Skoda Kodiaq RS 2018
Skoda Kodiaq RS
Skoda Kodiaq RS
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Skoda Kodiaq RS 12 Bilder

Skoda Kodiaq RS im Fahrbericht

So fährt der sportliche Siebensitzer-SUV

Mit dem ersten SUV im RS-Trimm krönt Skoda neben der Kodiaq-Baureihe auch seine gesamte Modellpalette. Wie dynamisch fährt sich der mit 240 PS stärkste SUV der Marke? Wir finden es im Fahrbericht heraus.

Es grummelt aus den beiden Endrohren – dumpf, aber deutlich. Und es schwillt weiter an, sobald der doppelt aufgeladene Vierzylinder sein Potenzial abruft: üppige 500 Nm, die der 240 PS starke Zweiliter ab 1.750/min ausschließlich über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an alle vier Räder schickt. Das Kraftpaket, das den neuen Skoda Kodiaq RS befeuert, zündet aber nicht per Kerze – es ist der stärkste Diesel, der jemals in einem Skoda zum Einsatz kam.

Skoda Kodiaq RS
Skoda
Dank Dynamic Sound Boost klingt der Diesel sportlicher. Und das nicht nur im Innenraum.

Damit der BiTDI auch akustisch den Erwartungen an eine RS-Version gerecht wird, bekommt das Kodiaq-Topmodell als erster Skoda einen sogenannten Dynamic Sound Boost. Dabei mischt sich am Auspuff künstlicher Schall unter den profanen Dieselsound und lässt ihn so, nun ja, sportlicher klingen – und das nicht nur im Innenraum. Von Krawall ist der Klang allerdings weit entfernt. Wer das Gebrumme mag, wünschte sich eher noch mehr davon; wer nicht, der kann es dezenter stellen oder auch ganz ausschalten. Skoda koppelt den Sound an die verschiedenen Fahrmodi, ebenso die adaptiven Dämpfer, wobei der Individualmodus völlig freie Kombinationen der beeinflussbaren Faktoren zulässt – die Geschmäcker sind eben verschieden.

Überzeugendes Handling und hoher Komfort

Wir geben uns erst einmal die volle Dosis, schalten auf „Sport“ und biegen auf eine kurvige Bergstraße ab. Knurrig drückt der Biturbo den Skoda Kodiaq RS Kurve um Kurve nach oben, und der Wagen setzt willig jeden kleinen Einschlag der feinfühligen Progressivlenkung um, ohne jedoch sein Gewicht von immerhin 1,9 Tonnen verleugnen zu können. Trotzdem, das Handling überzeugt; die üppig ausgeformten, elektrisch einstellbaren Sportsitze fixieren die vorderen Insassen, ohne sie einzuengen. Nur das DSG trifft auf solchen Strecken die Schaltpunkte nicht immer ideal, ab und zu fühlt man sich genötigt, über die Lenkradwippen manuell einzugreifen.

Skoda Kodiaq RS 2018

Nun endet der gepflegte Teil der Strecke, es zeigen sich vermehrt Löcher und Risse im Belag. Der Skoda Kodiaq RS bleibt davon unbeeindruckt, trotz der großen und flachen 20-Zöller (serienmäßig) und der Dämpfer im strammen Sportmodus quält er seine Insassen nicht mit derben Stößen. Aber es muss ja nicht immer Sport sein, im Comfort-Modus macht er sich locker, ohne deshalb mit lästigen Karosseriebewegungen durch die Kurven zu schaukeln. Auf der Nordschleife hält Skoda mit ihm den Rundenrekord für siebensitzige SUV, doch Komfort und Alltagstauglichkeit gehen dem Kodiaq auch als RS nicht verloren.

Mit 49.990 Euro ist er das teuerste Serienmodell der Skoda-Geschichte, aber auch eines mit der umfangreichsten Basisausstattung. Selbst das digitale Instrumentendisplay zählt dazu – auch dies ist eine Skoda-Premiere.

Skoda Kodiaq RS
Skoda
Im Skoda kodiaq RS konzentrieren sich mehrere Superlative von Skoda: stärkster Diesel, teuerstes Serienmodel, erstmals Digitalinstrumente und 20-Zoll-Räder aufpreisfrei an Bord.

Fazit

Skoda hat es mit dem RS-Gedanken beim stärksten Kodiaq nicht übertrieben: Trotz des geschärften Handlings verliert der RS den Alltagskomfort nicht aus den Augen. Beim Kaufpreis markiert der sportliche Siebensitzer-SUV die Speerspitze im Skoda-Angebot, dafür ist die Grundausstattung umfangreich.

Technische Daten

Skoda Kodiaq RS RS
Grundpreis 49.990 €
Außenmaße 4699 x 1882 x 1686 mm
Kofferraumvolumen 725 bis 1960 l
Hubraum / Motor 1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 176 kW / 239 PS bei 400 U/min
Höchstgeschwindigkeit 221 km/h
Verbrauch 6,2 l/100 km
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