe mehr

Apropos schalten: Das geht nun in keinem 3er mehr von Hand. Mit dem Facelift bekommen alle Motorvarianten – die ansonsten unverändert bleiben – die ZF-Achtgangautomatik samt Schaltwippen zwangsweise angeschnallt. Wobei diese mit keinem schneller, besser oder perfekter zusammenarbeitet als mit dem 3,0-Liter-Sechszylinder-Benziner.

Nahezu perfekt klappte bisher auch die Interaktion von Mensch und Infotainment-Maschine. Doch innen kratzt der 3er nun auch die Kurve. Statt des alleinstehenden Mittelbildschirms krümmt sich das aus dem iX bekannte CurvedDisplay dem Fahrer entgegen. Die neu gestalteten Anzeigen für den Piloten rücken wichtigere Fahrinformationen näher ins Zentrum. Durch die abstrakte bumerangförmige Darstellung bleiben diese dennoch nur mäßig ablesbar. Da schaut man lieber ins große Head-up-Display, das sich mit den Fahrmodi ändert, vermisst aber nachts die bisher lieferbaren Laserscheinwerfer und die aus dem iX bekannte Augmented-Reality-Darstellung auf dem Navi-Bildschirm.

Letzterer ist aber dermaßen ausladend, dass von den einst zahlreichen Direktwahltasten nur noch fünf sowie ein Lautstärkeregler übrig bleiben. Zudem musste BMW auch die lieb gewonnene zentrale Taste zur (De-)Aktivierung aller Assistenzsysteme dem Diktat der Euro-NCAP-Anforderungen opfern – sonst gäbe es wohl keine fünf Sterne im Crashtest.

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BMW / Wolfgang Groeger-Meier

Ja, es dreh-drückt noch

Bei all dem verschwenderischen Platz auf dem Display fragt man sich nur, warum man Feineinstellungen über das kleinteilige App-artige Untermenü erfummeln muss. Alternativ kann man auch mit den schwebenden Punkten im Head-up-Display sprechen, die die Bereitschaft der Sprachassistenz nach kurzer Ansprache signalisieren. Das System mit der freundlichen Stimme soll nun noch mehr können, Dialekte besser verstehen und einen tatsächlich bis in die hinterste Menü-Ebene führen. So gelingt etwa die Klima-Einstellung auch ohne ablenkungsintensives Touchen.

Die gute Nachricht für Traditionalisten: Der Dreh-Drück-Steller samt drumherum gruppierten Direktwahltasten bleibt erhalten. Er kuschelt sich jetzt neben einen stummeligen Automatik-Kipphebel, wie er gerade angesagt ist. Das schafft mehr Platz in der Mitte. Das Raumangebot für die Insassen sowie die Abmessungen bleiben dagegen nahezu unverändert.

Preise starten nun bei 43.900 Euro

Dafür bekommen die Kunden mit dem Facelift nun mehr 3er fürs Geld. Das liegt vor allem daran, dass BMW Ausstattungslinien aussortiert und die Serienausstattung um Navigationssystem, Dreizonen-Klimaautomatik, 17-Zöller und Parksensoren ringsum erweitert. Das führt jedoch auch dazu, dass der 3er als 318i erst bei 43.900 Euro startet – der hier gefahrene M340i xDrive samt Extras kostet fast das Doppelte. Damit sieht man ihn wohl in Zukunft seltener, erst recht in Wippenhausen.

Umfrage

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BMW 330i M Sport Limousine 3er G20 (2019)
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Fazit

Antriebs- und fahrwerkstechnisch bleibt alles beim (guten) Alten. Klar, das neue Infotainment kann noch mehr, lässt sich jedoch umständlicher bedienen. Zwar steigt der Serienumfang, doch dafür wird der 3er noch teurer.

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